: Joseph HUBER
: Allgemeine Umweltsoziologie
: VS Verlag für Sozialwissenschaften (GWV)
: 9783531934662
: 2
: CHF 42.50
:
: Soziologie
: German
: 350
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Das Werk gibt eine umfassende Einführung in die sozialwissenschaftliche Umweltforschung. Es erörtert grundlegende Kategorien und Modelle umweltsoziologischer Analyse und wendet diese auf einschlägige Themenbereiche an wie Umweltbewusstsein, Umweltdiskurse, Leitbilder und Strategien (Wachstumsdebatte, Risikodiskurs, nachhaltige Entwicklung, ökologische Modernisierung, Umweltinnovationen), Konsum und umweltorientiertes Verbraucherverhalten, ökologische Unternehmensführung und Umweltmanagement, Umweltpolitik und globale Umweltgovernance.

Prof. Dr. Joseph Huber ist Inhaber der Lehrstuhls für Wirtschafts- und Umweltsoziologie an der Martin-Luther-Universität Halle.
Inhaltsübersicht5
Inhalt im Einzelnen6
Verzeichnis der Abbildungen10
Verzeichnis der Tabellen11
I. Mensch, Gesellschaft und Umwelt12
1. Systemisch-evolutiver Ansatz der Umweltsoziologie12
1.1 System-Umwelt-Verhältnis als Ausgangspunkt12
1.2 Koevolution von Mensch, Gesellschaft und Naturumwelt14
1.3 Formative und effektuative Funktionen18
2. Sozialökologie. Umweltprobleme und ihre gesellschaftlichen Bedingungen24
2.1 Natur, Umwelt, Ökologie24
2.2 Sozialökologie und Naturökologie26
2.3 Weiteres und engeres Verständnis von Umweltsoziologie28
2.4 Gesellschaftlicher Metabolismus. Produktionskette und Produktlebens-zyklus. Ökologische Tragekapazität30
2.5 Umweltprobleme: Störungen des gesellschaftlichen Metabolismus36
2.6 Die gesellschaftliche Verursachung, Steuerung und Kontrolle von Umweltwirkungen39
3. Industrieller Metabolismus und Weltsystem42
3.1 Multiple Wege der Modernisierung, gleicher industrieller Metabolismus42
3.2 Industrielle Entwicklungsstufen der Nationalstaaten im Weltsystem44
3.3 Die ökologische Problemspezifik der Entwicklungsstufen48
3.4 Systemlebenszyklen, Lernkurven und abkürzbare Entwicklung (tunnel-lingthrough, leapfrogging)52
4. Messung von Umweltwirkungen und Umweltperformance60
4.1 Umweltbewertung60
4.2 Umweltberichterstattung, Umweltstatistik61
4.3 Ökobilanzen (Life Cycle Assessment)63
4.4 Stoffstromanalysen, Materialund Energieflussanalyse65
4.5 MIPS (Material-Intensität pro Nutzeneinheit)67
4.6 Ökologischer Fußabdruck68
4.7 Umweltkosten und alternative Wohlstandsindices69
4.8 Nachhaltigkeitsindices72
4.9 Umweltindices, Umweltperformance74
II. Formative Prozesse. Umweltbewusstsein, Umweltbewegung, Leitbilder und Strategien77
5. Umweltbewusstsein. Vom fundamentalistischen Anamodus zur promodalen Normalität77
5.1 Umweltprobleme, Handlungskapazitäten und Umweltbewusstsein77
5.2 Komponenten des Umweltbewusstseins79
5.3 Verbreitung des Umweltbewusstseins. Stellenwert des Umweltthemas81
5.4 Promodale und anamodale Ausrichtung des Umweltbewusstseins83
5.4.1 Promodus und Anamodus: Die formativen Modi der Selbst- undUmweltanpassung83
5.4.2 Promodale und anamodale Naturund Gesellschaftsbilder87
5.4.3 Naturwissenschaftlich-materialistisches und romantisch-idealistisches Naturverständnis90
5.5 Anthropozentrische und biozentrische Umweltethik92
5.6 Einstellungen zur Natur nach der Cultural Theory95
5.7 Umweltbewusstsein und Wertewandel96
5.8 Umweltbewusstsein im Zwei-Kulturen-Feld der neuen Mittelschichten98
5.9 Sozialstrukturelle Milieuspezifik des Umweltbewusstseins102
6. Umweltbewegung. Vom Outsider-Protest zur Assimilation106
6.1 Die Umweltbewegung im Schwarm sozialer Bewegungen106
6.2 Die zyklische Verlaufsgeschichte der sozialen Bewegungen107
6.3 Die Modernisierungsschub-Bewegungszyklus-These110
6.4 Die Verbreiterung der Klassenund Nationenbasis sozialer Bewegungen114
6.5 Lebenszyklische Phasen der Umweltbewegung115
6.5.1 Emergenz bis Anfang 1970er. Pionierpersonen und Basisinitiativen117
6.5.2 Aufschwung bis Mitte 1980er. Fundamentalopposition und eskalierende Konfrontation120
6.5.3 Umweltbewegung und Wissenschaft123
6.5.4 Übergang im Verlauf der 1980er. Binnen-Fraktionierung auf beiden Seiten durch einsetzende Kooperation und Assimilierung125
6.5.5 Erhaltung durch weitgehende Assimilierung seit den 1990ern128
7. Ökologische Diskurse, Leitbilder und Strategien. Vom Nullwachstum zur ökologischen Modernisierung131
7.1 Die Wachstumsdebatte132
7.1.1 Grenzen des Wachstums und Fortschrittsdiskurs132
7.1.2 Ökonomie versus Ökologie134
7.1.3 Wegbereiter: Konzepte des organischen, qualitativen, selektiven und entkoppelten Wachstums136
7.2 Ökologische Modernisierung I139
7.3 Risikodiskurs147
7.4 Nachhaltige Entwicklung152
7.4.1 Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung152
7.4.2 Die Diskursteilnehmer und ihre Interessen156
7.4.3 Der ungenügende Genügsamkeitsdiskurs (Suffizienz)158
7.4.4 Begrenzter Nutzen der Effizienzstrategie163
7.5 Ökologische Modernisierung II168
7.5.1 Metabolische Konsistenz (Ökokonsistenz)168
7.5.2 Technologische Umweltinnovationen171
7.5.3 Zur Schlüsselrolle technologischer Umweltinnovationen. Inner-ökologische Konflikte174
III. Umwelthandeln in Staat, Wirtschaft, Produktion und Konsum180
8. Allgemeine Ansätze zur Erklärung des Umwelthandelns180
8.1 Rational Choice, normative Rollentheorie und pragmatischer Synkretismus180
8.2 Low-Cost-Theorem und Allmende-Dilemma183
9. Staatliches Umwelthandeln. Instrumente und Muster der Umweltpolitik187
9.1 Zur policy-zyklischen Betrachtung der Umweltpolitik187
9.2 Das Instrumentarium des Ordnungsrechts. Institutionelle und gesetzliche Grundlagen in Deutschland und der Europäischen Union190
9.3 Umweltstandards, behördliche Planungsund Genehmigungsverfahren194
9.4 Grenzen von Ordnungsrecht und Umweltbürokratie197
9.5 Hybride Finanzinstrumente201
9.5.1 Abwasserabgabe202
9.5.2 Handelbare Emissionszertifikate