: Elena-Katharina Sohn
: Goodbye Herzschmerz Eine Anleitung zum Wieder-Glücklichsein | Der Ratgeber zum Netflix-Film 'Die Liebeskümmerer'
: Ullstein
: 9783843712132
: 1
: CHF 8.90
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: Familie
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Neuausgabe des großen Bestsellers zum Filmstart Liebeskummer - was so harmlos klingt, tut in Wahrheit verdammt weh und kann uns schlimmstenfalls sogar die Lust am Leben nehmen. Elena-Katharina Sohn hilft seit Jahren unzähligen Frauen und Männern, die an Herzschmerz leiden. Sie hat eine Methode entwickelt, um zerbrochene Herzen zu heilen - und mehr noch: Sie hilft den Betroffenen, wieder richtig glücklich zu sein! So wird aus der Krise Liebeskummer eine wunderbare Chance. Der Film »Die Liebeskümmerer« basiert auf diesem erfolgreichen Ratgeber und der Liebeskummer-Agentur von Elena-Katharina Sohn.

Elena-Katharina Sohn gründete die Agentur »Die Liebeskümmerer«. Sie und ihr Team aus Psychologen, Psychotherapeuten und Coaches beraten seit vielen Jahren Menschen, die Kummer mit der Liebe haben, und stießen damit auf ein großes Medienecho. Elena-Katharina Sohn schreibt regelmäßig für Frauenmagazine wie Brigitte und freundin und verschiedene Online-Portale. Sie lebt mit Partner und Kind in Berlin.

Kapitel 2


Das Wichtigste zuerst: Sechs Liebeskummer-Irrtümer

Dein Liebeskummer soll verschwinden, am besten sofort! Du willst Dich endlich wieder frei fühlen, diese erdrückende Schwere loswerden, Dich auf andere Dinge konzentrieren können, Spaß haben und lachen. Und auch wenn ich wünschte, ich könnte mit dem Finger schnipsen, und alles wäre gut – so einfach wird es nicht klappen. Was ich aber tun kann, ist, Dir erst mal zu versichern: Du bist mit Deinem Schmerz nicht allein. Um Dir das zu beweisen, habe ich die folgenden Gedanken gleich hier an den Anfang gestellt: Es sind die sechs größten Liebeskummer-Irrtümer. Denn zu erfahren, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen, löst bei den meisten Betroffenen einen spontanen Aha-Effekt aus: »Nein, wirklich? Ist das so? Jetzt, wo ich das weiß, fühle ich mich schon ein bisschen besser« oder »Wahnsinn, das beruhigt mich sehr« sind ganz typische Reaktionen. Ich hoffe, auch bei Dir.

1. Liebeskummer muss nach drei Monaten vorbei sein!


»Es geht mir jetzt schon fast ein halbes Jahr so schlecht, Frau Sohn, mal im Ernst, ich bin doch nicht normal…« – »Mein Leben muss endlich weitergehen, schon über drei Monate kreise ich in Gedanken ständig um meinen Ex.« – »Ehrlich gesagt, schäme ich mich inzwischen, meinen Freunden immer wieder mit der gleichen Leier zu kommen, die können es nach vier Monaten ja auch nicht mehr hören!«

Es ist wirklich ein bisschen verrückt: Da macht ein Mensch gerade eine richtig schwierige Phase seines Lebens durch, fühlt sich traurig und schlecht, braucht eigentlich nichts dringender als Verständnis, Ruhe und Zuneigung, und was passiert? Er fühlt sich zusätzlich unter Druck. Zeitdruck nämlich. Dem Zeitdruck, möglichst schnell wieder »normal« zu sein. Wie ein Damoklesschwert scheint eine magische Drei-Monats-Grenze über den Köpfen der meisten Frauen und Männer mit Liebeskummer zu schweben: Innerhalb von drei Monaten müsse man das doch schaffen mit dem Kummer, höre ich dann, sonst stimme mit einem irgendwas nicht. Oder zumindest müsse man nach drei Monaten so weit sein, dass man Freunde nicht mehr mit seinem Kummer behellige, und Tränen sollten (wenn überhaupt) nur noch insgeheim fließen.

Drei Monate, zwölf Wochen, knapp 100 Tage. Eine scheinbar lange Zeit. Ich kann ehrlich nicht sagen, woher ausgerechnet diese Grenze kommt. Aber eines weiß ich ganz sicher: Sie ist falsch. Und falls sie (oder irgendeine andere Frist) in Deinem Kopf gerade eine Rolle spielt, dann verabschiede Dich jetzt bitte von ihr. Sie ist Blödsinn. Und ich will Dir auch erklären, weshalb:

Zum einen entspricht sie einfach nicht der Realität. Würde man 100 Erwachsene, die einmal an ernsthaftem Liebeskummer gelitten haben, anonym dazu befragen, nach welcher Zeitspanne es ihnen wieder gutging, würde man mit ziemlicher Sicherheit bei einem Durchschnittswert von etwa zwölf und nicht drei Monaten landen. Viele von ihnen hätten damals vielleicht so getan, als wäre schon nach zwölf Wochen alles okay gewesen. Aber gerade in Bezug auf unsere vermeintlichen Schwächen machen wir Menschen uns gegenseitig eben gern mal was vor. Bei einigen von ihnen hätte es in Wahrheit also sogar länger gedauert als zwölf Monate, bei anderen wäre es viel