: Janet Evanovich
: Zusammen küsst man weniger allein Roman
: Goldmann
: 9783641150709
: Ein Stephanie-Plum-Roman
: 1
: CHF 8.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Skrupellose Killer, sexy Kerle und wilde Chihuahuas
- willkommen im Leben von Stephanie Plum.

Trentons beliebtester Gebrauchtwagenhändler, Jimmy Poletti, hat zwei Gesichter: Der skrupellose Geschäftsmann hat nicht nur mit alten Autos, sondern auch mit jungen Mädchen gehandelt. Nun ist er flüchtig - ein Fall für die Kopfgeldjägerin Stephanie Plum. Das Problem: Die Hinweise zu Polettis Verbleib sind rar, weisen in falsche Richtungen, und nicht selten liegen an ihren Enden Leichen. Selbst Trentons heißester Cop, Joe Morelli, fischt im Trüben. Zu allem Überfluss wird dann auch noch Ranger, Sicherheitsexperte und Stephanies größte Versuchung, Ziel eines perfiden Mordanschlags ... Skrupellose Killer, sexy Kerle und eine Meute wilder Chihuahuas - Chaos hoch drei für Stephanie Plum!

Janet Evanovich, die unangefochtene Meisterin turbulenter Komödien und Erfinderin der äußerst erfolgreichen Stephanie-Plum-Reihe, stammt aus New Jersey, und lebt heute in New Hampshire. Mit jedem ihrer Romane stürmt die mehrfach ausgezeichnete Autorin in den USA die Bestsellerlisten.

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Ich saß auf einem Hocker an der Bar eines finsteren, lauten und überteuerten Restaurants in Princeton, New Jersey. Das rote Kleid, das ich trug, war zu eng und zu kurz und der Ausschnitt zu tief. Über einen Stöpsel im linken Ohr war ich verbunden mit Ricardo Manoso, auch Ranger genannt.

Ich bin Stephanie Plum, im Hauptberuf Kopfgeldjägerin. Normalerweise arbeite ich in der Kautionsagentur meines Cousins Vinnie, aber heute Abend verdiente ich mir als Kundschafterin für Ranger ein bisschen was nebenher. Ranger observierte seit einiger Zeit Emilio Gardi, den viele für unberührbar hielten. Gardi hatte Beziehungen nach ganz oben, verfügte über einen Schlägertrupp, besaß Geld wie Heu, und seine Feinde teilten alle das gleiche Schicksal: Sie verschwanden spurlos. In Miami erwartete ihn ein Verfahren wegen räuberischer Erpressung, doch hatte er sich entschieden, lieber eine Verabredung zum Dinner in Jersey einzuhalten, als zu seiner Gerichtsverhandlung in Dade County zu erscheinen. Was bedeutete, dass der Trottel, der die Kaution für Gardi ausgestellt hatte, sein Geld in die Tonne treten konnte, sollte Gardi nicht in den Knast wandern. Dieser Idiot war Rangers Cousin.

Ranger ist der Eigentümer von Rangeman, einem kleinen Hightech Top-Security-Unternehmen. Normalerweise gibt er sich nicht mit der Verfolgung von Kautionsflüchtlingen ab, doch heute Abend machte er eine Ausnahme. Er hielt sich neben dem Eingang zum Speiseraum des Restaurants bereit und beobachtete Gardi.

Gardi trug ein beiges Sportsakko, darunter ein Hemd mit rotgelbem Blumenmuster: South Beach Florida meetsJCPenney. Gardi war Mitte fünfzig, hatte Glatze und eine Figur wie ein Hydrant. Er trank Rotwein, verzehrte ein Lammkotelett und unterhielt seine drei männlichen Gäste mit Witzen, über die sie angestrengt lachten.

Ranger war wie üblich ganz in Schwarz: schwarzer Maßanzug, schwarzes Hemd, offener Kragen. Die Glock hinten im Hosenbund war ebenfalls schwarz. Ranger, das ist ein makelloser Körper, dunkelbraunes Haar, Igelschnitt, tiefbraune Augen, stechender Blick. Ranger ist Latino, seine Haut hat die Farbe von heißem Kakao. Die Ohrstöpsel passten zur Hautfarbe und waren daher kaum erkennbar.

Neben Ranger stand Tank. Tank ist groß und kompakt, eine tödliche Waffe. Er ist mit Ranger zusammen bei den Special Forces gewesen, dem Sondereinsatzkommando der Armee, jetzt arbeitete er als zweiter Mann bei Rangeman und hielt Ranger den Rücken frei.

Von Gardis Schergen war keiner mehr zu sehen. Sie hatten gewartet, bis er am Tisch Platz genommen hatte, und dann den Raum verlassen.

»Die Luft ist rein«, sagte ich in mein Mikro.

Ranger rückte