: Anna Lux
: Räume des Möglichen Germanistik und Politik in Leipzig, Berlin und Jena (1918-1961)
: Franz Steiner Verlag
: 9783515109031
: Pallas Athene
: 1
: CHF 80.30
:
: Geschichte
: German
: 506
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Zäsurüber reifend untersucht diese Arbeit das spannungsreiche Verhältnis von Wissenschaft und Politik am Beispiel der Germanistik in Leipzig, Berlin und Jena. Anna Lux analysiert dabei sowohl institutionelle Strukturen, wissenschaftliche Diskurse als auch die wissenschaftliche Praxis der Akteure. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Leipziger Germanistik, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - vor allem durch die Ordinarien Theodor Frings und Hermann August Korff - von bemerkenswerter Kontinuität geprägt war. Zugleich werden die Befunde zu den einzelnen Instituten kontextualisiert und mit grundlegenden wissenschaftshistorischen Debatten verbunden. In dieser Verknüpfung wissenschafts- und universitätshistorischer Fragen versteht sich die Arbeit als eine Strukturgeschichte der Germanistik und als Beitrag zur systematischen Wissenschaftsgeschichte der Geisteswissenschaften.



Anna Lux studierte in Leipzig und Lyon Geschichte, Germanistik und Französisch. 2011 Promotion in Leipzig. Seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Br. im Rahmen des DFG-Paketprojekts 'Gesellschaftliche Innovation durch 'nichthegemoniale' Wissensproduktion'.
INHALTSVERZEICHNIS8
VORWORT14
EINLEITUNG16
A DIE KRAFT DER BEHARRUNG. INSTITUTIONELLE ENTWICKLUNGEN26
I DIE WEIMARER REPUBLIK28
1 Die Studierenden und die kurze, heftige Phase von 1927 bis 193028
2 Ausbau, Umbau, Ausdifferenzierung33
II DAS DRITTE REICH49
1 Die Studierendenfrequenz – massive Einbrüche und die Rolle der Studentinnen49
2 Personal, Etat, Gehälter und politisch motivierter Ausbau53
III DIE SBZ UND FRÜHE DDR69
1 Die Entwicklung der Studierendenzahlen69
2 Neuanfänge auf unterschiedlichen Wegen70
B GERMANISTENLEBEN. AKADEMISCHE PRAXIS UND WIRKLICHKEIT84
I DAS PRINZIP BERUFUNG. AKADEMISCHE ZUGANGSPROZESSE85
1 Zwischen Tradition und Innovation. Berufungsverhandlungen im Kontext der „geistesgeschichtlichen Wende“ in Kaiserreich und Weimarer Republik88
2 Berufungen unter politischen Vorzeichen. Die Etablierung einer „neuen Berufungsnormalität“ im Dritten Reich102
3 Von der Normalität des Diskontinuierlichen zur neuen Homogenität. Berufungspraxis nach 1945140
II DER VERORDNETE BRUCH. ENTLASSUNGEN UND ABGÄNGE188
1 Die Weimarer Republik188
2 Das Dritte Reich194
3 Das Jahr 1945236
4 Die 1950er Jahre280
III VON DENEN, DIE BLEIBEN. KONTINUITÄT ALS HISTORISCHER PROZESS290
1 Der Wechsel in die Systemopposition. Kontinuität nach 1918 / 19291
2 Vom Krisengefühl zum Hochgefühl.Kontinuität nach 1933303
3 Diese Welt ist meine Welt. Kontinuität nach 1945317
4 Doppelte Kontinuität I:„Der letzten Könige einer“. Theodor Frings320
5 Doppelte Kontinuität II:Mehr Geist als Materie? Hermann August Korff374
C VOM WANDEL IN DER KONTINUITÄT. DIE WISSENSCHAFTLICHEN ARBEITEN VON THEODOR FRINGS UND HERMANN AUGUST KORFF404
I SEHNSUCHT NACH DER „ÜBERWÖLBENDENWISSENSCHAFT“. DIE KULTURMORPHOLOGIE VONTHEODOR FRINGS404
1 Das Konzept Kulturmorphologie und die Bedeutung der Begriffe Raum, Kultur und Volk406
2 Methodische Neuerungen: Kartographie und Kooperation413
3 Anschlussfähigkeiten. Die politische Bedeutung der Kulturmorphologie während Nationalsozialismus und DDR416
II ENTRÜCKT ODER AMBITIONIERT? HERMANN AUGUST KORFFS GEIST DER GOETHEZEIT420
1 Korffs „deutsche Sendung420
421420
2 Anschlussfähigkeiten. Die politische Bedeutung der Werke Korffs in drei politischen Systemen424
STABILITÄT UND WANDEL. SCHLUSSBETRACHTUNG436
ANHANG442
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS464
QUELLEN-UND LITERATURVERZEICHNIS466
NAMENSREGISTER500