Architektu en können geometrisch beschrieben werden. Doch inwieweit wirken geometrische Grundmuster - als formale Ordnungssysteme - auf die Erzeugung, Findung und Konzeption von Architektur zurück? Anhand exemplarischer Beispiele formaler Ordnungspraxis legt Ekkehard Drach Verschiebungen, Überlagerungen, Diskontinuitäten und Brüche offen. Er zeigt: Selbst scheinbar übersubjektive, geometrisch generative Entwurfsverfahren können nicht außerhalb ihrer Bindung an Konvention, soziale Praxis und zeitlichen Kontext verstanden werden.
Ekkehard Drach (Dr.-Ing.) arbeitet am Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte der Universität Innsbruck. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie, Praxis und Geschichte architektonischen Entwerfens. |