: Jan Kruse
: Arbeit und Ambivalenz Die Professionalisierung Sozialer und Informatisierter Arbeit
: Transcript Verlag
: 9783839402306
: Sozialtheorie
: 1
: CHF 23.90
:
: Soziologie
: German
: 370
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die Soziale Arbeit befindet sich in einer Sackgasse: Innerhalb ihrer fortwährenden Identitätssuche verliert sie sich in modernistischen Professionalisierungsanforder ngen. Das Ziel der Studie besteht deshalb darin, auf der Grundlage einer diskursanalytischen Kritik der professionstheoretischen Diskussionen ein zum gegenwärtig herrschenden Mainstream alternatives Professionalisierungsverständ is zu entwerfen, indem die Praktiken Sozialer Arbeit als subjektivierendes Arbeitshandeln untersucht und mit denen einer ganz anderen Berufsgruppe verglichen werden: mit den Praktiken von Arbeitskräften aus Informations- und Kommunikationsdienstleistunge !

Jan Kruse, geb. 1974, ist Dipl.-Sozialpädagoge, promovierte an der Universität Freiburg im Fach Soziologie und ist derzeit tätig als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Soziologie der Universität Freiburg.
Inhalt5
Einleitung9
1. Zu den Diskursen über Soziale Arbeit: Vom Ende der Bescheidenheit zum Ende der Hermetik19
1.1 Die Wissenschaft Sozialer Arbeit auf der Suche nach sich selbst21
1.2 Die Profession Sozialer Arbeit auf der Suche nach Anerkennung24
1.3 Ein postmoderner Entwurf Sozialer Arbeit29
1.4 Die disziplinierende Simulation Sozialer Arbeit36
1.4.1 Das Simulationsprinzip von Baudrillard - zur Herrschaft des Codes38
1.4.2 Disziplinarmacht bei Foucaultdas sich selbst an die Kette legende Selbst42
1.5 Resümee49
2. Fallarbeit 1: Die Bedeutung von Arbeit im Postfordismus51
2.1 Subjektive Deutungsmuster von Arbeit56
2.2 Die drei Charaktere von Arbeit64
2.3 Arbeit und Ambivalenz- oder: Im Westen nichts Neues?73
2.4 Disziplinierende Simulationder Anfang der Arbeit ohne Ende77
2.5 Resümee82
3. Zur Subjektivierung von Arbeit: Die forschungsleitenden Konzepte85
3.1 Sechs Dimensionen der Subjektivierung von Arbeit86
3.2 Die Subjektivierung von Arbeit als ein Prozess der disziplinierenden Simulation100
3.3 Zu den forschungsleitenden Konzepten der Studie108
3.4 Resümee118
4. Zu den Diskursen über luK-Arbeit: Subjektivierung als Professionalisierung121
4.1 Der Wandel der IT -Arbeit zur luK-Arbeit123
4.2 Mensch und Computer: luK-Arbeit zwischen Subjektivierung und Formalisierung128
4.3 Virtualisierung von Arbeit und Kommunikation134
4.4 Resümee143
5. Explikation der Forschungsmethode145
5.1 Leitfadeninterviews: Dilemma zwischen Strukturierung und Offenheit146
5.2 Vorstellung der Leitfragebögen151
5.3 Vorstellung der Interviewfälle155
5.4 Explikation der Analysemethode162
6. Fallarbeit II: Arbeitshandeln in der Sozialen Arbeit165
6.1 Subjektivierendes und erfahrungsgeleitetes Arbeitshandeln in der Sozialen Arbeit165
6.1.1 Soziale Arbeit als Arbeit an der ,Mensch-Mensch-Schnittstelle'169
6.1.2 Erfahrung und Intuition im sozialarbeitefischen Arbeitshandeln176
6.1.3 Die Bedeutung der Persönlichkeit191
6.1.4 Implizites und explizites Wissen194
6.2 Soziale Arbeit als Kommunikationsarbeit198
6.2.1 Die Zentralität des Gesprächs199
6.2.2 Das Gespräch als ,virtuelle Realität'206
6.2.3 Soziale Arbeit als Kommunikationsarbeit aus systemtheoretischer Perspektive209
6.3 Soziale Arbeit als Netzwerkhandeln213
6.4 Arbeitsverständnisse und Professionalisierungsbilder218
6.4.1 Die Historizität der Arbeitsverständnisse als Professionalisierungshindemis?218
6.4.2 Ambivalenzen und Widersprüche der Professionalisierung221
6.4.3 Die Professionalisierung Sozialer Arbeit als disziplinierende Simulation232
6.5 Resümee246
7. Fallarbeit III: Arbeitshandeln in der IoK-Arbeit249
7.1 Subjektivierendes und erfahrungsgeleitetes Arbeitshandeln in der IuK-Arbeit250
7.1.1 Subjektive Technikkonstruktionen im ,Bermudadreieck Mensch-Computer-Mensch'251
7.1.2 Die Kommunikativität der Dreiecksbeziehung Mensch-Computer-Mensch270
7.1.3 Komponenten subjektivierenden Arbeitshandeins274
7.2 IuK-Arbeit als Kommunikationsarbeit295
7.2.1 Diskursivität und Kommunikativität der Arbeit295
7.2.2 Zur Bedeutung des Irrtemets299
7.2.3 Eselsbrücken für Bits und Bytesdie Analogisierung des Digitalen301
7.3 IuK-Arbeit als Netzwerkhandeln302
7.4 Arbeitsverständnisse und Professionalisierungsbilder304
7.4.1 Die Dienstleistungsmentalität305
7.4.2 Die Dienstleistungsmentalität als prekäre Subjektivierungsbasis308
7.4.3 Sozialpsychologisierende Arbeitsverständnisse311
7.4.4 Das Dolmetscherverständnis315
7.4.5 Das Professionalisierungsdilemma316
7.4.6 Formalisierung und Anthropomorphisierung317
7.5 Resümee319
8. Komparative Verdichtung321
8.1 Subjektivierendes und erfahrungsgeleitetes Arbeitshandeln322
8.2 Kommunikationsarbeit324
8.3 Netzwerkarbeit326
8.4 Arbeitsverständnisse und Professionalisierungsbilder327
8.5 Die Grenzen der Komparation329
8.6 Zur Problematik der beruflichen Identität331
Schluss337
Anhang341
Literaturverzeichnis349