: Barbara Schlücker
: Grammatik im Lexikon Adjektiv-Nomen-Verbindungen im Deutschen und Niederländischen
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110394610
: Linguistische ArbeitenISSN
: 1
: CHF 137.60
:
: Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft
: German
: 324
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB/PDF
< >Das ungeklärte Verhältnis zwischen Wortbildung und Lexikon ist Gegenstand einer umfassenden und lang andauernden Diskussion in der morphologischen bzw. grammatiktheoretischen Literatur. Gleiches gilt auch für die Frage nach der Abgrenzung zwischen Morphologie und Syntax. Eine zentrale Rolle innerhalb dieser Debatten spielen nominale Komposita. Der Band untersucht solche Komposita und korrespondierende phrasale bzw. phraseologische Einheiten und diskutiert sie in Hinblick auf das Verhältnis von Wortbildung, Syntax und Lexikon. Konkreter Untersuchungsgegenstand sind Adjektiv-Nomen-Komposita (z.B.Sauerkirsche), ein in der Literatur verhältnismäßig selten berücksichtigter Subtyp der nominalen Komposition, sowie Adjektiv-Nomen-Phraseologisme (z.B.saure Sahne) im Deutschen und im deutsch-niederländischen Sprachvergleich. Die Arbeit behandelt die morphosyntaktischen Eigenschaften dieser Verbindungen im Rahmen eines konstruktionsgrammatischen Ansatzes und schlägt eine detaillierte semantische Analyse vor. Dabei werden auch aktuelle Veränderungstendenzen berücksichtigt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage nach dem Verhältnis dieser Verbindungen zueinander und ihrer Repräsentation im mentalen Lexikon.



Barbara Schlücker, Freie Universität Berlin.

1 Zielsetzung und Grundlagen11
1.1 Einleitung und Zielsetzung11
1.2 Jackendoffs Parallel Architecture-Modell16
1.3 Lexikon, Grammatik und Konstruktion23
1.4 Lexikon und Wortbildung25
1.5 Wortbildung, Schemata und Analogie29
2 Morphosyntaktische Eigenschaften von deutschen A+NKomposita33
2.1 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands33
2.2 Phonologische Restriktionen38
2.3 Morphologische Restriktionen39
2.4 Zusammenfassung46
3 Syntaktische und morphologische Modifikation47
3.1 Semantische Spezialisierung49
3.2 Anaphorische Inseln51
3.3 Subklassenbildung54
3.4 Zusammenfassung56
4 Klassifikatorische Modifikation57
4.1 Klassifikatorische Modifikation59
4.2 Funktion der Erstgliedbetonung62
4.3 Relationsadjektive66
4.4 Nicht-klassifikatorische Komposita75
4.4.1 Nicht-klassifikatorische N+N-Komposita75
4.4.2 Nicht-klassifikatorische A+N-Komposita83
4.4.3 Nicht-klassifikatorische Komposita: Zusammenfassung und Diskussion92
4.5 Schemata für nominale Komposita96
4.6 Zusammenfassung109
5 Semantische Relationen bei A+N- und N+N-Komposita111
5.1 Einleitung: Warum semantische Relationen?111
5.2 Semantische Relationen aus psycholinguistischer Sicht: Konzeptkombination114
5.3 Semantische Relationen bei N+N-Komposita118
5.4 Eigennamen, die klassifikatorische und die kommemorative Relation127
5.5 Semantische Relationen und interne Modifikationsstrukturen bei A+N-Komposita129
5.6 A+N-Komposita mit Relationsadjektiv137
5.7 Modifikationsstrukturen im Literaturvergleich140
5.7.1 Weitere Klassifizierungssysteme141
5.7.2 Semantische Relationen bei A+N-Komposita142
5.7.3 Wortinterne vs. phrasale A+N-Modifikationsstrukturen144
5.8 Semantische Bildungsbeschränkungen von A+N-Komposita: Komparative150
5.9 Zusammenfassung155
6 Lexikalische A+N-Phrasen im Deutschen157
6.1 A+N-Phrasen in den verschiedenen Forschungstraditionen159
6.2 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands162
6.3 Interne Abfolge166
6.4 Koordinationsverhalten169
6.5 Modifizier- und Gradierbarkeit des Adjektivs172
6.6 Kollokationen181
6.7 Zwischenfazit: Die morphosyntaktische Struktur lexikalischer A+NPhrasen183
6.8 Interne Modifikationsstrukturen bei lexikalischen A+NPhrasen190
6.9 Schemata für lexikalische A+N-Phrasen193
6.10 Zusammenfassung195
7 A+N-Verbindungen als Benennungseinheiten199
8 Die Distribution von A+N-Verbindungen: Analogische Prozesse im mentalen Lexikon209
8.1 Faktoren für die Distribution von A+N-Komposita vs. A+NPhrasen209
8.2 Analogie in der morphologischen Theorie213
8.3 Analogische Beziehungen bei deutschen A+N-Verbindungen: eine Produktionsstudie220
8.3.1 Methode220
8.3.1.1 Versuchsteilnehmer und Stimuli221
8.3.1.2 Ablauf222
8.3.1.3 Hypothesen und statistische Analyse224
8.3.2 Resultate226
8.4 Konsequenzen für das Grammatikmodell: Analogie, Schemata und die Syntax-Lexikon-Grenze230
8.5 Zusammenfassung239
9 A+N-Verbindungen im Sprachvergleich Deutsch – Niederländisch241
9.1 A+N-Verbindungen im Niederländischen242
9.1.1 Morphosyntaktische Eigenschaften242
9.1.2 Semantische Eigenschaften251
9.2 A+N-Verbindungen im Sprachvergleich Deutsch – Niederländisch254
9.3 Pränominale Flexionsmorphologie im Niederländischen261
9.4 Pränominale Flexionsmorphologie im Sprachvergleich Niederländisch – Deutsch – Englisch272
9.5 Zusammenfassung279
10 Zusammenfassung281
Anhang zu Kapitel 8291
Quellennachweise der Belege293
Bibliographie299
Index321