Überfluss und Überschreitung Die kulturelle Praxis des Verausgabens
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Christine Bähr, Suse Bauschmid, Thomas Lenz, Oliver Ruf
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Überfluss und Überschreitung Die kulturelle Praxis des Verausgabens
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Transcript Verlag
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9783839409893
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Literalität und Liminalität
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1
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CHF 21.30
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Belletristik
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German
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246
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Wasserzeichen
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Das Moment des Verausgabens zeichnet sich in einer Überschreitung ab, die Grenzen und Grenzziehungen zugleich in Frage stellt und (neu) formiert. Als Verausgabung ist wahrnehmbar und beschreibbar, was die Begrenzungen gegebener Ressourcen überwindet und einen vorhandenen Status quo überbietet. Phänomene des Exzesses und des Rausches ebenso wie des Wettbewerbs und des Überflusses thematisieren die Grenzen des Notwendigen, der Kontrolle wie auch der Souveränität. Die Beiträge des Bandes verfolgen Spuren des Verausgabens in Sprache und an Körpern, in den Feldern der Literatur, der Künste und der Medien.
Christine Bähr (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Trier. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dramatik und Theater (insb. der Gegenwart), Literaturtheorie sowie die Schnittstelle Literatur/Zeitdiagnostik. Suse Bauschmid (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt »Historische Syntax des Jiddischen«, Jiddistin und Literaturwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Drama der jüdischen Aufklärung, ältere jiddische Literatur sowie komparatistische Untersuchungen zur jiddischen und deutschen Literatur. Thomas Lenz (Dr. phil.) arbeitet als »Assistant-chercheur« an der Universität Luxemburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Konsumsoziologie und der (historischen) Bildungsforschung. Oliver Ruf (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die deutschsprachige Literatur des 18.-21 Jahrhunderts (insb. der Gegenwart), Literatur- und Medientheorie sowie angewandte Literaturwissenschaft.
INHALT
5
Die kulturelle Praxis des Verausgabens. Einleitung
7
Verausgabung, Erschöpfung und andere Müdigkeitszustände. Vom Mythos beständiger Missernten im Weinberg der Geisteswissenschaften
13
Ökonomie der Vergeudung. Die Figur des Verausgabens bei Georges Bataille
27
LEBEN IM ÜBERFLUSS
41
Überflusskultur und Wachstumshunger. Verausgabungen in Arbeits- und Konsumgesellschaft
43
Kulturindustrie — vermasste Kultur — Jazz
59
Warenhauskönig und Kinoprinzessin. Konsum- und Kulturkritik in den Warenhaus- und Filmromanen der Kaiserzeit
73
Christian Krachts Faserland an den Grenzen der Erlebnisgesellschaft
89
ÜBERSCHREITUNGEN DES KÖRPERS
107
Dicksein. Armut und Medien. Selbstführungsfernsehen und die Unterschichtendebatte
109
»Zu Tode erschöpft«. Sportromane als Verausgabungsnarrative (1900—1933)
125
Sterben im Überfluss: Luxus und Lustmord in Hollywood-Mainstream-Filmen seit den 90er Jahren
139
Verausgabung und Souveränität. Die Performance Light/Dark von Marina Abramovi? und Ulay
159
SPRACHE DER VERAUSGABUNG
171
»Bin die Verschwendung, bin die Poesie«. Überfluss und Verausgabung in Goethes Faust und seinen Kontexten
173
»Un drame dans la langue française.« Verausgabungsprozesse im literarischen Theater von Valère Novarina
193
Die Bändigung der kulturellen Vielfalt. Der Umgang mit dem sowjetischen Kulturerbe in Timur Kibirovs poetischer Collage ›Durch Abschiedstränen‹ (Skvoz’ proš?al’nye slëzy)
207
Die Begrenzungen des Textflusses. Vom Urheberrecht der Gutenberg-Galaxis zur Wissensallmende im World Wide Web?
223
Autorinnen und Autoren
239