: Christoph Hubig
: Die Kunst des Möglichen I Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik Band 1: Technikphilosophie als Reflexion der Medialität
: Transcript Verlag
: 9783839404317
: Edition panta rei
: 1
: CHF 0.50
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: Philosophie, Religion
: German
: 302
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Ein großer Teil herkömmlicher Technikphilosophien basiert auf naturalistisch-anthropologisc en Grundvorstellungen oder Handlungskonzepten, die bereits nach einem Grundmuster von Technik modelliert und insofern »technomorph« sind. Sie reflektieren nicht den eigenen Standpunkt. Die vorliegende Untersuchung ist der Frage gewidmet, inwiefern die Technizität unserer Weltbezüge hintergehbar ist bzw. was uns wie veranlasst, den Möglichkeitshorizont des Technischen näher zu erschließen. Als »Medialität des Technischen« ist dieser Gegenstand historischer und systematischer Analysen, die im ersten Band die theoretischen, im zweiten die praktischen Aspekte der Fragestellung behandeln. Dabei werden die qualitativen Veränderungen herausgestellt, die die modernen Hochtechnologien aufweisen.

Christoph Hubig (Prof. Dr. phil.) lehrt Praktische Philosophie und Technikphilosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaftstheorie, Kultur- und Technikphilosophie sowie anwendungsbezogene Ethik.
Inhalt7
Vorwort11
1 Einleitung15
1.1 Problemstellung und Absicht15
1.2 Der Ort der Technikphilosophie als Disziplin23
1.3 Leitbegriffe27
2 Problemgeschichte37
2.1 Mythische Bilder des Technischen und vorsokratische Technikkonzepte37
2.2 Technik und Medialität bei Plato41
2.3 Aristoteles: Technik und die Verfasstheit des Menschen48
2.4 Stoa: Technik als System unter dem Logos der Natur53
2.5 Mittelalter: Von der göttlichen zur menschlichen natura naturans55
2.6 Neuzeit: Verwissenschaftlichung der Technik und neue Systemkonzepte61
2.7 Von Kant zu Hegel71
3 Technomorphe Philosophie, technomorphe Technikphilosophie und mögliche Alternativen77
3.1 Von den Metaphysiken zur philosophischen Anthropologie78
3.2 Philosophische Anthropologien der Technik82
3.3 Weitere technomorphe Typen von Technikphilosophie93
3.4 Martin Heideggers radikale Alternative99
4 Technik als Inbegriff der Mittel: Zur Dialektik einer »technizistischen Verkürzung« des Handelns107
4.1 Philosophie der Mittel(haftigkeit)107
4.2 Mittel und Zwecke113
4.3 Defizite des praktischen Syllogismus121
4.4 Hegels Reflexion des Bewirkens-Modells des Handelns125
4.5 Kulturpessimistische und kulturoptimistische Deutung135
4.6 »Technizistische Verkürzung« des Handelns revisited139
5 Medialität der Technik: Strukturierte Möglichkeitsräume als System143
5.1 Alles oder nichts – Medium als absolute Metapher143
5.2 Analoge Verwendungen von »Medium« und »Spur«148
5.3 Medialität des Technischen155
5.4 Medialität und Möglichkeit – die Möglichkeit der Möglichkeiten165
5.5 Strukturierte Möglichkeit als System171
5.6 Die Virtualisierung der Technik und der Verlust der Spuren – Intelligente Handlungsumgebungen und Biofakte183
6 Technik als Paradigma: Technische Rationalität und technomorphes Wissen193
6.1 Naturwissenschaftliches und technisches Wissen193
6.2 Technische Mittel als »äußere« oder »innere« Modelle198
6.3 Felder und Typen des Abduzierens204
6.4 Abduktionen im Bereich der Technik207
6.5 Die Rolle der Mittel für die Reflexion214
6.6 Invention und Innovation – Konzeptionen von Kreativität in der Technikphilosophie218
6.7 Das »Verstand-Vernunft-Tandem« in der Technikgestaltung223
7 Natur, Kultur, Technik: Das Handeln und seine Schemata229
7.1 Von den Inbegriffen zu den Reflexionsbegriffen229
7.2 Natur und Technik234
7.3 Kultur und Technik237
7.4 Selbstverständlichkeit der Kultur und Verluste reflexiver Orientierung246
7.5 Das Scheitern der klassischen »List der Vernunft« und ein neuer Pragmatismus256
7.6 Zusammenfassung259
8 Epilog: Die Kunst des Möglichen und die Möglichkeit der Kunst261
8.1 Instrumenteller und ästhetischer Einsatz von Artefakten – Strikte und metaphorische Exemplifikation261
8.2 Schemata in ästhetischer Anmutung265
8.3 Anschauungen der Medialität oder: Sind wir zur Technomorphizität verurteilt?270
Literatur275