: Roger Moore
: Last Man Standing Bekenntnisse des letzten Gentlemans. Autobiografie
: LangenMüller
: 9783784482439
: 1
: CHF 11.70
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mit der Lizenz zum Schreiben Als einer der letzten Schauspieler, die das glanzvolle Hollywood prägten, kannte er sie alle: von Elizabeth Taylor, Michael Caine und Frank Sinatra über Audrey Hepburn und Gregory Peck bis hin zu Sean Connery. Nun zeigt Roger Moore, dass er auch ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, der bewegende, unterhaltsame und überraschende Anekdoten über Familie, Freunde und Kollegen zu berichten hat. Er nimmt uns mit in die Traumfabrik, erzählt Klatsch und Tratsch aus sieben Dekaden im Filmgeschäft, aber auch offen und ehrlich von bewegenden Momenten in seinem Leben. Ein wahrer Gentleman - selbst in den absurdesten Situationen.

Sir Roger Moore wurde 1927 in London geboren. Seine Karriere begann auf den Theaterbühnen Londons, bevor er Anfang der Fünfziger in die USA ging, in unzähligen Produktionen mitwirkte und der bestbezahlte Schauspieler der Welt wurde. 1973 spielte er erstmals James Bond und war mit insgesamt sieben Filmen am längsten Geheimagent seiner Majestät. Heute ist er für UNICEF tätig und lebt mit seiner Frau Kristina in Monaco.

Kapitel 1

Leinwandschönheiten – voll Lebenslust und Temperament

Als ich im Jahr 1954 nach Hollywood kam und bei MGM meinen Dienst antrat, war auch Grace Kelly dort unter Vertrag. Ich weiß noch, wie ich eines Morgens im Büro von Pressesprecher Dore Friedman saß, als die Tür aufflog und Grace hereinstürmte. Aufgebracht erzählte sie, sie habe gerade die Plakate zum FilmGrünes Feuer gesehen, den sie mit Stewart Granger gedreht hatte. Das Studio hatte ihren Kopf auf Ava Gardners Körper setzen lassen.

In unserem FilmDiane – Kurtisane von Frankreich aus dem Jahr 1955 kniet Lana Turner als Diane de Poitiers vor mir, Prinz Heinrich. Lana war immer für eine Überraschung gut.

»Ich habe keine solchen Titten!«, rief sie.

Das Studio verlieh seinen Plakaten gerne einen Hauch Sexappeal, damit sich die Filme besser verkauften – natürlich stets so geschmackvoll wie möglich.

Dore Friedman erzählte mir übrigens auch, wie er bei einem der »Spendenessen« in Romanoff’s Restaurant in Los Angeles gelandet war, weil er jemanden begleiten sollte. Alle Studiobosse waren anwesend – Adolph Zukor von Paramount Pictures, Jack Warner von Warner Bros., Darryl Zanuck von 20th Century Fox und so weiter. Mit einem Mal dämmerte dem armen Dore, was da vor sich ging.

Zanuck stand auf und sagte: »Ich gebe 250 000 Dollar!«

»Dann gebe ich 300 000 Dollar«, rief Zukor … und immer so weiter. Einer versuchte, den anderen zu überbieten.

Als Dore an der Reihe war, war er sich nicht sicher, wie weit er mit seinem Wochenlohn von 65 Dollar kommen würde. Er reagierte blitzschnell und verkündete: »Ich gebe das Gleiche wie letztes Jahr!«, wofür er stürmischen Applaus erntete.

Ich hatte anfangs zwar wenig Ahnung von amerikanischer Politik, aber ich wusste sehr wohl, dass Grace Kelly