: July Cullen, Cara Bach, Astrid Pfister
: Collection No. 2 - Shadows of Love Drei Romane in einem E-Book
: beHEARTBEAT
: 9783732507283
: Shadows of Love - Sammelband
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 341
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Lust auf Liebe - Shadows of Love, die erotische Liebesromanserie: in sich abgeschlossene Geschichten mit vielen Höhepunkten und Happy-Endings. Junge Frauen treffen auf mächtige Männer, die sie emotional und erotisch in ihren Bann ziehen. Doch die Männer haben dunkle Geheimnisse ...

Dieses E-Book enthält drei prickelnde Abenteuer der beliebten Erfolgsserie zum günstigen Sammlerpreis:

Ca a Bach: 'Liebeskünste': Die unerfahrene Galeristin Gina Theiß erhält ihren ersten großen Auftrag: Sie kann mit dem bekannten Maler Roman Hagen zusammenarbeiten. Doch Roman führt Gina nicht nur in die Kunst der Malerei ein ...

July Cullen: 'Verbotener Tanz': Die junge Balletttänzerin Élaine bewirbt sich um einen von fünf Plätzen im Ensemble der 'Bluebell Girls', dem legendären Damenballett des Pariser Lido. Sie gibt sich dem künstlerischen Leiter und Trainingspartner, Maximilien de Saint-Verrier, jedoch nicht nur tänzerisch hin ...

Astrid Pfister: 'Gefährliche Verführung': Natascha Winter, die neue Pflegedienstleistung in einem großen Dortmunder Krankenhaus, beobachtet heimlich den Krankenpfleger Marco Bachmann: Sie verdächtigt ihn des Medikamentendiebstahls. Und auch ihr Herz hat er bereits gestohlen ...

Die einzelnen Episoden erscheinen jeden Monat neu, als Romanheft und E-Book. Für alle Fans von 'Colours of Love'.

July Cullen

Verbotener Tanz – Shadows of Love

»Sie sind langweilig.«

»Pardon, Monsieur?«

»Sie sind langweilig.«

»Ich verstehe nicht …« Mein Französisch klingt plötzlich holprig und ungelenk. Obwohl mein Vater Franzose ist und ich zweisprachig aufgewachsen bin, fühle ich mich gerade wie eine deutsche Touristin, die ihr spärliches Vokabular vergessen hat. Normalerweise spreche ich so gut wie akzentfrei. Im Café heute Morgen hat man mich sogar für eine Einheimische gehalten.

Das Leder des Schreibtischstuhls ächzt leise, als er sich erhebt. »Stellen Sie sich hin.«

Trotz meines brennenden Muskelkaters stehe ich anmutig von meinem Platz auf. Kopf gerade, Schultern zurück, Beine gestreckt. Die klassische Haltung einer Tänzerin ist mir schon lange in Fleisch und Blut übergegangen.

Er kommt näher, und seine Autorität umgibt ihn wie eine lodernde Aura.

Ich blicke starr geradeaus. Mein Herzschlag wird schneller. Irgendwo im Büro tickt eine Uhr. Der Prozessorkühler seines Computers summt. Ansonsten ist es still.

Er baut sich vor mir auf, doch ich sehe ihn nicht an. Das Crescendo meines Pulsschlags rauscht in meinen Ohren. Wenn er so nah ist, fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren. Meine Haut kribbelt wie mit Brause übergossen, ich fühle mich seltsam schwach und doch gleichzeitig so aufgekratzt, als hätte ich einen Liter Espresso getrunken.

Alle fünfundzwanzig Tänzerinnen, die es nach dem Vortanz-Marathon gestern und heute in die engere Auswahl geschafft haben, müssen zu einem persönlichen Gespräch mit ihm, dem Großmeister der Choreographie. Maximilien de Saint Verrier, seines Zeichens künstlerischer Leiter des Pariser Lido. Wer in dieser »Privataudienz« durchfällt, kann direkt abreisen.

Ich bin müde, meine Zehen tun weh, und ich habe nur noch hundertdreißig Euro für heute Abend und die nächsten beiden Tage. In einer Stadt wie Paris ist das ein Trinkgeld. Alles hier ist teuer. Die schäbigen Hotelzimmer, die Metro, der Café au Lait beim Bäcker.

In zwei Tagen sollen fünf Tänzerinnen für die legendäre Tanztruppe »Bluebell Girls« ausgewählt worden sein. Wahrscheinlich. WennMonsieursich noch nicht sicher ist, dann lässt er uns einen weiteren Tag die Beine schwingen und fällt die Entscheidung erst in drei Tagen. Dann allerdings ohne mich, denn mein Geld reicht nur noch bis übermorgen.

Als er eine Hand auf meine Schulter legt und mich zu sich dreht, verfliegt die Müdigkeit wie ein verblassender Traum. »Sehen Sie mich an.«

Ich hebe den Kopf. Der Blick aus seinen harten grauen Augen jagt mir einen feuerheißen Schauer die Wirbelsäule hinab. Ich spüre die Ausläufer bis in die Spitzen meiner geschundenen Zehen.

»Die ersten acht Takte der Etüde von heute Morgen«, verlangt er.

»Hier?« Obwohl ich meine Trainingskleidung trage, finde ich es ungewöhnlich, dass ich in seinem Büro vortanzen soll.

»Natürlich.« Er schiebt meinen Stuhl zur Seite. Als er mir auffordernd zunickt, beginne ich wie programmiert zu tanzen. Jeder Schritt sitzt. Nach der letzten Drehung sehe ich zu ihm.

Er seufzt, als hätte ich einen Verdacht bestätigt.

»Monsieur?«

»Kommen Sie mal mit.« Er führt mich zu einem Spiegel, der rechts hinter der geschlossenen Tür hängt. Er schiebt mich direkt davor und stellt sich hinter mich. Wieder ist er viel zu nah. Immer noch rast mein Herz und in meinem Bauch beginnt es