Surrealismus und Film Von Fellini bis Lynch
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Michael Lommel, Isabel Maurer Queipo, Volker Roloff
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Surrealismus und Film Von Fellini bis Lynch
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Transcript Verlag
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9783839408636
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Medienumbrüche
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1
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CHF 23.90
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Bildende Kunst
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German
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326
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Wasserzeichen
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PDF
Dieser Band bezieht sich auf die Phase der Filmgeschichte von der Nouvelle Vague (um 1960) bis zum Kino der Gegenwart. Seine Ausgangsüberlegung lautet, dass sich der Surrealismus nicht auf die Zeit der Avantgarden der 1920er und 30er Jahre einschränken lässt, sondern bis heute filmische und intermediale Spielformen hervorbringt. Im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung der Kinoindustrie findet man surrealistische Filme bzw. Elemente im Weltkino von Hollywood bis Hongkong, vom Mainstream- bis zum Independentkino. Die Beiträger_innen konzentrieren sich auf Regisseure, die aktuelle Erscheinungsformen einer Ästhetik des Surrealen reflektieren - u.a. Almodóvar, Fellini, Godard, Greenaway, Herzog, Kubrick, Lynch, Welles. Dabei werden exemplarische Filme analysiert, um Aspekte surrealistischer Filmkunst im Õuvre der jeweiligen Filmemacher zur Diskussion zu stellen. Das Interesse liegt besonders in den Aktualisierungen des Surrealismus im (post-)modernen Film, in surrealen Spiel- und Assoziationsformen einer karnevalesken Polyphonie.
Michael Lommel (Dr. phil.) ist Privatdozent an der Universität Siegen und Mitarbeiter im Forschungskolleg »Medienumbrüche«. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medienästhetik, Theater- und Filmtheorie. Isabel Maurer Queipo (Dr. phil.) lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Siegen und ist im Projekt »Intermedialität im europäischen Surrealismus« innerhalb des Kulturwissenschaftlichen Forschungskollegs »Medienumbrüche« tätig. Volker Roloff (Dr. phil.) ist Professor für romanische Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Intermedialität, europäische Avantgarden, französische und spanische Theater- und Filmgeschichte.
Inhalt
5
Einleitung
7
Medienexperimente nach den Avantgarden
19
Federico Fellinis kristalline Inszenierung der Komik, des Eros’ und des Traums: Giulietta degli spiriti
37
Interferenzen im filmischen Raum – zur kombinatorischen Filmkunst von Jean-Luc Godard
49
„C’è qualcosa terribile nella realtà“ – Traumanaloge Wahrnehmungsmodi im Kino von Michelangelo Antonioni im Rekurs auf Traditionen des surrealistischen Kinos
65
Orson Welles und/oder Vérités et mensonges/F for Fake
75
Rigoletto im Regenwald. Monade, Mythos und Manierismus im Werk von Werner Herzog
89
Surrealistische Fallgruben in Pedro Almodóvars Entre tinieblas– Das Kloster zum heiligen Wahnsinn
119
Imagination in Prospero’s Books
137
Durch den Zauberwald des Wilden Westens. Zur Rezeption surrealistischer Filmexperimente in Jim Jarmuschs Dead Man
161
Entgleisung im Salon. Kubricks Eyes Wide Shut nach Schnitzlers Traumnovelle
187
Tarsem Singhs The Cell – Surrealistische Frauenentwürfe zwischen Traum und Wirklichkeit
205
Die Erkaltung der Restwärme. Surreale Milleniumsbilder in Songs from the second floor
223
Spielformen des Surrealen in Jean-Pierre Jeunets Kinowelt
239
‚Surrealism goes Hollywood‘: Julie Taymors Frida
251
„Ich sehe was, was du nicht siehst.“ Guillermo del Toros Pans Labyrinth und die Ästhetik des Surrealen
271
Surreale und surrealistische Elemente in David Lynchs Fernsehserie Twin Peaks
281
David Lynchs Lost Highway als surrealistischer Film
301
Autoren
315