: Christine Regus
: Interkulturelles Theater zu Beginn des 21. Jahrhunderts Ästhetik - Politik - Postkolonialismus
: Transcript Verlag
: 9783839410554
: Theater
: 1
: CHF 24.00
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: Sonstiges
: German
: 298
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Das Theater ist seit jeher von interkulturellem Austausch geprägt. Besonders die Avantgarden des 20. Jahrhunderts verdeutlichen, dass die Begegnung mit dem kulturell Andersartigen immer wieder zu radikal neuen Ästhetiken geführt hat. Theater ist aber nicht bloß eine Kunstform: Es hat stets auch eine politische Dimension. Umso mehr erstaunt es, dass die Wissenschaft über Jahre interkulturelles Theater kaum beachtet hat - trotz der Diskussionen interkultureller Probleme im Zeitalter der Globalisierung. Hier eröffnet sich ein Feld für kultur- und theaterwissenschaftliche Reflexion, das neuer Ansätze bedarf - vor allem für das Verhältnis von Ästhetischem und Politischem. Während das Politische oft in den Stoffen einer Aufführung gesehen wird, weist dieses Buch nach, dass das Ästhetische im interkulturellen Theater immer zugleich das Politische ist. Es beschreibt aktuelle Formen der Verflechtung differenter Theaterkulturen aus Asien, Süd- und Nordamerika und entwickelt dabei die theoretischen Grundzüge einer postkolonialen Ästhetik interkulturellen Theaters.

Christine Regus (Dr. phil.) studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie. Sie ist Pressesprecherin des Goethe-Instituts und lebt in Berlin.
INHALT5
Einleitung9
THEORIE INTERKULTURELLEN THEATERS17
Ausgangspunkt, Kontext, Begriffsbestimmung17
Ong Keng Sens Lear: Eine neue Form interkulturellen Theaters20
Interkulturelles Theater in der Wissenschaft26
Begriffsbestimmung33
Zur politischen und historischen Dimension interkulturellen Theaters45
Kolonialismus als historische Rahmenbedingung46
Ausbeutung des Fremden: Postkoloniale Kritik59
Interkulturelles Theater als politisches Theater89
Ästhetische Aspekte interkulturellen Theaters und ihre methodischen Konsequenzen94
Anknüpfungspunkte in der Theaterwissenschaft95
Die spezifische Herausforderung: Das Performative als das Andere97
INTERKULTURELLES THEATER HEUTE: BEISPIELE113
ZUR PERFORMATIVITÄT VON IDENTITÄT- Searching for Horne113
Die Inszenierung Searchingfor Horne von Ralph Lernen114
Theater in Schwarz/Weiß - Kulturelle Repräsentationspolitik117
Zur performativen Konstitution von Identität136
Nach der Vermessung der Welt: Zur Performativität von Raum151
Vom Kontrast zur Grenzüberschreitung163
GESCHICHTE TANZEN, DAS TRAUMA BEZEUGEN- Erzählen vom Selbst in Beyond the killing fields166
Die Inszenierung Beyond the killing field von Ong Keng Sen166
(Wieder-)erfundene Traditionen, kollektives Erinnem,performing arts172
Beyond the killingfields als Doku-Performance194
Vom Zuschauer zum Zeugen216
ZWISCHEN EIGENEM UND FREMDEN: TRANSLATION, TRANSFORMATION, FREMDVERSTEHEN-EI automóvil gris220
Die Inszenierung EI automóvil gris von Claudio Valdes Kuri221
Fremdheit und Übersetzung als Schlüsselprobleme226
Transformatives Spiel der Sprachen235
Fremdverstehen in El automóvil gris251
Vom Übersetzen zum Denken des Anderen264
Zu einer postkolonialen Ästhetik interkulturellen Theaters267
LITERATUR278