: Ursula Màhçàyazgan
: Der Irrtum im Geschlecht Eine Studie zu Subjektpositionen im westlichen und im muslimischen Diskurs
: Transcript Verlag
: 9783839408155
: Gender Studies
: 1
: CHF 23.90
:
: Sonstiges
: German
: 290
: Wasserzeichen
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: PDF
Lässt sich die kulturelle Dimension der Geschlechterdifferenz untersuchen, ohne »Kultur«, »Geschlecht« und ein Subjekt vorauszusetzen? Diese Studie nimmt die in neueren feministischen und postkolonialen Arbeiten formulierte Essentialismus-Kritik auf und weist einen Ausweg über die Diskurstheorie Foucaults. Sie eröffnet einen methodisch innovativen Zugang, indem sie die Anwendung der Diskursanalyse auf Interviewtexte vorführt. Außerdem zeigt sie auf, wie die Subjektpositionen für »Mann« und »Frau« im westlichen und im muslimischen Diskurs reguliert werden - und bietet damit eine neue Perspektive auf Fragen von hoher politischer Brisanz.

Ursula Màhçàyazgan (PD Dr. phil.) lehrt Kultursoziologie an der Universität Hamburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kulturtheorien, Geschlechterforschung sowie Sozialisations- und Bildungstheorien.
Inhalt5
Vorwort7
Die Projektidee und ihre Vorgeschichte11
Die Zielsetzung des Projekts11
Das Modell der Trennungslinien13
Foucaults »Geschichte der Gegenwart«21
Das »Begehrenssubjekt«23
Kritik an Kontinuitätsannahmen29
Andere Kulturen bei Foucault35
Butlers Gender Trouble38
Die Forschungsfrage des Projekts42
Die Prüfung der Grundannahmen45
Das Problem der Differenz(-annahmen)45
Die Annahme der Geschlechterdifferenz47
Die sex/gender-Unterscheidung49
Gleichheit und Differenz53
Der »Streit um Differenz«56
Zusammenfassung und Schlussfolgerung65
Die Annahme der kulturellen Differenz71
Feministische Kritiken am Kultur-Konzept76
Kulturanthropologie ohne »Kultur«?96
Zusammenfassung107
»Konstruktion« und »Dekonstruktion«113
Exkurs: Der Konstruktionsgedanke in den Neurowissenschaften113
»Realisten« vs. »Konstruktivisten«116
Die Konstruktion der Wirklichkeit119
Radikaler Konstruktivismus vs. Poststrukturalisms124
Exkurs: Poststrukturalismus als »Dekonstruktivismus«?130
Sozialer Konstruktivismus als »Wirkungsforschung«132
Konstruktion als Metapher140
Das Subjekt in (»de«-)konstruktivistischen Ansätzen143
Haraways (»de«-)konstruktivistischer Ansatz144
Die Macht im Wissenschaftsfeld149
Das Hybride in (»de«-)konstruktivistischen Ansätzen158
Das Hybride als »Effekt der Kolonialmacht«161
Butlers Umdeutung des Konstruktionsbegriffs167
Zusammenfassung172
Diskurstheorie und Diskursanalyse175
Eine »dichotome Tabelle«175
Kritik an diskurstheoretischen Analysen178
Diskursanalyse als hermeneutisches Verfahren?178
Das Subjekt als »Kreuzungspunkt« von Diskursen?182
Wiederholen als »Effekt« des Befehls bei Butler193
Theatralische performances und die Performanz194
Geschlechtsidentität als Befehl197
Der Befehl und die Regeln bei Foucault203
Das diskurstheoretische Modell208
Zum Auffinden der Regeln des Sprechens213
Die Typologie der Wiederholungen213
Der Rückgriff auf die Interaktionsebene217
Zur Pluralität der Regeln und der Diskurse220
Zur Erweiterung des diskurstheoretischen Ansatzes226
Zusammenfassung231
Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Zwei Regelpaare235
Die Regeln für »Frau« und »Mann«235
Die Position des Subjekts und die Subjektposition239
Exkurs: Die Regeln in schriftlichen Irrtumsdarstellungen241
Die Asymmetrie in den Regelpaaren253
Das Regelpaar im muslimischen Diskurs253
Das Regelpaar im westlichen Diskurs255
Der »totalisierende Gestus« bei Butler258
Exkurs: »Alles-Sagen« vs. »Schön-Sagen«261
Zu Mischformen aus den Regeln264
Zusammenfassung265
Fazit271
Literatur275