: James Reed
: Warum gerade Sie? Die 101 kniffligsten Fragen im Bewerbungsgespräch - Mit Erfolgsgarantie -
: Goldmann Verlag
: 9783641183578
: 1
: CHF 4.50
:
: Ausbildung, Beruf, Karriere
: German
: 368
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Personaler denken sich oft tückische Fragen aus, um Kandidaten aufs Glatteis zu führen. Da ist die perfekte Vorbereitung Gold wert. Mit diesem Buch ein Kinderspiel: James Reed erläutert die Bedeutung hinter den 101 häufigsten Fragen, von klassisch bis kreativ. So können Sie im Bewerbungsgespräch mit einer durchdachten Antwort glänzen.

James Reedstudierte in Harvard und arbeitet seit 1992 bei der britischen Personalagentur Reed, die er mittlerweile leitet. Unter seiner Führung entstand die erfolgreiche Job-Börse reed.co.uk, mit über 46 Millionen Jobangeboten jährlich.

1. Kapitel

Eine Frage der inneren Einstellung

»Das Leben entscheidet sich in wenigen Augenblicken. Das ist jetzt so einer.«

Wall Street, 1987, 20th Century Fox

Der Augenblick

Kann es sein, dass der komplette Lebensweg einer Person ausschließlich auf das hinausläuft, was er oder sie in einem oder zwei entscheidenden Augenblicken tut? Der Gitarrist Andy Summers ist davon überzeugt.

Möglicherweise ist Ihnen der Name Summers nicht geläufig, doch Sie kennen mit Sicherheit sein Werk. Summers war eines von drei Bandmitgliedern von The Police, einer der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.

Sie sind vielleicht kein Fan dieser Band, doch Sie werden sicherlich zustimmen, dass Summers als Gitarrist einer Rockband einen Job hatte, um den ihn viele beneideten. Sein Beruf hat ihn in beinahe jedes Land dieser Erde gebracht. Er konnte sich den ganzen Tag mit kreativen Dingen beschäftigen. Er hat interessante Menschen und treu ergebene Fans getroffen. Er hat tonnenweise Geld mit etwas verdient, das er gerne macht und das ihm im Blut liegt. Wirklich ein toller Job, wenn man ihn ergattern kann. Doch wiehat er ihn nun eigentlich ergattert?

Er bekam ihn, indem er in eine Londoner U-Bahn stieg und sich zufällig neben einen Schlagzeuger namens Stewart Copeland setzte. Normalerweise unterhalten sich die Menschen in der U-Bahn nicht, doch aus irgendeinem Grund begannen diese beiden an jenem Tag eine Unterhaltung. Dabei erzählten sie sich, welche Art von Musik sie gerne machen würden. Jeder überzeugte den anderen davon, dass er es aufrichtig meinte und genau der Richtige war. Sie verstanden sich auf Anhieb. Sie gründeten eine Band. Sie trafen Sting. Sie gingen an die Arbeit.

Wenn wir einmal von dem Detail mit Sting absehen, haben wir die perfekte Beschreibung dessen, was bei einem guten Bewerbungsgespräch vor sich geht: Zwei Menschen sprechen ganz offen über gemeinsame Interessen, wobei jeder dem anderen darlegt, was er anzubieten hat. (Zugegeben, das unterscheidet sich ein wenig von der Art Bewerbungsgespräch, wie die meisten es kennen.)

Als es für Summers an der Zeit war, seine Autobiografie zu schreiben, nannte er sieOne Train Later, denn hätte er einen späteren Zug genommen, hätte er Copeland niemals kennengelernt, und es wäre nicht zu dieser großartigen Karriere gekommen. Es handelte sich hier also ganz klar um einen dieser Augenblicke, die den weiteren Verlauf eines ganzen Lebens bestimmen konnten – genau das, was auch in Bewerbungsgesprächen passiert.

Sie mögen einwenden, dass Summers für seinen Job gar kein Bewerbun