: Thomas Jung
: Die Seinsgebundenheit des Denkens Karl Mannheim und die Grundlegung einer Denksoziologie
: Transcript Verlag
: 9783839406366
: Sozialtheorie
: 1
: CHF 23.90
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: Sonstiges
: German
: 324
: Wasserzeichen
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: PDF
Das Werk des soziologischen Klassikers Karl Mannheim ist bisher primär unter zwei Lesarten rekonstruiert worden: einer ideologischen und einer wissenssoziologischen. Die wissenssoziologische Lesart ist dabei die Interpretationsweise, die noch bis heute die Rezeption dominiert. Diese Interpretationsstudie praktiziert einen dritten Weg der Werkrekonstruktion. Ausgehend von der Mannheim'schen These der prinzipiellen Seinsgebundenheit des Denkens werden seine Schriften als Grundlegung einer Denksoziologie gelesen, bei der die soziologische Analyse der sozialen Funktionalität von Denk- und Weltanschauungsweisen im Vordergrund steht. Mannheim und sein Werk werden so als ein Dokument eines soziologischen Erkenntnis- und Denkskeptizismus rekonstruiert, dessen basale Argumentationsstruktur beständig zwischen Synthese und Agonalität oszilliert. Dieses Buch stellt zudem eine systematische Aufarbeitung der inhaltlichen wie methodischen Grundkategorien der Mannheim'schen Soziologie dar, sodass es zugleich als grundlegende Einführung in das Werk Karl Mannheims für Studierende der Sozial- und Kulturwissenschaften genutzt werden kann.

Thomas Jung (Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Universität Oldenburg. Seine Forschungsfelder sind: Soziologie des Intellektuellen, Kultursoziologie und Kultursemiotik.
Inhalt0
O. Vorwort7
1. Einleitung13
2. Biografische Orte und intellektuelle Ortlosigkeit25
2.1. Biografie erzählen25
2.2. Biografische Orte und Kreiserfahrungen28
2.2.1. Budapest28
2.2.2. Heidelberg34
2.2.3. Frankfurt41
2.2.4. London47
2.3. Intellektuelle Ortlosigkeit und Fremdheitserfahrung52
2.3.1. Jüdische Mentalität53
2.3.2. Intellektuelle Melancholie63
3. Epistemologische Prämissen67
3.1. Wahrheitswert75
3.2. Relationales Denken93
3.3. »Konjunktives Erkennen«110
4. Grundkategorien119
4.1. Seinsgebundenes Denken120
4.2. Weltanschauung141
4.3. Ideologie172
5. Grundbegriffe und Methode der soziologischen Interpretation187
5.1. Grundbegriffe der soziologischen Interpretation188
5.1.1. Denkstil190
5.1.2. Funktionalität206
5.1.3. Sinn217
5.2. Sinnentsprechung als methodisches Prinzip223
5.2.1. Drei Sinnarten225
5.2.2. Immanente und nichtimmanente Interpretation239
6. Begriff und Funktion des Intellektuellen249
6.1. Begriff des Intellektuellen250
6.2. Gesellschaftliche und historische Funktion des Intellektuellen262
7. Zwischen den Fronten: zweierlei Kritik an K. Mannheim273
7.1. Die Kritik von E. R. Curtius276
7.2. Die Kritik von M. Horkheimer und T. W. Adorno280
8. Schlussbemerkung: Zwischen Agonalität und Synthese?297
Literaturverzeichnis307