: Markus Dederich, Martin W. Schnell
: Anerkennung und Gerechtigkeit in Heilpädagogik, Pflegewissenschaft und Medizin Auf dem Weg zu einer nichtexklusiven Ethik
: Transcript Verlag
: 9783839415498
: Pädagogik
: 1
: CHF 20.40
:
: Sozialpädagogik, Soziale Arbeit
: German
: 264
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Schon immer werden Menschen durch kulturelle, gesellschaftliche, ökonomische, politische und andere Strategien ausgeschlossen. Traditionell spielen hierbei das Schulsystem und die Medizin eine zentrale Rolle. Heute kommt auch der Ethik eine wichtige, die Exklusion flankierende Funktion zu - wenn sie etwa als »Bioethik« Theorien hervorbringt, die beanspruchen, den Wert bzw. Unwert von Menschen und ihre Schutzwürdigkeit bestimmen zu können. Die Beiträger_innen des Bandes wirken dieser Tendenz entgegen und erkunden - im Sinne einer als Schutzbereich dienenden nichtexklusiven Ethik - neue Zugänge zu Fragen der Gerechtigkeit und der Anerkennung. Dabei werden ethische Alternativen für die Medizin, die Pflegewissenschaft sowie die Heil- und Sonderpädagogik ausgelotet. Der hierzu eingeschlagene differenztheoretische Weg kann als konsequenter und neuartiger Ansatz verstanden werden, Fragen der Ethik auch in Bezug auf ihre konkrete Anwendung zu bearbeiten.

Markus Dederich (Univ.-Prof. Dr.) ist Inhaber des Lehrstuhls für Theorie der Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung an der TU Dortmund. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. die Disability Studies und ethische Fragen im Kontext von Behinderung. Martin W. Schnell (Univ.-Prof. Dr., M.A.) ist Direktor des Instituts für Ethik und Kommunikation im Gesundheitswesen der Fakultät für Gesundheit an der Universität Witten/Herdecke. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die philosophische Ethik und Ethik der Gesundheitsberufe.
Inhalt5
Anerkennung und Gerechtigkeit im Kontext von Bildungs-, Heil- und Pflegeberufen7
Anerkennung und Gerechtigkeit im Zeichen einer Ethik als Schutzbereich23
Anerkennung, Rechtfertigung und Gerechtigkeit als Kernbegriffe Diakonischer Ethik47
Anerkennung und Leiblichkeit. Zwei konstitutive Elemente einer mehrdimensionalen Gerechtigkeitskonzeption in der Pflege77
Behinderung, Identitätspolitik und Anerkennung. Eine alteritätstheoretische Reflexion107
„Ob Du in Frage kommst?“ Zur praktischen Bedeutung und epistemischen Relevanz konstitutiver Offenheit129
Ein unzeitgemäßer Humanismus als das Erste der Bildung. Der Anspruch des Anderen143
Bildungsgerechtigkeit im schulbezogenen sonder-, integrations- und inklusionspädagogischen Diskurs159
Im Angesicht des dementen Anderen. Axel Honneths Fürsorgebegriff und seine Bedeutung für die „Kontaktarbeit“ in der Altenpflege187
Das Andere der Anerkennung als konstitutives Moment der Psychiatrischen Pflege207
Care-Praxis und Gerechtigkeit. Der konkrete Andere in Medizin und Pflege217
Das Andere des Anderen? Einige Anmerkungen zum Problem der Anerkennung233
Inklusionssysteme. Vorbereitende Überlegungen zu einer Ethik der Amicalität241
Autorinnen und Autoren257