: Stephan May
: Faust trifft Auge Mythologie und Ästhetik des amerikanischen Boxfilms
: Transcript Verlag
: 9783839401910
: Kultur- und Medientheorie
: 1
: CHF 21.30
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Wen trifft der Schlag des Filmboxers? Den wahrnehmenden Körper im Kinosaal! Was die Erschütterungen des Boxfilms dort bewirken, fragt »Faust trifft Auge«. Das Interesse gilt dem US-amerikanischen Boxkino der Tonfilmära: von »Body and Soul« über »Rocky« und »Raging Bull« bis zu »Fight Club«. Neben den Kampfszenen analysiert Stephan May die Inszenierung der boxerischen Existenzweise in ihren mythischen Kontexten und ästhetisch-reflexiven Brechungen. Theoretisch knüpft die Analyse an Walter Benjamin und Gilles Deleuze an. Aus der Perspektive des Boxfilms leistet »Faust trifft Auge« somit einen Beitrag zur Theorie massenmedial verfasster Subjektivität und moderner Ästhetik. Dabei fungiert das Verhältnis von Boxsport und Spielfilmkino als Impulsgeber der Theoriebildung.

Stephan May (Dr. phil.) studierte Film- und Fernsehwissenschaften, Kunstgeschichte und Historische Anthropologie, danach Promotion im Graduiertenkolleg »Körper-Inszenierungen« und Lehraufträge an der FU Berlin; derzeit Marketing Management in der Wirtschaft.
Inhalt5
Einleitung. The Dawn of Man und die Schichtungen der Boxerfigur11
Erste Achse: Mythologie des Opferkampfes33
I. Rituell-imaginärer Modus und aktuelle Bildverkettung Genre und Gebrauchswert33
II. Grenzmarkierungen47
1. Einleitender Exkurs zum Randstatus des Boxens47
2. Grenzgänger und Grenzüberscheiter: Westerner, Gangster, Boxer57
III. Die drei Arten des boxerischen Opferkampfes66
1. Berufsopfer69
2. Passageritus85
3. Totalopfer105
Zweite Achse: Attraktion schlagender Körperlichkeit127
I. Modus des Zeigens und ästhetischer Schock127
II. Frühe Kampffilme145
III. Könnens-Körper164
IV. Über die wiederkehrenden Elemente des Kampfes182
V. Kampfhaltungen202
VI. Gewaltsame Überschreitungen213
Dritte Achse: Reflexion erschütterten Daseins241
I. Reflexiver Modus und virtuelle Bilder241
II. Die Aufbruchzeiten der Boxfilmmoderne265
1. Rückwendungen: Nostalgie und Typologie265
2. Boxerwünsche: Intensive Disjunktionen285
III. Dauernde Zwischenzeiten: Körper, Milieu, Glauben310
1. Die Dauer des Opferkämpferkörpers310
2. Grundlos abgründige Oberflächen: Physis und Milieu326
3. Wünschbarkeiten: Kämpferglauben und Wahlfreiheit344
Anhang375
I. Filmographie375
II. Bibliographie378
III. Abbildungsverzeichnis413