: Miriam Dreysse
: Mutterschaft und Familie: Inszenierungen in Theater und Performance Inszenierungen von Mutterschaft und Familie in bildenden Künsten und Theater der Gegenwart
: Transcript Verlag
: 9783839430545
: Theater
: 1
: CHF 35.50
:
: Bildende Kunst
: German
: 372
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Even though gender roles and family structures have radically changed in recent years, images of mothers and families in everyday culture are still often strongly shaped by the model of the bourgeois nuclear family and Christian traditions. Miriam Dreysse unpacks these traditions of representation and investigates contemporary theater and performance - as well as examples from dance, photography and video art - in her discussion of motherhood and family. Sophisticated performance analyses (Pollesch, She She Pop, Rimini Protokoll et al.) enable a gender-critical reading of contemporary theater and with this, give German theater studies a decisive push.

Miriam Dreysse (Dr. phil. habil.) lehrt Theaterwissenschaft u.a. an der Universität der Künste Berlin. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Universität Gießen und habilitierte sich an der Universität Hildesheim. Ihre Forschungsschwerpunkte sind zeitgenössisches Theater und Performance sowie Gender Studies.
Inhalt5
Einleitung9
TEIL I: VISUELLE KONSTRUKTIONEN VON MUTTERSCHAFT31
1. Vor-Bilder33
1.1 Mutterbilder in kommerzieller Werbung und Ratgeberliteratur33
1.2 Die Inszenierung der Mutter in der politischen Werbung44
1.3 Madonnenbilder in der christlichen Ikonografie50
2. Mütterlichkeit in Performance und bildender Kunst der 1970er Jahre63
2.1 Rollenbilder: Die Hausfrau und Mutter63
2.2 Mütterlichkeit als symbolische Produktivität: Carolee Schneemann69
2.3 Medienbilder – Selbstbilder: Ulrike Rosenbach75
2.4 Mary Kellys Post-Partum Document85
3. Selbstinszenierung mit Kind: Mutterschaft in Fotografie und Videokunst99
3.1 Cindy Sherman102
3.2 Birgit Dunkel105
3.3 Judith Samen108
3.4 Daniela Comani114
3.5 Candice Breitz: Mother and Father116
TEIL II: FAMILIE UND THEATER IM 18. JAHRHUNDERT101
1. Die Entwicklung der bürgerlichen Kleinfamilie123
1.1 Familie als Gefühlswert126
1.2 Die Polarisierung der Geschlechterrollen130
1.3 Die Rolle der Mutter134
1.4 Familienbilder in der bildenden Kunst141
2. Die Familie im bürgerlichen Trauerspiel151
2.1 Zur Theatertheorie Diderots155
2.2 Zur Theatertheorie Lessings159
2.3 Miß Sara Sampson163
2.4 Emilia Galotti169
2.5 Die Darstellung der Mutter im Trauerspiel185
2.6 Kleinfamilie und geschlossene Repräsentation196
2.7 Denaturalisierung der Kleinfamilie: Thalheimers Emilia Galotti200
TEIL III: INSZENIERUNG VON MUTTERSCHAFT UND FAMILIE IM ZEITGENÖSSISCHEN THEATER207
Vorbemerkung209
1. Mutterschaft und Familie bei Rimini Protokoll213
1.1 Mediale Inszenierungen: Sabenation214
1.2 Zur Frage der Herkunft: Black Tie218
2. Die Kleinfamilie als Hort der Gewalt223
2.1 Die inzestuöse Familie: Conte d’Amour224
2.2 Die Wiederkehr des Verdrängten: John Gabriel Borkman235
3. Familie und heterosexuelle Norm: Familienbande von Lola Arias247
3.1 Puppenhaus248
3.2 Familienbilder250
3.3 Die Normalisierung der Familie258
4. Chosen Families263
4.1 Chosen Family Portraits267
4.2 Queer as Folk – Queere Familienverhältnisse?271
4.3 Chosen Families in den darstellenden Künsten275
4.3.1 Eszter Salamon: Reproduction276
4.3.2 Alain Platel: Gardenia282
4.3.3 Künstlerzwillinge: deufert282
289282
5. Familiendarstellungen bei She She Pop295
5.1 Väter und Töchter: Testament295
5.2 Die Geister der Familie: Familienalbum301
5.3 Das Performance-Kollektiv als Chosen Family311
6. Die Denaturalisierung von Mutterschaft bei René Pollesch317
6.1 Heterosexualität, Arbeit und Zuhause317
6.2 Die Dekonstruktion der Familie324
6.3 Der Wunsch nach Unmittelbarkeit328
6.4 Familie und die Anderen: L’Affaire Martin etc333
6.5 Die Gruppe der Performer als Chosen Family336
7. Reformulierung von Verwandtschaft im zeitgenössischen Theater341
Schlussbemerkung347
Anhang353
Literatur353
Filme und Videos365
Theateraufzeichnungen365
Dank367