: Manfred Krifka, Joanna Błaszczak, Annette Leßmöllmann, André Meinunger, Barbara Stiebels, Rosemarie
: Manfred Krifka, Joanna Błaszczak, Annette Leßmöllmann, André Meinunger, Barbara Stiebels, Rosemarie
: Das mehrsprachige Klassenzimmer Über die Muttersprachen unserer Schüler
: Springer VS
: 9783642343155
: 1
: CHF 18.40
:
: Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft
: German
: 491
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Mehrspra higkeit ist heute eine Realität, ganz besonders in der Schule: Lehrer sind damit konfrontiert, dass ihre Schüler zum Teil keine deutschen Muttersprachler sind. Viele Kinder wachsen mehrsprachig auf, manche lernen erst in der Schule Deutsch. Das empfinden Lehrer, Bildungsplaner, Didaktiker - und Eltern - häufig als Last, die das Bildungsniveau der Schulen drückt. Dabei ist Mehrsprachigkeit ein wertvolles Gut, ein Mehr an Sprachen und an Unterrichtsmöglichkeiten. Dazu müssen Lehrer aber etwas über die Sprachen wissen, die ihre Schüler in den Unterricht mitbringen.

Hier setzt dieses Buch an: Es liefert anregende und dabei linguistisch fundierte Informationen über die Sprachen, die von Schülerinnen und Schülern in Deutschland am häufigsten gesprochen werden - von Japanisch, Chinesisch, Vietnamesisch, über Hindi, Persisch und Türkisch bis Spanisch, von Russisch und Ukrainisch über Griechisch und Albanisch bis Arabisch und Hebräisch. Linguisten und Mehrsprachigkeits-Forscher wollen in diesem Buch zeigen, dass diese unterschiedlichen Sprachkompetenzen ein Schatz sind.

'Das mehrsprachige Klassenzimmer' ist kein didaktischer Leitfaden, sondern bietet Hintergrundinformationen, die Leser und Leserinnen nach Bedarf in Unterrichtsvorbereitungen, in die Konzeption von Lehrbüchern, in politische Überlegungen zur schulischen Integration oder in ihre persönliche Weiterbildung einfließen lassen können.



Die Herausgeber

Prof. Dr. Manfred Krifka, promoviert 1986 in München und dann tätig in Tübingen und an der Universität von Texas in Austin, arbeitet seit 2000 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort ist er Direktor des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Semantik - die Regeln, wie sprachliche Ausdrücke verstanden werden, wozu der innere Aufbau von Wörtern und Sätzen beiträgt, aber auch die Umstände, in denen sie gebraucht werden. Krifka hat zu so verschiedenen Gebieten wie der Kommunikation im Cockpit von Flugzeugen und zu kleinen, bedrohten Sprachen in Melanesien gearbeitet.

Prof. Dr. Joanna Błaszczak promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und habilitierte an der Universität Potsdam im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft. Seit 2008 ist sie Professorin an der Universität Breslau (Wrocław), wo sie das Zentrum für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft leitet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Syntax und Semantik natürlicher Sprache sowie Psycholinguistik.

Prof. Dr. Annette Leßmöllmann ist Linguistin und Professorin für Wissenschaftskommunikation und Linguistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Sie hat zahlreiche Artikel zum Thema Linguistik u. a. in derZEIT und inGehirn und Geist verfasst und verknüpft in ihrer Forschung Kognitionswissenschaft und Journalistik.

PD Dr. André Meinunger promovierte in Potsdam und habilitierte 2004 in Leipzig. Er forscht am Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin zum Satzbau im Deutschen im Vergleich zu anderen Sprachen und engagiert sich in der Diskussion zwischen Sprachwissenschaftlern und Sprachpflegern im Hinblick auf Themen wie korrektes Deutsch, Sprachwandel und 'Sprachverfall'.

Prof. Dr. Barbara Stiebels, die 1995 an der Universität Düsseldorf promovierte, ist seit 2012 Professorin für Allgemeine Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig. Zuvor war sie mehrere Jahre am Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin tätig. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen auf der Sprachtypologie und der Rolle des Lexikons für die Syntax.

Prof. Dr. Rosemarie Tracy promovierte in Göttingen und habilitierte in Tübingen. Seit 1995 hat sie einen Lehrstuhl für Anglistische Linguistik an der Universität Mannheim inne. Sie forscht zu Spracherwerb und Mehrsprachigkeit bei Kindern und Erwachsenen und leitet mehrere Praxisprojekte. Gemeinsam mit Kollegen hat sie das Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung (MAZEM gGmbH) gegründet.

Prof. Dr. Hubert Truckenbrodt promovierte 1995 am MIT, arbeitet seit 2008 am Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin und unterrichtet gelegentlich an der Humboldt-Universität. Er forscht an Verbindungen zwischen Satzbau, Satzmelodie und Satzverwendung. 2006 erhielt er den Landeslehrpreis von Baden-Württemberg. Er interessiert sich für Grammatik in der Lehrerausbildung.

Inhaltsverzeichnis5
Vorwort10
Weitere Verwendungshinweise12
Herausgeber13
Autorenverzeichnis15
Abkürzungen20
1 Einleitung21
1.1 Mehrsprachigkeit in unserer Zeit21
1.2 Die Konzeption dieses Buches23
1.3 Zum Inhalt dieses Buches25
1.4 Unsere Hoffnungen und weitere Anregungen27
Literatur30
2 Mehrsprachigkeit: Vom Störfall zum Glücksfall32
2.1 Einleitung32
2.2 Mehrsprachigkeit als Normalzustand34
2.3 Arten des Spracherwerbs40
2.4 Mehrsprachigkeit bedeutet Mehrstimmigkeit45
2.5 Das mehrstimmige Klassenzimmer48
2.6 Fazit49
Literatur51
3 Das Deutsche53
3.1 Einleitung53
3.2 Allgemeines zur deutschen Sprache53
3.3 Schrift und Aussprache des Deutschen57
3.4 Wörter71
3.5 Sätze74
3.6 Wortschatz: Unsere Monatsnamen und ihre Herkunft80
Literatur83
4 Das Polnische und das Tschechische84
4.1 Einleitung84
4.2 Allgemeines zur polnischen und zur tschechischen Sprache85
4.3 Schrift und Aussprache86
4.4 Wörter93
4.5 Sätze97
4.6 Wortschatz und Sprachverwendung103
Literatur108
5 Das Englische110
5.1 Einleitung110
5.2 Allgemeines zur englischen Sprache110
5.3 Schrift und Aussprache115
5.4 Wörter120
5.5 Sätze125
5.6 Sprachverwendung129
Literatur130
6 Das Türkische132
6.1 Einleitung: Der Fez und die Geschichte der Türkei132
6.2 Allgemeines zur türkischen Sprache133
6.3 Aussprache und Schrift135
6.4 Wörter140
6.5 Sätze142
6.6 Bedeutungen144
Literatur149
7 Das Arabische und das Hebräische151
7.1 Das Arabische151
7.1.1 Einleitung151
7.1.2 Allgemeines zur arabischen Sprache152
7.1.3 Schrift und Aussprache155
7.1.4 Wörter162
7.1.5 Sätze168
7.1.6 Wortschatz172
7.2 Das Hebräische174
7.2.1 Einleitung174
7.2.2 Allgemeines zur hebräischen Sprache175
7.2.3 Schrift und Aussprache176
7.2.4 Wörter181
7.2.5 Sätze185
Literatur (Arabisch und Hebräisch)189
8 Das Persische und das Kurdische191
8.1 Einleitung191
8.2 Allgemeines zur kurdischen und zur persischen Sprache192
8.3 Schrift und Aussprache195
8.4 Wörter201
8.5 Sätze202
8.6 Bedeutung: Verbgefüge im Persischen und Kurdischen207
Literatur210
9 Das Bosnische/ Kroatische/Serbische und das Bulgarische212
9.1 Einleitung212
9.2 Allgemeines zum BKS und zur bulgarischen Sprache214
9.3 Schrift und Aussprache216
9.4 Wörter221
9.5 Sätze228
9.6 Wortschatz und Sprachverwendung230
Literatur232
10 Das Russische und das Ukrainische233
10.1 Einleitung233
10.2 Allgemeines zur russischen und zur ukrainischen Sprache236
10.3 Schrift und Aussprache240
10.4 Wörter244
10.5 Sätze251
10.6 Wortschatz und Sprachverwendung254
Literatur258
11 Das Vietnamesische und das Chinesische260
11.1 Einleitung260
11.2 Allgemeines zur vietnamesischen und zur chinesischen Sprache261
11.3 Schrift und Aussprache263
11.4 Wörter270
11.5 Sätze: Wortstellung im Vietnamesischen und Chinesischen275
11.6 Fragen der Bedeutung278
Literatur282
12 Das Japanische und das Koreanische284
12.1 Einleitung284
12.2 Allgemeines zur japanischen und zur koreanischen Sprache285
12.3 Schrift und Aussprache287
12.4 Wörter292
12.5 Sätze294
12.6 Sprachverwendung296
Literatur301
13 Das Hindi und das Urdu sowie das Romani302
13.1 Das Hindi und das Urdu302
13.1.1 Einleitung302
13.1.2 Allgemeines zum Hindi und Urdu303
13.1.3 Schrift und Aussprache305
13.1.4 Wörter310
13.1.5 Sätze