: Laura Dobusch
: Diversity Limited Inklusion, Exklusion und Grenzziehungen mittels Praktiken des Diversity Management
: Springer VS
: 9783658113643
: 1
: CHF 31.10
:
: Sonstiges
: German
: 289
: Wasserzeichen/DRM
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: PDF

Die empirisch fundierte Untersuchung von Laura Dobusch zum Diversity Management ermöglicht einen differenzierten Einblick in dessen Inklusionspotenzial für historisch benachteiligte Gruppen und offenbart gleichzeitig, dass Exklusionsrisiken fortbestehen oder dadurch erst hervorgebracht werden. Der Vergleich von Nicht-/Behinderung und Geschlecht im Rahmen von Diversity Management zeigt dabei, wie Organisationen zwischen legitimer und illegitimer Vielfalt unterscheiden: die Annahme adäquater Leistungserfüllung wird zum entscheidenden Kriterium. Leistung selbst, ihre Messbarkeit sowie die Bedingungen ihrer Erbringung finden jedoch kaum Thematisierung.



Dr. Laura Dobusch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik sowie am Lehrstuhl für Diversitätssoziologie der Technischen Universität München.
Vorwort5
Danksagung9
Inhalt11
1. Einleitung14
2. Diversity (Management) – Spezifizierung und For- schungsdesiderat17
2.1 Zwei Entstehungsnarrative von Diversity Management17
2.2 Definition von Diversity Management – ein ‚Minimalkonsens‘22
2.3 Diversity – Eingrenzung eines vielgestaltigen Begriffs28
2.3.1 Diversität als personenbezogenes Merkmalsbündel29
2.3.2 Diversität als ‚Doing Diversity’33
2.3.2 Diversität als Relation(en)35
2.4 Von Diversity Management zur Inklusion? – das Forschungsvorhaben36
3. Nicht-/Behinderung und Geschlecht42
3.1 Geschlecht – zwischen Sex und Gender44
3.2 Behinderung – zwischen Beeinträchtigung und Benachteiligung46
3.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der ‚Gegenstands‘-Konstitution50
4. Inklusion und Exklusion – eine Systematisierung54
4.1 Soziale Ordnung56
4.2 Soziale Exklusion60
4.3 Inklusion und Exklusion als Relation64
4.4 Inklusive Organisation67
4.5 Zusammenfassung: Inklusion und Exklusion als Bedingungsverhältnis70
5. Theoretische Grundlagen73
5.1 Leitlinien einer an Foucault orientierten Diskursanalytik77
5.2 Spezial-, Inter- und Elementardiskurse83
5.3 Das konstituierte Subjekt – zwischen Unterwerfung und Handlung85
5.4 Diversity Management als Dispositiv90
6. Vorgehen bei der Datenerhebung und -analyse99
6.1 Fallauswahl und Datenerhebung99
6.1.1 Kriterien des theoretischen Sampling101
6.1.2 Erhebungsprozess102
6.1.3 Das Datenmaterial: Charakteristika der Organisationen und Interviewpartner_ innen104
6.2 Datenauswertung112
6.2.1 Exkurs: der Deutungsmusteransatz113
6.2.2 Das Kodierverfahren116
7. Ergebnisse120
7.1 Wissensbestände und Bedeutungsbezüge des DiM-Dispositivs120
7.1.1 Diversity als Setzkasten für Merkmalsausprägungen121
7.1.2 Diversity als Synergie135
7.1.3 Diversity als Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede137
7.1.4 Diversity als menschlich-individuelle Vielfalt146
7.1.5 Diversity als Haltung und Verhalten153
7.1.6 Diversity als Unbestimmtheit162
7.1.7 Diversity als Relationalität166
7.1.8 Zusammenfassung: Dominante Deutungsmuster und prekäre Sagbarkeitsspielräume169
7.2 Diversity als Risiko? – Strategien der Grenzziehung181
7.2.1 Diversity als Risiko für die Organisation: ‚Die Organisation muss die Vielfalt aushalten können‘181
7.2.2 Diversity als Risiko für die individuelle Leistung: ‚Der Job muss gemachtwerden‘185
7.2.3 Diversity als Risiko für Chancengleichheit: ‚Fairness muss hergestellt werden‘188
7.2.4 Diversity als Risiko für die Zusammenarbeit: ‚Das Gemeinsame muss im Vordergrund stehen’190
7.2.5 Personen(gruppen) als Risiko für die Institutionalisierung von Diversity: ‚Diversity darf nicht in Misskredit gebracht werden‘192
7.2.6 Zwischenfazit: Leistung(serwartung) als Inklusions-/ Exklusionskriterium194
7.3 Primär- und sekundärdiskursive Praktiken des DiM-Dispositivs196
7.3.1 Praktiken des Aufbaus und der Verbreitung von Wissensbeständen197
7.3.2 Praktiken der Veränderung von Wissensbeständen und/oder sekundärdis-kursiven Praktiken199
7.3.3 Sekundärdiskursive Praktiken200
7.3.4 Zwischenfazit: Zwischen (Selbst-)Beobachtung und Wissensdistribution201
7.4 Nicht-/Behinderung im DiM-Dispositiv203
7.4.1 Subjektherstellung203
7.4.2 Plausibilisierung von Exklusion208
7.4.3 Organisationale Praktiken der Bearbeitung213
7.5 Geschlecht im DiM-Dispositiv215
7.5.1 Subjektherstellung215
7.5.2 Plausibilisierung von Exklusion222
7.5.3 Organisationale Praktiken der Bearbeitung225
7.6 Nicht-/Behinderung und Geschlecht – Ungleiche Inklusionsdynamiken228
7.6.1 Subjektkonstitution: Zwischen ein- und mehrdimensionalem Sagbarkeits( spiel)raum230
7.6.2 (Nicht-/)Behinderung: Individuum im Fokus233
7.6.3 Geschlecht: Gesellschaftsstrukturen im Fokus234
7.6.4 Asymmetrische Legitimation von Teilhabeansprüchen236
8. Diskussion: Das Netz des Diversity Management-Dispositivs239
8.1 Was ermöglicht ein Sprechen über Diversity (Management)?239
8.2 Von welchen diversity-relevanten Praktiken ist die Rede?250
8.3 Wie stehen Subjektpositionen und Subjektivierung zueinander?254
8.4 Leistung(serwartung) als Legitimierung von Inklusion/Exklusion258
Literaturverzeichnis266