Erwerbsarbeit und ein Feld multipler Körper - Karen Wagels konzeptualisiert Geschlecht aus einer subjekttheoretischen Perspektive und nimmt dabei Prozesse der Verkörperung in ihrer Dynamik und grundlegenden Relationalität in den Blick. Ausgehend von Interviews mit Menschen, die aus unterschiedlichen sexuell-geschlechtlichen Selbstpositionierungen ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen in Erwerbsarbeitskontexten beschreiben, macht die empirische Studie heteronormative Strukturen in ihren machtvoll produktiven Anteilen wie auch in ihrer Veränderbarkeit sichtbar. Zugleich wird ein fundiertes Verständnis sexuell-geschlechtlicher Subjektivierungsweisen in und durch Erwerbsarbeit ermöglicht.
Karen Wagels (Dr. phil.) hat an der Philipps-Universität Marburg promoviert. Sie forscht an der Universität Kassel zu einem diskurstheoretischen Zugang zu Gesundheit, Normalität und Geschlecht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Körper und Materialität, Gender und Queer Studies, Differenz und Poststrukturalismus. |