: Isolde Albrecht
: Sprache, Arbeit und geschlechtliche Identität Wie moderne Arbeitsbegriffe alte Geschlechtslogiken transportieren. Eine sprachgeschichtliche und psychologische Studie
: Transcript Verlag
: 9783839409411
: Gender Studies
: 1
: CHF 20.40
:
: Sonstiges
: German
: 390
: Wasserzeichen
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: PDF
Welche psychologische Rolle spielt die Sprache bei der subjektiven Verstetigung altüberlieferter Identitätsmuster? Und was hat die Entgegensetzung von Ratio und Empathie mit historischer Sprachentwicklung zu tun? Mit Blick auf die Historizität und denkstrukturierende Wirkung der Sprache deckt dieses Buch die geschlechtliche Semantik sozialer und technischer Arbeitsbegriffe auf. Im Anschluss an sprach- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zeigt die Analyse berufskundlicher Texte, dass moderne Arbeitsbegriffe Geschlechtsdeutungen und Verallgemeinerungslogiken übermitteln, deren sozialgeschichtliche Entstehung bis in die Renaissance zurückreicht und die erhebliche (denk-)psychologische Konsequenzen nach sich ziehen.

Isolde Albrecht (Dr. phil.), Sozialarbeiterin und Dipl.-Pädagogin, lehrt an der Evang. Fachhochschule und der Technischen Universität Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Psycholinguistik, Berufspädagogik und Gender.
INHALT5
1 Einleitung11
TEIL I. ENTWICKLUNG UND BEDEUTUNG DES HEGEMONIALEN ARBEITSBEGRIFFS25
2 Zur Geschichte des neuzeitlichen Verständnisses der Arbeit und des rationalen Subjektes27
2.1 Zum Aufstieg hervorbringender Arbeit28
2.2 Objektivierung der Natur und das konstruktive Subjekt30
2.3 Produktive Arbeit, als wertebildende, subjektkonstituierende Tätigkeit34
2.4 Das individuelle Subjekt und der Gegensatz von Ratio und Emotion36
3 Exkurs: Vergegenständlichende Arbeit, Subjektreflexion und die begrifflose Frau in Hegels Phänomenologie45
3.1 Subjekterkenntnis und Selbstbewusstsein durch produktive Arbeit48
3.2 Sachliche Arbeit und herrschaftliche Interessen53
3.3 Zucht oder Verantwortung?55
3.4 Das weltliche Gesetz des Mannes und das göttliche Gesetz der Frau57
TEIL II. SPRACHE ALS MITTEL DER KOMMUNIKATION UND DES DENKENS63
Vorbemerkung65
4 Wygotski und die Kulturhistorische Schule67
4.1 Methodologische Grundannahmen70
4.2 Erkenntnistheoretische Probleme der Psychologie71
Methodische Postulate75
5 Kulturhistorische Entwicklung der höheren psychischen Funktionen79
5.1 Zum Verhältnis von naturgeschichtlicher und kultureller Entwicklung79
5.2 Kulturelle Entwicklung als instrumentell vermittelter Prozess82
5.3 Sozialer Ursprung der Zeichen und der höheren psychischen Funktionen85
5.4 Soziale Struktur des sprachlichen Zeichens86
6 Genetische Wurzeln von Denken und Sprechen91
6.1 Naturgeschichtliche Wurzeln von Denken und Sprechen92
6.2 Handlungspraktisch-soziale Sprachgenese93
Modalitäten des Spracherwerbs93