: Jürgen Ehlers
: Der Wolf von Hamburg Thriller
: KBV Verlags-& Medien GmbH
: 9783954412426
: Kommissar Kastrup
: 1
: CHF 8.00
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eiskalt, gnadenlos, brutal ? Menschen sind schlimmer als Wölfe Ein nebliger Morgen. In der Hamburger Speicherstadt wird eine Frau mit durchgebissener Kehle gefunden. In ihrer Manteltasche steckt ein Zettel, auf dem nur ein Wort steht: 'Wolf'. Das zweite Opfer, ein kleines Mädchen, kommt mit dem Schrecken davon. Die Presse löst eine spektakuläre Wolfsjagd in und um Hamburg aus. Doch als das Tier schließlich in den Wäldern südlich der Elbe zur Strecke gebracht wird, erweist es sich als streunender Schäferhund ? und das Morden geht weiter. Die Mutter des Mädchens könnte den Fall aufklären, aber sie flieht in Panik. Sie weiß, dass sie das nächste Opfer sein soll. Und sie weiß, dass das gefährliche Tier nur ein Werkzeug des Täters ist. Kommissar Bernd Kastrup ahnt, worum es geht. Es kann einfach kein Zufall sein, dass die erste Tote unmittelbar vor seiner Wohnung abgelegt wurde. Im Laufe der Ermittlungen verdichten sich die Hinweise, dass es dem 'Wolf von Hamburg' nicht um Frauen und Kinder geht, sondern um die Rache für erlittenes Unrecht. Die Ereignisse überschlagen sich. Kann Kastrup den Täter fassen, bevor der 'Wolf von Hamburg' ihn selbst zur Strecke bringt?

JÜRGEN EHLERS ... wurde 1948 in Hamburg geboren und lebt heute mit seiner Familie auf dem Land. Seit 1992 schreibt er Kurzkrimis, die in verschiedenen Verlagen im In- und Ausland veröffentlicht wurden, und ist Herausgeber von Krimianthologien. Er ist Mitglied im 'Syndikat' und in der 'Crime Writers' Association'. Sein erster Kriminalroman 'Mitgegangen' wurde in der Sparte Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Bei KBV veröffentlichte Jürgen Ehlers bislang sieben historische Kriminalromane, zuletzt 2014 'Nur ein gewöhlicher Mord'.

Das Leck


Mittwoch, 19. November 2014

Bernd Kastrup stand in seinem Büro und musterte die Truppe, die ihm zur Verfügung stand. Da war zunächst einmal Vincent Weber, sein ältester und erfahrenster Mitarbeiter. Er hatte eine wechselhafte Karriere hinter sich, in deren Verlauf er unter anderem als Illusionist gearbeitet hatte. Seine Kollegen nannten ihn den Zauberer, was sich weniger auf seine Kartentricks bezog als darauf, dass er in der Lage war, sich in andere Menschen hineinzudenken und auf diese Weise Erfolge zu erzielen, wo andere vor ihm gescheitert waren. Weber war erst mit 35 Jahren zur Polizei gekommen. Vor zwölf Jahren war das gewesen; jetzt war er Hauptkommissar, genau wie Bernd. Sie hatten schon vor der Neugliederung der Kripo zusammengearbeitet, im alten LKA 411, der Mordkommission.

Kriminaloberkommissar Alexander Nachtweyh, sieben Jahre jünger als Weber, stammte aus Osterode am Harz. Vor seiner Polizeiausbildung hatte er ein Germanistik-Studium abgebrochen. Er war einsatzfreudig und zupackend, andererseits aber auch leicht ablenkbar und verspielt. Computer waren seine Leidenschaft. Bernd wusste, dass Nachtweyh in seiner Freizeit irgendeine Kampfsportart trainierte. Bei der Zusammenlegung von LKA 411 (Mordkommission) und LKA 417 (Todesermittlungen) waren Nachtweyh und Ladiges ihm zugeteilt worden. Die beiden waren erst vor sechs Monaten zu ihnen gestoßen.

Jennifer Ladiges war 29. Sie hatte ihr dreijähriges Studium an der Akademie der Polizei Hamburg mit Auszeichnung bestanden und war jetzt »Bachelor of Arts«, eine Bezeichnung, die Bernd jedes Mal ein spöttisches Lächeln entlockte, wenn davon die Rede war. Dabei gab es an Jennifers Leistung nichts zu bemängeln. Es war nur die für ältere Kollegen wie ihn ungewohnte Laufbahn, bei der er jedes Mal an diePolice-Academy-Filme denken musste, von denen er jeden einzelnen auf DVD besaß und mit großer Freud