Vom ersten Schritt bis zum Höhenflug
Laufen, laufen, laufen... Wurzeln knacken... der Boden federt,Morgensonne. Irgendwann denken wir nicht mehr an die Wurzeln,an die nachtsteifen Muskeln, an den Steuerberater...
Plötzlich strömt angestrengte Gemütlichkeit durch unsere Blutbahn.
Ein zäher Fluss voller Glück. Wir sind mit der Welt - und in uns.
Geist und Körper verschmelzen. Kennen Sie das? Solche Momente sind selten - aber immerhin. Dann ist Laufen Meditation.
Einfach so...
Wie laufen Sie denn?
Haben Sie ein Ziel im Nacken? Oder genießen Sie den Lauf entspannt wie ein Kind? Dann kommen Sie gesünder, jünger, fröhlicher ans Ziel. Mit einem besseren Gehirn - ja, als besserer Mensch. Lernen Sie das Laufen völlig neu. Sie werden sehen: Dass macht auch noch unglaublich viel Spaß.
Laufen wie ein Sieger ...
Schultern hochgezogen. Nacken angespannt. Hals dick. Zehen, Finger, Stirn ... alles auf Hochspannung. Die so laufen, die wollen doch was. Die wollen siegen. Nur: Wen wollen sie besiegen? Sich selbst. Einen kleinen Erfolg einheimsen. Eigentlich traurig. Wenn der Mensch entspannt läuft, wird er zum Kind. Hat nix von Druck, Qual, Schmerzen im Gesicht. Kein Muskel ist falsch angespannt im Körper. Man ist locker von Kopf bis Fuß, und jede Faser strahlt pure Freude am Tun aus. Hat einen Namen. Nennt man Genusslaufen. Oder meditatives Laufen.
... oder wie ein Genießer?
Genusslaufen ist ein fester Begriff geworden. Es gibt sogar schon einen Genusslauf-Marathon. Wussten Sie nicht? Dahinter steckt ein bemerkenswerter Schlaks. Der sein Leben vor zehn Jahren dramatisch verändert hat. Damals war er ein unbescholtener 40-jähriger Bürger. Stolzer Asthmatiker mit Hühnerbrust und Bauchansatz, und »bei Siemens«. Jetzt, zehn Jahre später, ist er berufsmäßiger Genussläufer, selbstständiger Fotograf, Journalist, ist drahtig, fit-muskulös und ... nix mehr Asthma! Hat sich für Gesundheit entschieden.
Schreibt täglich im Internet. Schreibt über seine inzwischen schon 104 Marathonläufe, wobei er Bergläufe besonders bevorzugt. Genuss auch für die Augen. Während der Läufe fotografiert er, filmt er, diktiert er. Nachlesen können Sie all das inwww.laufspass.com. Sein Trick: Der läuft ganz anders. Jedenfalls anders als ich. Der läuft täglich, seit zehn Jahren, läuft am Wochenende regelmäßig stundenlang und war noch nie, noch niemals verletzt. Kennt er nicht.
Wissen Sie, weshalb? Weil er genussläuft. Weil er nicht ehrgeizläuft. Weil er den Marathon vielleicht in drei Stunden schaffen könnte, aber bewusst vier Stunden braucht. Bewusst. Er trottet eben so dahin. Und lacht dabei. Und unterhält sich. Und guckt sich um. Inzwischen kennt ihn jeder. Er wird europaweit eingeladen. Wegen seiner bemerkenswerten Reportagen. Ach ja, er heißt: Thomas Schmidtkonz. Und ist der große Bruder meiner kleinen Frau.
Alphamännchen-Powerläufer ...
Die meisten von Ihnen stecken mit einem antreibenden Ziel in Ihren Laufschuhen. So was wie minus 800 Kalorien, zehn Kilometer, Speck-muss-weg, Schwitzen, Knackepo ... Nennt man neudeutschPowerlauf. Man läuft und läuft und läuft und kommt in der Regel älter am Ziel an, als man losgelaufen ist. Ausgepowert. Nicht klüger, nicht fröhlicher, nicht gesünder. Powerlauf. Hochroter Kopf. Zu wenig Sauerstoff in den Muskeln. Im Gehirn nur der Gedanke: Super, da haste was geschafft! Powerlauf. Dumm. 30 Lebensminuten verschenkt. Und den Rest des Tages auch.
... oder Ultralight-Läufer
Mit etwas Wissen und Glück kommen andere gesünder an, als sie gestartet sind. Weil sie schon mal was von Fettverbrennung gehört haben, ein bekanntes Leichtlaufprogramm inhaliert haben, eine Pulsuhr tragen, die sie piepsend warnt - oder noch besser: den richtigen Puls füüüühhhleeeeennnn ... Sie verlassen den aeroben Bereich nicht. Genug Sauerstoff kommt