: Ruediger Dahlke, Renato Pichler
: Veganize your life! Das große Buch des veganen Lebens - 1000 Fakten zu Peace Food
: Riemann
: 9783641164294
: 1
: CHF 14.40
:
: Ernährung
: German
: 368
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Vegan ist die Ernährung der Zukunft und der beste Schutz für Gesundheit und Umwelt.
Unzählige Argumente sprechen für eine pflanzliche Ernährung. Sie alle werden in diesem Buch durch fundiertes Faktenwissen und seriöse Studien untermauert. Verpackt in anschaulichen Grafiken wird klar, dass wir ohne tierische Produkte besser dran sind: Wir leben gesünder und zufriedener, schonen die Umwelt und ersparen Tieren ein qualvolles Leben und Sterben.

Ruediger Dahlke und Renato Pichler widerlegen mit fundiertem Faktenwissen die vielen kursierenden Halb- und Unwahrheiten zum Thema Veganismus und unterstützen mit ethischen, ökologischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Argumenten alle, die noch mehr Gründe für ihr neues veganes Leben suchen.

Dr. med. Ruediger Dahlke arbeitet seit 37 Jahren als Arzt, Autor und Seminarleiter. Sein Ziel, ein Feld ansteckender Gesundheit aufzubauen, spiegelt sich in Büchern wie 'Peace Food' und 'Buch der Widerstände', aber auch in der Verwirklichung des Seminarzentrums TamanGa in der Südsteiermark. Hier lebt er seit 2012.

Renato Pichler gründete 1993 zusammen mit Kollegen die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus (heute: Swissveg). Gleichzeitig wurde er Veganer. Er hält Vorträge zum Thema, führt Schulungen durch und ist im Vorstand der Europäischen Vegetarier Union (EVU). Das Autorengespann arbeitete bereits zusammen an dem Bestseller 'Peace Food'.

TEIL 1

GESUNDHEIT

Mehr vom Guten – weniger vom Schlechten.

©Plainpicture, Hamburg,Maskot

FRÜCHTE UND GEMÜSEsind gesund. Wir essen zu viel Tierisches und zu wenig Pflanzliches. So weit sind sich die Fachleute heute einig. Doch wie viel ist »zu viel«, und weshalb sind die tierischen Nahrungsmittel ein Problem? Interessant ist, dass niemand sich darum sorgt, ob man alle nötigen Vitamine, Mineralstoffe und genug Eiweiß zu sich nimmt – bis man sagt, dass man keine tierischen Produkte konsumiert. Dann interessieren sich plötzlich alle dafür und prognostizieren schweren Mangel.

Woran liegt dies? Da es immer mehr gesund vegan lebende Menschen gibt, können Ernährungsberater heute nicht mehr sagen, dass es unmöglich sei, ohne tierische Produkte zu überleben. Damit würden sie sich lächerlich machen. Sie wollen bisher Gelerntes aber auch nicht infrage stellen und behaupten nun, dass man zwar vegan leben könne, aber nur wenn man sich sehr gut mit der Ernährung auskenne.

Interessanterweise ist es jedoch genau umgekehrt: Wer sich hauptsächlich von Milchprodukten und Fleisch ernährt, wie dies bei uns heute üblich ist, leidet viel eher unter Mangelernährung als ein Veganer, der sich hauptsächlich von Früchten und Gemüsen ernährt.

Dafür gibt es eine Fülle von Indizien. Jede Schwangere, die sich einem Gynäkologen oder Hausarzt nähert, bekommt sofort und fast reflexhaft das Vitamin Folsäure verordnet, offenbar weil praktisch alle daran Mangel leiden, alle außer Veganerinnen. »Folsäure« heißt übersetzt »Blattsäure«, und an Blätternahrung herrscht in der Tat Mangel, aber eben nicht bei Veganerinnen. Auch ist es fraglich, womit der Mischköstler täglich seinen Vitamin-C-Bedarf decken soll, von den sekundären Pflanzenstoffen, die sich als immer wichtiger erweisen, ganz zu schweigen.

Diese Pflanzenstoffe sind keineswegs sekundär, sondern ganz primär beim Verhindern von Krebs, wie wir spätestens aus den Arbeiten von Professor Richard Bélieveau und Dr. Denis Gingras und ihrem BuchKrebszellen mögen keine Himbeeren(siehe Anhang) wissen. Ständig tauchen aus diesem Bereich neue hoffnungsvolle Nachrichten auf, werden Stoffe aus unseren guten alten Gemüsen und Beeren isoliert, die mit ihren Flavonoiden, Saponinen und wie sie alle heißen, die Krebsentstehung verhindern, die Angiogenese, das heißt die Blutversorgung von Tumoren, unterbinden und so weiter.

Wir müssen uns also wirklich sorgen, aber vor allem um die Mischköstler und ihre Mangeldiät im Hinblick auf wichtigste Pflanzenstoffe. Offensichtlich haben wir in allen Industrienationen mit hohem Konsum tierischer Nahrungsmittel ein gravierendes Gesundheitsproblem in der Bevölkerung: