: Gabriele Fischer
: Anerkennung - Macht - Hierarchie Praktiken der Anerkennung und Geschlechterdifferenzierung in der Chirurgie und im Friseurhandwerk
: Transcript Verlag
: 9783839430620
: Gesellschaft der Unterschiede
: 1
: CHF 29.30
:
: Sonstiges
: German
: 232
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Recognition between alteration and conforming. This book carries out a power-critical analysis of an everyday concept and practice.

Gabriele Fischer (Dr. phil.) ist Professorin für Soziologie an der Hochschule Esslingen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Arbeit, Gender Studies, Anerkennung und soziale Ungleichheit.
Inhalt5
1 Cut – and go9
2 Vom Bader zum Barbier zum Chirurg zur Friseurin17
2.1 Chirurgie19
2.2 Friseurhandwerk23
3 Anerkennung – Arbeit – Geschlecht27
3.1 Anerkennung und soziale Wertschätzung29
3.2 Anerkannte Unterscheidungen – Doing gender while doing work36
3.3 Anerkennungspraktiken – Doing gendered recognition40
4 Anerkennung – Selbstbezüge – Subjektivierung45
4.1 Was wird anerkannt? – Anerkennung und Pluralisierung47
4.2 Wer erkennt an? – Anerkennung, das Selbst und die Anderen54
4.3 Wer wird anerkannt? – Anerkennung und Subjektivierung60
4.4 Fazit: Anerkennung als Adressierung68
5 Anerkennung – Erzählung – Rekonstruktion73
5.1 Anerkennungspraktiken erkennen – eine Frage der Deutung74
5.2 Anerkennungspraktiken erzählen – Erfahrungen in Lebensgeschichten76
5.3 Anerkennungspraktiken rekonstruieren – erzählte Positionierungen82
5.4 Sampling und Fallauswahl87
6 Erzählte Anerkennungspraktiken89
6.1 Immer Vollzeit, immer Chirurgie – Dagmar Cramer89
6.1.1 Lebensgeschichte89
6.1.2 „Du glaubst ja, dass du was Besseres bist“ – Anerkennung durch die Eltern91
6.1.3 „Ich behandle die ganz normalen Leute von der Straße“ – Anerkennung im Klinikalltag97
6.1.4 „Wo ich einfach merke, dass viele Patienten einfach, ja, einen Mann als Chirurgen brauchen“ – Anerkennung als Chirurgin102
6.1.5 „Insgesamt finde ich es sehr angenehm, in der Chirurgie zu arbeiten, gerade weil da auch so viele Männer sind“ – Anerkennung als Kollegin105
6.1.6 „Weil ich mich nicht als Rabenmutter fühle“ – Anerkennung als ‚gute Mutter‘109
6.1.7 Anerkennungspraktiken115
6.2 Individualistin, Friseurin, Intellektuelle – Viktoria Frisch117
6.2.1 Lebensgeschichte117
6.2.2 „Ich war ja völlig der Exot, ein Kind hatte ich schon, ein Abitur hatte ich“ – Zurückweisen der Anerkennung als ‚typische‘ Friseurin118
6.2.3 „Ich kannte da niemanden, der als Frau gut war“ – Anerkennung und Geschlechterbeziehungen124
6.2.4 „Wie wichtig es ist, dass der Laden absolut zu einem passen muss“ – Anerkennung als frisierende Künstlerin127
6.2.5 „Weil die Leute einfach auch was zu erzählen haben, gerade wenn man nicht so der günstige Friseur ist“ – Anerkennung durch Kund_innen131
6.2.6 „Dann wohnte ich mit Laura in einer Frauen-WG, also fünf Frauen, Laura, Hund und Katze“ – Anerkennung als ‚gute Mutter‘134
6.2.7 Anerkennungspraktiken139
6.3 Chirurg, Mann, Kollege – Carsten Clement142
6.3.1 Lebensgeschichte142
6.3.2 „Wenn man sich mit dem Chef gut versteht, dann bleibt man da auch gleich viel lieber“ – Anerkennung durch Vorgesetzte143
6.3.3 „Hierarchiegläubigkeit, die haben wir mitgenommen“ – Anerkennung in neuem kulturellen Rahmen147
6.3.4 „Dass ich nach dem Jahr gesagt habe, sowas mache ich nie wieder“ – Anerkennung als Vater in Elternzeit151
6.3.5 „Als Mann, als Arzt, als Kollege“ – Anerkennung und Männlichkeiten156
6.3.6 Anerkennungspraktiken158
6.4 Künstler, Rebell, Veränderer – Leo Farolo161
6.4.1 Lebensgeschichte161
6.4.2 „Ich hatte lange Zeit Schwierigkeiten damit, aus dem ehemaligen Jugoslawien zu kommen“ – Anerkennung und Krisenerfahrung162
6.4.3 „Das hat mich schon am meisten begeistert tatsächlich, die Veränderung“– Anerkennung als Friseur166
6.4.4 „Ich bin nicht nur Friseur, sondern auch der Kapitän auf einem Schiffchen“ – Anerkennung als Salonbesitzer172
6.4.5 „Weil man mit 15 in eine komplett hocherotische Welt hineingeschmissen wird“ – Anerkennung und stereotype ‚schwule‘ Männlichkeit176
6.4.6 Anerkennungspraktiken180
7 Anerkennungspraktiken und Positionierungen183
7.1 Selbstverständlichkeit anerkannter Positionen184
7.2 Anerkennung in Hierarchien184
7.2.1 Als Friseur_innen ‚anders‘ – Aufwertende Selbstadressierungen185
7.2.2 Weiblichkeiten gegen Weiblichkeiten – Aufwertende Umdeutungen187
7.2.3 Selbstaufwertung und Ausblenden hierarchischer Strukturen188
7.3 Anerkennungsbeziehungen – sozial verortete Anerkennende189
7.3.1 Vorgesetzte oder Patient_innen – Kompensation von Anerkennenden190
7.3.2 Patient_innen und Patient_innen – dieselben Anderen, andere Anerkennung192
7.3.3 Suche nach Anerkennung als Friseur_in – Konstruktion von Anerkennenden193
7.3.4 Suche nach Anerkennung von Männlichkeiten – der vergeschlechtlichte Andere195
7.4 Produktion und Reproduktion – Konkurrenz der (Be-) Deutung197
7.4.1 Aneignungen der ‚guten Mutter‘ – Umdeutungen der Norm197
7.4.2 Vatersein und Muttersein – die Macht vergeschlechtlichter Arbeitszeit199
7.5 Anerkennung und Zeitlichkeit – Nachträgliche Aneignungen201
7.6 Anerkennung in Arbeit203
8 Zum Schluss: Anerkennung – Subjektivierung – Hierarchien207
Literaturverzeichnis217
Dank227