: Heinwig Lang
: Die Individualität der Dinge Kultur-, wissenschafts- und technikphilosophische Perspektiven auf die Bestimmung eines Unbestimmbaren
: Transcript Verlag
: 9783839409510
: Edition panta rei
: 1
: CHF 28.40
:
: Allgemeines, Lexika
: German
: 362
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Personen bezeichnen wir durch Eigennamen, Dinge durch Klassenbegriffe. Unser Leben gestalten wir jedoch mit Einzeldingen. Individuelle Kleidung, eigenes Auto, Möbel oder Schmuck machen uns erst als individuelle Personen kenntlich. Diese Studie zeigt, wie ein Ding durch kommunikative Akte individuiert wird und dadurch seine Geschichte und Identität erhält - und wie sich das sprachlich, im Recht oder in der Kunst äußert. Aber mit den Produktionstechniken und dem Konsumverhalten ändern sich die Individuationsbedingungen. In Physik und Nanotechnologie stoßen wir auf Objekte, die sich dauerhafter Individuation entziehen. Bedeutet dies das Ende der individuellen Dinge?

Heinwig Lang (Dr.-Ing.) arbeitete als Entwicklungsleiter in der nachrichtentechnischen Industrie mit den Schwerpunkten Optik, Bildverarbeitung, Farbentheorie. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben promovierte er sich mit der vorliegenden Arbeit in Philosophie.
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INHALT5
Einleitung9
1 Die Begriffe Kontingenz und Individualität19
1.1 Individualität und Kontingenz bei Leibniz21
1.1.1 Das Prinzip der Identität des Ununterscheidbaren21
1.1.2 Wesentliche und kontingente Eigenschaften23
1.1.3 Individuum und Spezies26
1.1.4 Substanz und Körper30
1.1.5 Geschlossener und offener Begriff von Individualität33
1.2 Kontingenz37
1.2.1 Kontingenz als das Mögliche, das nicht notwendig ist37
1.2.2 Kontingenz und die Kantschen Modalkategorien38
1.2.3 Kontingenz und Handlung bei Aristoteles und Arendt41
1.2.4 Kontingenz und Sinn – Luhmanns Kritik des Dingschemas46
1.2.5 Kontingenz als Leitbegriff der Moderne50
1.2.6 Gibt es Kontingenz in der Naturwissenschaft?52
1.2.7 Kontingenz und Geschichte59
1.2.8 Kontingent ist, was nur erzählt werden kann65
1.3 Individualität67
1.3.1 Individualität bei Ereignissen, Dingen und Personen67
1.3.2 Ein- und Abgrenzungen: Individualität und Unteilbarkeit, Verschiedenheit, Teilhabe, Identität, Nichtprädizierbarkeit70
1.3.3 Individualität als ‚noninstantiability‘ – Unvertretbarkeit oder Beispiellosigkeit?80
1.3.4 Semantik von ‚Beispiel sein‘ und ‚Beispiel haben‘84
1.3.5 Probe aufs Exempel – Individuation als kommunikativer Akt88
1.3.6 Einwände91
1.3.7 Individualität als unbestimmbare Bestimmtheit93
1.4 Sprachliche Bezugnahme auf Individuen97
1.4.1 Eigennamen98
1.4.2 Indexikale Terme101
1.4.3 Definite Beschreibungen103
1.4.4 Strawson zur Rolle des logischen Subjekts103
1.5 Individuum und Typ – Identifizieren und Wiedererkennen107
1.5.1 ‚Beispiel‘ oder ‚Angehöriger‘? – klassifikatorischer und genetischer Artbegriff107
1.5.2 Technische Typen und typische Merkmale112
1.5.3 Direktes und indirektes Identifizieren114
1.5.4 Transtemporale Identität und Wiedererkennen117
1.5.5 Tugendhats Kritik an Strawson119
1.5.6 Die Besonderheit von Personen als Individuen123
1.5.7 Negativität und ontologische Neutralität der Individualität126
2 Phänomenologie des Dinges131
2.1 Phänomenologische Bestimmungen des Dinges133
2.1.1 Über verschiedene Arten, Dinge verschwinden zu lassen134
2.1.2 Husserls Analyse der Dinggegebenheit139