: Stephany Rose
: Ein Licht in der Dunkelheit
: Jim Humble Verlag
: 9789088791109
: 1
: CHF 8.80
:
: Fantasy
: German
: 325
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Vor Tausenden von Jahren siegte das Licht über die Dunkelheit, doch nun schickt sich diese erneut an, die Macht an sich zu reißen.
Cal entdeckt, dass er zur damaligen Zeit schon einmal gelebt hatte, um als einer der sieben Wächter ein mächtiges Wesen zu beschützen.
Als er im Wald auf ein Mädchen trifft, das sein Gedächtnis verloren hat, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Ihm wird klar, dass es nun seine Aufgabe ist, die andere Wächter und die Wiedergeburt jenes Wesen, das sie einst gerettet hatte, zu finden, um die Dunkelheit erneut aufzuhalten.

Eine Abenteuerliche und beschwerliche Reise beginnt, auf der das Mädchen langsam seine Erinnerung wiederfindet und immer deutlicher merkt, dass ihm eine Schlüsselrolle in dem bevorstehenden Kampf zugedacht ist …

Kapitel 1

Die Schatten der Bäume lagen lang und dünn auf dem Gras, als die Sonne hinter den fernen Bergen Celantis‘ emporstieg und den frühen Morgen ankündigte.

Ein Mädchen mit schneeweißem Haar irrte im Wald umher. Auf ihrem Gesicht spiegelte sich Angst wider. Die Angst, nicht zu wissen, wo man war.

Der Wind spielte sanft im Haar des Mädchens und gestattete der Sonne, einen goldenen Schimmer darauf zu legen, so dass es schien, als würde ihr Haar leuchten. Die Kleidung des Mädchens war zerrissen, und ihr Gesicht von kleinen Kratzern übersäht.

„Wer bist du?“, fragte eine kindliche Stimme hinter dem Mädchen und ließ es erschrocken zusammenfahren. „Ich hab dich hier noch nie gesehen“, meinte ein kleiner Junge und schenkte dem Mädchen ein fröhliches Lächeln, als es sich zu ihm umdrehte.

Ängstlich wich das Mädchen einen Schritt zurück und sah den Jungen mit großen Augen an. Sie zitterte am ganzen Körper.

„Was ist los mit dir? Hast du dich verlaufen?“, fragte er neugierig weiter und betrachtete sie eingehend.

Sie schüttelte langsam den Kopf.

„I-ich … weiß n-nicht … Es tut mir leid, aber ich glaube, ich kann dir auf keine deiner Fragen eine Antwort geben“, flüsterte sie leise und senkte verwirrt den Kopf. Ein dumpfer Schmerz hämmerte in ihrem Schädel wider, als sie versuchte, sich zu erinnern.

Wo war sie und vor allemwer war sie?

Der Junge sah sie ungläubig an und blinzelte verwundert. Es war ihm unbegreiflich, wie man seinen Namen vergessen konnte.

„Ich heiße Cal“, sagte er, als der sich wieder gefangen hatte und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln. „Freut mich, dich kennenzulernen, auch wenn du deinen Namen nicht weißt!“

Das Mädchen sank zu Boden und schluchzte leise.

„Alle