»Tatsachen? Über Jamaika? Aha! Ich liebe es, wenn die Leute vom
Lande sagen, es gäbe keine Tatsachen auf Jamaika. Das klingt so
poetisch und geheimnisvoll, aber sie haben natürlich absolut recht.
Wenn man darüber nachdenkt, gibt es wirklich keine. Keine einzige.«
Chris Blackwell, 1982
»Tatsachen und Tatsachen, und Sachen und Sachen, das ist alles
verdammter Unsinn. Glaubt mir! Es gibt keine Wahrheit außer der
einen Wahrheit, und das ist die Wahrheit von Jah Rastafari!«
Bob Marley, 1978
»Der eine, der hat’s zu tun mit Information. Und der andere, der hat’s
zu tun mit einer Vorstellung von Wahrheit. Und dann ist da wieder
einer, der hat’s zu tun mit Magie. Information, die fließt um dich
herum, und die Wahrheit, die fließt auf dich zu. Aber Magie, die fließt
durch dich hindurch.«
Nernelly, ein jamaikanischer»bush doctor«, 1982
Es war kurz vor Mitternacht, und in den Beifall des auserwählten Publikums mischten sich die Rufe der zerlumpten Leute, die in Massen über die Mauern kletterten, von denen das Rufaro Stadion in Salisbury, der Hauptstadt von Simbabwe, umgeben ist. Plötzlich drehte sich der Wind, und Wolken von Tränengas, das die Polizei außerhalb der Arena benutzte, um die Menge im Zaum zu halten, trieben über das Gelände und reizten die Augen des Mannes, der auf der kleinen Bühne in der Mitte der Arena auftrat. Für einen Augenblick verlor er die Orientierung und lief aufgeregt hin und her, bis er schließlich durch ein Loch in dem Dunst, der so furchtbar in den Augen brennt, hervorstolperte. Soldaten, die M16-Gewehre schwenkten, führten ihn seitlich von der Bühne hinunter in einen Wohnwagen, wo er sich die Augen mit einem wassergetränkten Lappen abtupfte.
Das Konzert, das seit ungefähr zwanzig Minut