: Natalie Rabengut
: Riskantes Verlangen - Shadows of Love
: beHEARTBEAT
: 9783732511051
: Shadows of Love
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 96
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lus auf Liebe - Shadows of Love, in sich abgeschlossene erotische Liebesgeschichten. Jeden Monat neu, als Romanheft und E-Book. Für alle Fans von 'Colours of Love'.

Floristin Lea soll für eine Feier an der Uni Düsseldorf die Blumen liefern. Als sie alles wie vereinbart vorbeibringt, trifft sie auf Professor Lars Ferner, der ihr Herz sofort höher schlagen lässt. Sie scheint jedoch nicht die gleiche Wirkung auf ihn zu haben, denn er erniedrigt sie vor allen Anwesenden, weil sie angeblich die falschen Blumen geliefert hat. Wütend und beschämt verlässt sie die Feier - und läuft direkt in ein heftiges Unwetter. Zufällig gabelt Lars Ferner sie völlig durchnässt auf. Scheinbar hat er ein schlechtes Gewissen, denn er bietet ihr ganz selbstlos an, sie nach Hause zu bringen. Die Brücken über den Rhein sind jedoch wegen des Unwetters gesperrt und so nimmt er Lea mit zu sich. Dort zeigt er sich von seiner charmanten Seite und verführt sie nach allen Regeln der Kunst. Natürlich bleibt es nicht bei diesem einen Mal und Lea verliebt sich Hals über Kopf in den Professor. Sie wundert sich nur: Warum verbindet er ihr jedes Mal die Augen? Und wieso darf sie ihn nur an wenigen, bestimmten Stellen berühren?

»Nein, nein, Nina!«, rufe ich und winke sie mit der Hand in meine Richtung, während ich das Handy zwischen Schulter und Ohr festklemme. Eigentlich ist Multitasking nicht gerade meine Spezialität, aber für meinen Job würde ich alles tun.

Ich stehe zwischen zwölf riesigen Blumentöpfen, dir mir locker bis zur Hüfte reichen, während meine Assistentin Nina einen Rollwagen mit dreißig exquisiten Blumensträußen in opulenten Vasen hereinfährt.

Die Aufzugtür will sich mit einem Quietschen schließen, und ich frage mich nicht zum ersten Mal, warum diese Veranstaltung unbedingt in diesem muffigen Keller der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf stattfinden muss. Ich stelle mich in die Tür und halte sie mit meiner Hüfte auf, damit Nina den Wagen nach draußen schieben kann.

An meinem Ohr plärrt Veronika vor sich hin. Sie ist der Inbegriff der panischen Braut und soll nächste Woche heiraten. Zu der Feier werden mehr als 500 Gäste erwartet, darunter Schauspieler, Musiker und Politiker. Allerdings hatte Veronika heute eine Kleiderprobe und ist nun überzeugt, dass die rosafarbenen Blumen, die sie sich ursprünglich ausgesucht hat, unmöglich zu ihrem weißen Designerbrautkleid passen können.

Mit Engelszungen rede ich auf sie ein und verspreche ihr, die Farbe zu ändern, wenn sie sich bis Sonntag immer noch nicht sicher ist. Es ist ihr dritter Anruf in dieser Woche, und wenn der Auftrag mir nicht eine schier unglaubliche Menge Geld einbringen würde, hätte ich ihn vermutlich längst hingeworfen.

Nachdem Veronika sich endlich beruhigt hat, zeige ich Nina, wie sie die Vasen arrangieren soll. Heute findet eine Abschiedsfeier für den Dekan der Philosophischen Fakultät statt – so stand es zumindest auf dem Fax, das Anfang letzter Woche kam.

Obwohl ich meine Blumen für eine wahre Augenweide halte, können sie weder über den abgestandenen Geruch, der im Gebäude herrscht, noch über den hässlichen roten Bodenbelag hinwegtäuschen. Missmutig rümpfe ich die Nase.

Die großen Kübel muss ich am Montag wieder abholen, die Blumensträuße sollen im Laufe des Abends an die anwesenden weiblichen Gäste verteilt werden.

Mein Handy klingelt schon wieder, und mit einem Seufzen hebe ich ab, als ich die Nummer meines Exfreundes erkenne. Dabei laufe ich langsam rückwärts, um mir einen Gesamteindruck zu verschaffen. Ich muss sehen, wie die Blumen wirken, bevor ich weiß, ob ich mit dem Arrangement zufrieden bin.

»Was willst du, Oliver?«, frage ich genervt, obwohl ich die Antwort kenne.

Oliver ist ein Schmarotzer, den ich vor drei Jahren aus meiner Wohnung geworfen habe, als mir endlich auffiel, dass er mich nur ausnutzte. Hin und wieder ruft er an, um sich Geld von mir zu leihen oder mich zu fragen, ob wir unsere Beziehung nicht wiederbeleben sollen. Dass er damit schnellen, unverbindlichen Sex meint, ist mir klar. Jedes Mal weise ich ihn höflich ab.

Nachdem ich mir seine Bitte angehört habe, während ich mit schräg gelegtem Kopf das Blütenmeer betrachte, sage ich: »Bitte ruf mich nicht mehr an, Oliver. Wir haben uns nicht ohne Grund getrennt.«

Hinter mir hat der Aufzug sich rumpelnd geöffnet und in der Annahme, dass Nina mit der letzten Fuhre Efeu fü