: Theresa Wobbe
: Zwischen Vorderbühne und Hinterbühne Beiträge zum Wandel der Geschlechterbeziehungen in der Wissenschaft vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart
: Transcript Verlag
: 9783839401187
: Sozialtheorie
: 1
: CHF 20.40
:
: Geschichte
: German
: 312
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Bekräf igt die Wissenschaftsforschung vor allem die Binnendynamik der Wissenschaft und blendet dabei häufig die Wirksamkeit des Geschlechterunterschieds aus, so verkennt die Geschlechterforschung oftmals den Eigensinn des wissenschaftlichen Kontextes, wenn für sie nur der Geschlechterunterschied zählt. Die Beiträge dieses Bandes schlagen einen anderen Weg ein, wenn sie die Dynamik zwischen der Vorderbühne der Wissenschaft und der Hinterbühne des Familiensystems erkunden. Dass und wie eng die Kultur der Wissenschaft mit Geschlechterkonzepten verschränkt ist, diskutieren sie anhand verschiedener Sequenzen von der Frühen Neuzeit bis heute. Dabei wählen sie unterschiedliche methodische Zugänge, die von der Architekturgeschichte über den Vergleich statistisch hoch aggregierter Daten bis zur Interpretation historischer Quellen reichen.

Theresa Wobbe ist Professorin für Soziologie an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.
Inhalt5
Vorwort7
Instabile Beziehungen. Die kulturelle Dynamik von Wissenschaft und Geschlecht13
Ständisch-korporatives Konzept. Netzwerke und Familienbeziehungen39
Weder öffentlich noch privat. Mathematik im Frankreich des frühen 17. Jahrhunderts41
Familiennetzwerke und Familienprojekte in Frankreich um 180073
Differenzkonzept. Familienökonomie in der modernen Wissenschaft81
Wirtschaften mit der Geschlechterordnung. Ein Essay83
Die wissenschaftliche Persona. Arbeit und Berufung109
Eine angemessene Häuslichkeit? Frauen und die Architektur der Wissenschaft im 19. Jahrhundert137
Von der Ausnahme zur Normalität? Wissenschaftlerinnen in Akademien und in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1912 bis 1945)159
Inklusionskonzept. Konvertierung von Leistung in Anerkennung189
Der Matthäus Matilda-Effekt in der Wissenschaft191
Die Objektivität der Wissenschaft und die Partikularität des Geschlechts. Geschlechterunterschiede im disziplinären Vergleich211
Geschlecht, Lehrende und Promotionsstudium in den Natur- und Ingenieurwissenschaften239
Strukturmerkmale universitärer Personalselektion und deren Folgen für die Beschäftigung von Frauen259
Frauen in der Wissenschaft – Frauen und Wissenschaft. Liberale und radikale Perspektiven in einem globalen Rahmen279
Anhang307
Die AutorInnen309
Textnachweise313