: Marco Ladewig
: Rom - Die antike Seerepublik Untersuchungen zur Thalassokratie der res publica populi romani von den Anfängen bis zur Begründung des Principat
: Franz Steiner Verlag
: 9783515107310
: Potsdamer altertumswissenschaftliche Beiträge
: 1
: CHF 66.90
:
: Altertum
: German
: 373
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

'Mare nostrum' - unser Meer. So betiteln die Römer spätestens seit dem ersten vorchristlichen Jahrhundert das Mittelmeer. Das besitzanzeigendenostrum verdeutlicht ihren maritimen Machtanspruch. In einem beinahe zweihundertjährigen Prozess wuchs die Stadt am Tiber zur mittelmeerumspannenden Supermacht des Altertums heran. Wie keine andere antike Küstenkultur zuvor verstand es Rom, seine Hegemonie über das Mittelmeer aufzubauen und systematisch maritime Kontrahenten auszuschalten.

Marco Ladewig zeichnet in diesem Band die Genese der römischen Seeherrschaft nach. Zugleich spürt er in den römischen Kulten, der Architektur, der Wirtschaft und der Innenpolitik Belegen für eine römische Thalassokratie nach, um mit dem Zerrbild derres publica populi romani als Landmacht aufzuräumen und sie - wie alle anderen antiken Kulturen ebenso - als Küstenkultur darzustellen. Rom und das Mittelmeer sind untrennbar miteinander verbunden, denn nur über die Beherrschung des Meeres wurde die Stadt Rom zum Imperium Romanum.



Marco Ladewig, geb. 1981, Studium der Geschichte und Biologie in Potsdam. Erstes Staatsexamen 2006, Promotion 2010. Wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für die Geschichte des Altertums an der Universität Potsdam (2007), wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für die Didaktik der Geschichte an der Universität Potsdam (2007-2010). Seit 2012 Studienrat für die Fächer Geschichte und Biologie an Gymnasien.

Forschungsschwerpunkte: Geschichte der römischen Republik, antike Marinegeschichte, Geschichte der frühen römischen Kaiserzeit, Geschichtsdidaktik.

INHALTSVERZEICHNIS10
VORWORT12
EINLEITUNG14
2. DIE GENESE DER RÖMISCHEN THALASSOKRATIE – EINE ANDERE „LESART“ DER RÖMISCHEN EXPANSION24
2.1 „ZUGÄNGE“ ZUM MEER – SOCII NAVALES UND COLONIAE MARITIMAE24
2.2 DIE KONTROLLE DER KÜSTEN DES MARE INTERNUM37
2.3 DIE KONTROLLE DER INSELN DES MARE INTERNUM67
2.4 ALTER ORBIS – ROMS AUSGREIFEN AUF DEN PONTUS EUXINUS UND DAS MARE OCEANUM85
3. DAS RÖMISCHE SEEKOMMANDO94
3.1 DER ANFANG DES RÖMISCHEN SEEKOMMANDOS ODER DAS IMPERIUM DES DUILIUS ALS ANACHRONISTISCHES KONSTRUKT?95
3.2 ARTIKULATIONSFORMEN DES RÖMISCHEN SEEKOMMANDOS101
3.3 KULTISCHE, MILITÄRISCHE UND PEKUNIÄRE HANDLUNGSFELDER DES SEEKOMMANDOS156
4. DIE MARITIME FACETTE DES RÖMISCHEN BELLUM CIVILE166
4.1 DIE ANFÄNGE RÖMISCHER RIVALITÄT AUF DEM MEER – DAS ZEITALTER SULLAS166
4.2 MITTELMEERUMSPANNENDE ALLIANZEN – DER AUFSTAND DES SERTORIUS172
4.3 DER KAMPF UM DIE MARITIME SUPREMATIE – CAESAR UND POMPEIUS177
4.4 TERRA MARIQUE – AUGUSTUS’ „MARITIMER“ WEG ZUR MACHT212
5. TRIUMPHUS NAVALIS – DIE RITUELLE VERHERRLICHUNG MARITIMER SIEGHAFTIGKEIT244
5.1 CAIUS DUILIUS – OPTIMUM EXEMPLUM245
5.2 DER WANDEL DES SEETRIUMPHES IN DER ZEIT DER REPUBLIK248
5.3 CHARAKTERISTIKA DES TRIUMPHUS NAVALIS252
5.4 MEMORIA DES SEETRIUMPHES263
6. TEMPLA, VILLAE, COLUMNAE ET ROSTRA – STEINERNE MONUMENTE DER RÖMISCHEN THALASSOKRATIE268
6.1 SPOLIA NAVALES – BEWEISE FÜR DIE SIEGHAFTIGKEIT ZUR SEE268
6.2 VOTUM ET SUPPLICATIO – VOM TEMPELBAU UND LOB MARITMER GOTTHEITEN279
6.3 VILLA MARITIMA – RÖMISCHE WOHN- UND LEBENSWELT AN DER KÜSTE287
6.4 DIE HÄUSER DER TOTEN – RÖMISCHE NEKROPOLEN ALS SPIEGEL MARITIMER LEISTUNGEN294
7. DER RÖMISCHE ÜBERSEEHANDEL – ZWISCHEN ÖFFENTLICHEM ENGAGEMENT UND PRIVATEM INTERESSE300
7.1 DER SEEHANDEL DER MERCATORES ET NEGOTIATORES ITALICI – DAS ÖFFENTLICHE ENGAGEMENT FÜR DEN ÜBERSEEHANDEL302
7.2 PRIVATA PECUNIA RES PUBLICA ADMINISTRATA EST – DIE BETEILIGUNG DER PUBLICANI AM SEEHANDEL310
7.3 NEGOTIUM SENATORIS – DIE SENATORISCHE PARTIZIPATION AM SEEHANDEL315
7.4 NAVICULARII – PRIVATE REEDER UND SCHIFFSEIGNER IM DIENSTE ROMS326
8. MARE NOSTRUM – DIE THALASSOKRATIE DER RES PUBLICA POPULI ROMANI330
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS352