: Ullrich Bauer, Uwe H. Bittlingmayer, Carsten Keller, Franz Schultheis
: Bourdieu und die Frankfurter Schule Kritische Gesellschaftstheorie im Zeitalter des Neoliberalismus
: Transcript Verlag
: 9783839417171
: Sozialtheorie
: 1
: CHF 15.80
:
: Philosophie, Religion
: German
: 368
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das Werk von Pierre Bourdieu zählt ebenso wie das der Frankfurter Schule zu den wichtigsten gesellschaftskritischen Ansätzen. Die gegenseitige Rezeption allerdings ist von Missverständnissen und Abgrenzungskämpfen durchzogen. Die Beiträge in diesem Band versuchen dem zu begegnen, indem sie beide Positionen stärker miteinander vermitteln, als dies bisher geschehen ist. Daraus ergeben sich zugleich neue Perspektiven für eine kritische Gesellschaftstheorie der Gegenwart. Zentrale gemeinsame Bezugspunkte sind die Subjekt- bzw. Habitustheorie, die Analyse von Macht- und Herrschaftsstrukturen sowie die jeweilige Stellung zu politischem Eingreifhandeln und sozialen Bewegungen.

Ullrich Bauer (Dr. PH) lehrt Sozialisations- und Ungleichheitsforschung an der Universität Duisburg-Essen. Uwe H. Bittlingmayer (Dr. phil.) lehrt Soziologie mit Schwerpunkt Bildungsforschung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Carsten Keller (Dr. phil.) ist Professor für Interkulturelle Bildung an der Universität Duisburg-Essen und assoziierter Forscher am Centre Marc Bloch. Franz Schultheis (Dr. phil.) ist Professor für Soziologie am Soziologischen Seminar der Universität St. Gallen.
Inhalt5
Einleitung. Rezeption, Wirkung und gegenseitige (Fehl-)Wahrnehmung7
Pierre Bourdieu und die Frankfurter Schule. Eine Fortsetzung der Kritischen Theorie mit anderen Mitteln?43
Die Produktion der herrschenden Ideologie29
I. Polarisierungen83
Endstation Frankfurt. Eine Polemik zur Rezeption Bourdieus in der deutschen Sozialphilosophie85
Distinktion, Heteronomie und Eindimensionalität im Denken von Bourdieu und der Kritischen Theorie107
„Worldmaking“ oder „die Durchsetzung der legitimen Weltsicht“. Symbolische Herrschaft, symbolische Macht und symbolische Gewalt als Schlüsselkonzepte der Soziologie Pierre Bourdieus121
Subjektivität und Habitus. Pierre Bourdieus Beitrag zu einer soziologischen Theorie des Subjekts und das Problem der ungesetzlichen Wahrnehmungen, Deutungen und Handlungen163
II. Konvergenzen187
Mit gemischten Gefühlen. Parallelen oder Differenzen zwischen Bourdieu und den Frankfurtern in ihrem Verhältnis zur Arbeiterbewegung?189
Kritikinstrument oder perfide Herrschaftsverlängerung? Differenzen und Gemeinsamkeiten im Bildungsverständnis zwischen Bourdieu und der Frankfurter Schule215
Nomos und Habitus. Anmerkungen zu Gesellschaftstheorie, Arbeitsteilung und Herrschaft bei Adorno und Bourdieu251
III. Verknüpfungen265
Die Analyse von Macht und Herrschaft. Was soll sein?267
Bourdieu, Habermas und die kritische Pädagogik287
IV. Politisierungen315
Der Streit um den ästhetischen Blick. Politik und Ästhetik zwischen Pierre Bourdieu und Jacques Rancière317
„Konsequenzen ziehen“. Das soziologische Engagement Pierre Bourdieus341
V. Ausblick351
Ein intellektuelles Erbe hinterlassen und antreten353
Autorinnen und Autoren365