: Johannes Giesinger
: Autonomie und Verletzlichkeit Der moralische Status von Kindern und die Rechtfertigung von Erziehung
: Transcript Verlag
: 9783839407950
: Pädagogik
: 1
: CHF 18.60
:
: Soziologie
: German
: 218
: Wasserzeichen/DRM
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Drei Fragen stehen im Zentrum dieser Studie: Erstens wird nach dem moralischen Status von Kindern gefragt, zweitens nach dem angemessenen Verständnis der Begriffe »Kind« und »Kindheit« sowie drittens nach der Legitimität pädagogischer Eingriffe. Pointierte Antworten auf diese - untereinander eng verknüpften - Fragestellungen werden im Rahmen einer eigenständigen Argumentation entwickelt, die sich an den aktuellen Debatten der angelsächsischen Ethik und Erziehungsphilosophie orientiert. So entsteht eine philosophisch präzise und doch leicht lesbare Einführung in die Ethik pädagogischen Handelns.

Johannes Giesinger (Dr. phil.) studierte Philosophie und Pädagogik an der Universität Zürich und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit ethischen Fragen von Erziehung und Bildung.
Cover1
Inhalt6
Einleitung10
1 Der moralische Status von Kindern und die Rechtfertigung von Erziehung10
Der moralische Status von Kindern10
Rechtfertigung von Paternalismus und Erziehung13
Eine normative Konzeption von Kindheit15
Die drei Fragen sind eine Frage17
2 Zum Gang der Argumentation18
Der Aufbau18
Methodologische Bemerkung20
1 Autonomie und Verletzlichkeit24
1.1 Interessen-Verletzlichkeit24
Interessen-Verletzlichkeit und Vertragstheorie26
Interessen-Verletzlichkeit und Konsequenzialismus31
1.2 Moralische Verletzlichkeit34
Handeln als Kommunikation35
Diskurs und moralische Kommunikation42
Autonomie und absoluter Wert45
Moraltheoretischer Grundgedanke47
Die moralische Verletzlichkeit von Kindern50
1.3 Autonomie-Verletzlichkeit53
Der Begriff der Autonomie53
Der Wert von Autonomie59
Kinder als noch-nicht-autonome Personen61
Autonomie-Verletzlichkeit und moralische Verletzlichkeit62
1.4 Die Verletzlichkeit des Selbst im Bildungsprozess64
Bildsamkeit und Bildungs-Verletzlichkeit: Ein unkontroverser Grundgedanke64
Erziehung als Initiation in die menschliche Lebensform66
Bildungs-Verletzlichkeit und die Verantwortlichkeit für das eigene Selbst 740
Fazit: Vier Arten von Verletzlichkeit80
2 Paternalismus und Erziehung82
2.1 Moralisches Reagieren und Erziehung82
Pädagogisches als moralisches Erwarten83
Die Rechtfertigung von pädagogischem Erwarten86
Einwand: Moralerziehung als Paternalismus88
2.2 Erziehung, Fürsorglichkeit und die Förderung der kindlichen Interessen92
Fürsorglichkeit und die Förderung der Interessen93
Fürsorglicher Paternalismus: Modelle der Rechtfertigung96
Fürsorglicher Paternalismus: Drei Kriterien109
Exkurs 1: Subjektivismus und Paternalismus112
Pädagogischer Paternalismus121
Moralpädagogischer Paternalismus125
Exkurs 2: Gegenwart und Zukunft126
Fazit: Fürsorglichkeit, Erziehung, Moralerziehung135
2.3 Erziehung und die Verletzlichkeit des Selbst im Bildungsprozess135
Schutz vor schädlichen Einflüssen135
Von der indirekten zur direkten Erziehung137
2.4 Paternalismus und Partizipation141
3 Erwachsene und Kinder146
3.1 Die pädagogische Differenz146
3.2 Verletzlichkeit und Unselbständigkeit148
3.3 Eine scharfe Grenze?151
3.4 Die Unterordnung der Kinder155
4 Eltern und Kinder156
4.1 Elterliche Verantwortung157
Zwei Begriffe von Verantwortung158
Verantwortung für die Folgen pädagogischen Handeins161
Verantwortung in der kommunikativen Beziehung163
Das Handeln des Kindes165
Gemeinsame Verantwortung?166
Fazit: Elterliche Verantwortung168
4.2 Die Übernahme elterlicher Verantwortung168
Die biologischen Eltern als soziale Eltern169
Kollektive Verantwortung für Kinder?174
Eignung für die Elternschaft177
Fazit: Verpflichtung und Berechtigung zur Übernahme elterlicher Verantwortung180
4.3 Elterliche Verantwortung und kindliche Rechte181
Kinder als Träger von Rechten184
Eltern, Kinder und Rechte191
Fazit: Elterliche Verantwortung und kindliche Rechte198
Fazit: Der moralische Status von Kindern202
Literatur206