: Ruediger Dahlke
: Die 4 Seiten der Medaille Eine einfache Methode, um unsere wahre Mitte zu finden
: Arkana
: 9783641165635
: 1
: CHF 3.60
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: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine geniale Methode, um unsere wahre Mitte zu finden.

Die »4 Seiten der Medaille« ist eine genial einfache Formel, die Ruediger Dahlkes Lehren praktisch anwendbar macht. Koautor Christoph Hornik hat sie gemeinsam mit ihm aus der Praxis heraus entwickelt und in jahrelanger Seminartätigkeit erprobt. Das Gesetz der Polarität, die Lebensprinzipien sowie die Arbeit mit den eigenen Schattenanteilen werden durch diese äußerst wirksame Technik für jeden erfahrbar und konstruktiv nutzbar. Bei unterschiedlichsten Problemen, sei es das Hadern mit eigenen Persönlichkeitsanteilen, ein Beziehungskonflikt oder eine schwierige Lebenssituation, zeigt sie den Weg zu Ausgleich und Integration. Der Blick weitet sich, Schwarzweiß-Denken kann losgelassen werden und der Weg zur wahren Mitte wird frei. Von diesem neuen, zentrierten Standpunkt aus tun sich weisere Lösungen auf, Schwäche wandelt sich in Stärke, Probleme in Chancen.

Dr. med. Ruediger Dahlkearbeitet seit über 40 Jahren als Arzt, Autor und Seminarleiter. Mit Büchern von »Krankheit als Weg« bis »Krankheit als Symbol« begründete er seine ganzheitliche Psychosomatik, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Die Buch-Trilogie »Die Schicksalsgesetze«, »Das Schatten-Prinzip« und »Die Lebensprinzipien« bildet die philosophische und praktische Grundlage seiner Arbeit. Seine »Peace Food«-Buchreihe half dabei, den pflanzlich-vollwertigen Lebensstil populär zu machen. Ruediger Dahlke nutzt Live- und Online-Veranstaltungen, um die Welt der Seelenbilder zu beleben und zu eigenverantwortlichen Lebensstrategien anzuregen. Über seine Plattform Dahlke4you bietet er Fasten-, Detox- und Abnehm-Kuren an.

Polarität, vier Seiten, die eine Mitte und das Ganze

Menschen haben immer Orientierung gesucht, in frühester Zeit geschah dies vor allem in der Ausrichtung auf den Osten, wo am Morgen mit der aufgehenden Sonne das Licht wiederkehrt. Und die Sonne bringt am Ende des Tages mit ihrem Verschwinden im Westen sogleich die Polarität ins Spiel.

Aus dem elementaren Naturschauspiel des sich im großen Bogen über das Himmelszelt ziehenden Lichtballs ergibt sich das Urmuster des Kreises. Er entsteht, wenn man den am Tag sichtbaren Sonnenlauf über den Himmel auf der nachtdunklen Schattenseite ergänzt. So haben es die alten Ägypter in ihrem Sonnenmythos besungen, in dem die Sonne auf ihrer Barke in jeder Nacht durch die Schattenwelt zurück zu ihrem Ausgangspunkt reist. Dasselbe Bild greift der Mythos der Antike auf mit der sich in den Schwanz beißenden Schlange (Uroboros), die den ewigen Kreislauf symbolisiert. Es sollte noch viele Jahrhunderte dauern, bis Gelehrte die Erde im wissenschaftlichen Sinn als Kugel erkannten.

Der Kreis war immer das Muster des Entwicklungsweges. Nordamerikanische Indianer bilden ihn traditionell in ihrem Medizinrad ab, in dem auch die vier Himmelsrichtungen vertreten sind. Dass die frühen indianischen Völker das Wagenrad dennoch nicht erfanden, zeigt, wo ihr Interessenschwerpunkt lag: in der Entwicklung zu höheren Zielen und der Kommunikation und der Austausch mit geistigen Welten, jedenfalls nicht in alltäglicher praktischer Anwendung.

Seit den Sumerern ist der Tierkreis ein Symbol menschlicher Entwicklung und spiegelt sich im Entwicklungskreis mit seinen vier Quadranten wider, dem ersten für den Körper, dem zweiten für die Seele, dem dritten für das Du und dem vierten für das Kollektive, die Allgemeinheit.

Wie zeitlos diese Vierer-Symbolik ist, zeigt uns auch die jüdische Kabbala mit dem Tetragrammaton, den vier Konsonanten JHWH als Namen Gottes (Jahve). Da Gott für Einheit und damit für das Eine und das All steht, ist auch die Symbolik ganz identisch.

In moderner Zeit beschäftigte sich Martin Heidegger mit einem Vier-Quadranten-Modell und verankerte es als Grundmuster in der Philosophie; Jean Gebser gab ihm als erster moderner Denker auch eine spirituelle Dimension. Ken Wilber entwickelte daraus sein integrales Weltbild. Tatsächlich ist im Entwicklungskreis mit seinen vier Quadranten bereits alles enthalten.

Bezogen auf den Entwicklungskreis der spirituellen Philosophie hat Paul Watzlawik, der österreichische Philosoph, Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut, die Achse von erstem Quadranten (Körper) und drittem Quadranten (Beziehung oder Du) beschrieben. Er legte dar, dass jede Aussage unter einem Inhaltsaspekt und einem Beziehungsaspekt gesehen werden kann. Der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun erweiterte diese Betrachtung um ein weiteres Polaritätspaar und entwickelte sein Vier-Seiten-Modell (auch Vier-Ohren-Modell genannt) zur Bearbeitung und Lösung gestörter zwischenmenschlicher Kommunikation. Er baute damit vor allem auch auf der Arbeit zu einem Wertequadrat auf, das der Philosoph und Psychologe Paul Helwig in seinem BuchCharakterologie beschrieben hatte. Helwig stellte hier bereits die gegenpoligen Eigenschaften in ihren jeweils konstruktiven und destruktiven Ausformungen dar, was uns im Folgenden mit den4 Seiten der Medaille noch intensiv beschäftigen wird.

Der Kreis erinnert uns an unsere Mitte; er ist sozusagen ein aufgeblasener und in der zweiten Dimension angekommener (Mittel-)Punkt. Das noch bessere Modell für unser Anliegen ist die Kugel, die den »aufgeblasenen«Mittelpunkt in die dritte Dimension des Raumes bringt. Sowohl im Kreis als auch in der Kugel lassen sich die vier Himmelsrichtungen oder auch die vier Quadranten finden. Außerdem können wir auf dem Kreis- und genauso Kugelumfang jederzeit den Gegenpol bestimmen, indem wir eine Achse durch die Mitte legen. Auf dieser Achse gibt es unendlich vie