: Michael Armbrust, Anja Link
: Borderline im Trialog Miteinander reden - voneinander lernen
: Junfermann Verlag
: 9783955713607
: 1
: CHF 26.20
:
: Angewandte Psychologie
: German
: 224
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die Möglichkeit eines systematischen Austauschs, einer Begegnung 'auf Augenhöhe', zwischen Borderline-Betroffenen, deren Angehörigen und Fachleuten galt lange Zeit als nicht realisierbar. Die Kommunikation und die Beziehungen zwischen den Gruppen seien von zu heftigen Emotionen geprägt, hieß es. Zum Glück aller Beteiligten wurde der Vorstoß zu einem Borderline-Trialog dennoch gewagt. Anja Link, eine der Mitinitiatorinnen, und Dr. Michael Armbrust, Fachmann für die Behandlung der Persönlichkeitsstörung, beleuchten Borderline in diesem Buch aus allen drei Blickwinkeln: Gemäß des Trialog-Gedankens wird aufgezeigt, wie Betroffene, Angehörige und Fachleute im wechselseitigen Austausch voneinander lernen und profitieren können. Die Autoren thematisieren die typischen Probleme und Herausforderungen im Miteinander, zeigen Lösungen auf und schaffen auf diese Weise ein größeres Verständnis für die Ängste und Bedürfnisse des jeweils anderen.

Michael Armbrust, Dr. med., ist ehem. Chefarzt der Schön Klinik Bad Bramstedt.
Cover1
Inhalt8
Vorwort12
1. Trialogischer Austausch – den Blickwinkel ändern, verstehen und lernen14
1.1 Betroffene, Angehörige und Fachleute an einem Tisch15
1.2 Trialog weitergedacht17
2. Zum Grundverständnis der Störung20
2.1 Borderline trialogisch betrachtet20
2.2 Historische Aspekte24
2.3 Aspekte der Neurobiologie26
2.4 Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung27
2.4.1 Bindungserfahrung28
2.4.2 Identitätsbildung29
2.4.3 Validierung und Invalidierung30
2.4.4 Selbstwertregulation31
2.4.5 Beziehungsfähigkeit34
2.4.6 Dialektische Probleme36
2.4.7 Traumatisierung37
2.4.8 Schemata39
2.4.9 Schuld41
3. Problemfelder und konkrete Auswirkungen im Alltag44
3.1 Emotionale Instabilität44
3.2 Interaktionale Instabilität – Borderline und Beziehungsgestaltung46
3.2.1 Ursprungsfamilie, Eltern und Geschwister51
3.2.2 Partnerschaft53
3.2.3 Freundschaften55
3.2.4 Beziehungen zu professionell Tätigen56
3.2.5 Alltagsbeziehungen61
3.3 Instabilität der Identität61
3.3.1 Das Ich-Empfinden61
3.3.2 Grundannahmen und innere Überzeugungen64
3.3.3 Borderline als Identität65
3.3.4 Borderline als Gefährdung66
4. Den Alltag meistern – Herausforderungen und hilfreiche Rahmenbedingungen72
4.1 Die Stagnation u?berwinden72
4.2 Stabilität und „Normalität“74
4.3 Die Suche nach dem richtigen Weg76
4.3.1 Ausbildung – Start unter erschwerten Bedingungen77
4.3.2 Herausforderungen im Beruf78
4.3.3 Perfektionismus81
4.4 Mut zum Scheitern – mit Netz und doppeltem Boden: Hilfsangebote und Unterstu?tzung84
4.4.1 (Teilzeit-)Rente85
4.4.2 Krisenmanagement inklusive Notfallkoffer86
4.5 Selbsthilfeansätze und Methoden87
4.5.1 Peers im Trialog87
4.5.2 Internetforen89
4.6 Juristische Verantwortung90
5. Mutter werden mit einer Borderline-Störung92
5.1 Persönliche Erfahrungen92
5.2 Mögliche Auswirkungen der Borderline-Störung und Unterstu?tzungsmöglichkeiten fu?r die Familien99
6. Borderline in der Adoleszenz – Pubertätskrise oder ernst zu nehmende Störung?104
6.1 Wann beginnt eine Borderline-Störung?104
6.2 Wann macht eine fachärztliche Behandlung Sinn?107
6.3 Ein Vokabular finden109
6.4 Erste-Hilfe-Maßnahmen111
7. Begleiterkrankungen und ihr Einfluss auf die Gesundung114
7.1 Fehlgebrauch von psychotropen Substanzen114
7.2 Essstörungen120
7.3 Ängste und Zwänge123
7.3.1 Soziale Ängste und soziale Phobie123
7.3.2 Posttraumatische Belastungsstörung125
7.3.3 Andere Formen von Ängsten126
7.3.4 Zwangsstörung127
7.4 Depressionen128
7.5 Impulskontrollstörungen128
7.6 Dissoziation129
7.7 Aggressionen133
7.8 Körperliche Begleiterscheinungen133
7.9 Komorbide Persönlichkeitsstörungen134
8. Psychotherapeutische Behandlung der BPS136
8.1 Therapieu?bergreifende Besonderheiten136
8.1.1 Beziehungsgestaltung zwischen Therapeutund Borderline-Patient137
8.1.2 Psychoedukation139
8.1.3 Validierung140
8.1.4 Behandlungsstruktur143
8.1.5 Therapieverträge144
8.1.6 Commitment145
8.2 Die Dialektisch-Behaviorale Therapie145
8.2.1 Dialektische Methodik146
8.2.2 Elemente einer DBT149
8.3 Andere Therapieansätze167
8.3.1 Übertragungsfokussierte Therapie (TFP)167
8.3.2 Schematherapie (ST)169
8.3.3 Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)171
8.4 Angehörige in die Therapie einbeziehen173
8.5 Umfang der Therapie: ambulant oder stationär?174
8.6 Medikamentöse Behandlung177
8.7 Psychiatrische Zwangsmaßnahmen bei Borderline178
9. Was können Angehörige (fu?r die eigene Gesundheit) tun?180
9.1 Angehörige als Mit-Betroffene181
9.2 Strategien zur Selbstfu?rsorge182
9.3 Hilfen fu?r den Umgang mit den Betroffenen186
10. Wie können Partnerschaftengelingen?188
10.1 Die Zweisamkeit in den Vordergrund stellen188
10.2 Beziehungskonstellationen189
11. „An mich hat keiner mehr geglaubt“ – Stagnation im Therapieprozess192
11.1 Wenn Hilfe von den Betroffenen abgelehnt wird193
11.2 Versorgungsrealität und die Folgen195
11.3 Die richtige(n) Diagnose(n)?197
11.4 Zielrichtung der Hilfen – Frage des richtigen Zeitpunktes198
11.5 „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“ – passive Aktivität verstehen199
11.6 Einen Ausdruck fu?r erlebtes Leid finden200
11.7 Die Last, Verantwortung zu u?bernehmen202
11.8 Einzigartig sein204
12. Älter werden mit Borderline208
12.1 Gesundung208
12.2 Symptomverschiebung211
12.3 Trauerbewältigung212
12.4 Zukunftsängste214
Literatur218
Über die Autoren224