: Jeannine Wintzer
: Geographien erzählen Wissenschaftliche Narrationen von Geschlecht und Raum
: Franz Steiner Verlag
: 9783515108362
: Sozialgeographische Bibliothek
: 1
: CHF 51.50
:
: Geografie
: German
: 309
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Wie entsteht wissenschaftliches Wissen? Wie wird wissenschaftliches Wissen vermittelt, so dass es sich als gültiges Wissen durchsetzen kann? Diese zwei Fragen stehen im Mittelpunkt des vorliegenden E-Books. Es zielt mit Blick auf die Bevölkerungsforschung auf die Rekonstruktion der wissenschaftlichen Wissensproduktion, -vermittlung und -zirkulation von Geschlecht und Raum - beides derzeit überaus erfolgreiche Konzepte bei der Durchsetzung politischer Interessen.
Der Anschluss an die Erzählforschung, Differenzphilosophien und Bilddiskurswissenschaft ermöglicht, den ontologischen Status wissenschaftlicher Phänomene als durch sprachliche und visuelle Handlungen konstruiert zu verstehen.

Denn wechselt man die Perspektive vom scheinbaren objektiven Gegenstand auf die Sprach- und Bildhandlung, eröffnet sich ein Blick auf die Produktion von Wissen und damit auf die soziale Konstruiertheit wissenschaftlicher Gegenstände. Das sensibilisiert die LeserInnen für die den wissenschaftlichen Studien zu Grunde liegenden Rationalitäten ebenso wie für die Diskurse und Dispositive, die es ermöglichen, dass sich das spezifische Wissen über Geschlecht und Raum in Wissenschaft und Gesellschaft entfalten kann.



Studium der Geographie an der Friedrich-Schiller-Universitä Jena; von 2006-2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gruppe Kulturgeographie am Geographischen Institut der Universität Bern. Seit 2013 Dozentin für Qualitative Methoden am Geographischen Institut der Universität Bern.

Forschungsinteressen: Frauen- und Geschlechterforschung, Handlungstheoretische Sozialgeographie, Geographische Wissenschaftsforschung, Visuelle Geographien, Diskurs-, Narrations-, Argumentations- und Metaphernanalyse

Inhalt8
A Wenn eine eine Reise tut, dann kann sie was erzählenMotto der Reise festlegen12
1 Alltägliche und wissenschaftliche Geographien14
2 Aktionen planen: Forschungsdesign20
3 Konklusion I28
B Visum beantragen – Zugänge ermöglichen Epistemologischer Support34
4 Erkenntnisgewinn als Erkenntniskonstruktion36
5 Geographien produzieren, vermitteln und durchsetzen48
6 Analyse von Wissen als Archäologie und Genealogie56
7 Narrative der Wissenschaft64
8 Konklusion II78
C AUF REISE GEHEN – SIGHTSEEING METHODOLOGISCHER SUPPORT86
9 Route 1: Erzählte Geographien als Text88
10 Route 2: Erzählte Geographien als Versprachlichung96
11 Route 3: Erzählte Geographien als Metapher106
12 Route 4: Erzählte Geographien als Argument116
13 Route 5: Erzählte Geographien als Bild122
14 Konklusion III130
D ÜBER DIE REISE ERZÄHLEN REKONSTRUKTION WISSENSCHAFTLICHEN WISSENS134
15 Reiseerzählung 1: Die Episteme „(…) Grundlage des Beitrags bildet eine geschlechts- und altersspezifischdifferenzierte Wanderungsdatenbank (…)“136
16 Reiseerzählung 2: Spezial- und Interdiskurse „(…) Deutschlands Frauen bekommen so wenig Kinder wie fastnirgendwo in der Welt (…)“154
17 Reiseerzählung 3: Das Zahlenwerk der Wissenschaft „(…) der Blick auf die Zahlen ermöglicht eindifferenziertes Bild (…)“172
18 Reiseerzählung 4: Die Ökonomie „(…) die einen profitieren, die anderen verlieren (…)“184
19 Reiseerzählung 5: Die Natur-Wissen-Schafft „(…) die größte Anziehungskraft übt München aus (…)“190
20 Reiseerzählung 6: Tatort Ostdeutschland „(…) wird sich Ostdeutschland in den nächsten Jahrzehntenentvölkern (…)“200
21 Reiseerzählung 7: Erzähltes Geschlecht „(…) das veränderte Fertilitätsverhalten ostdeutscher Mütter (…)“210
22 Reiseerzählung 8: Erzählter Raum „(…) typische Orte in der ostdeutschen Provinz (…)“218
23 Fotoalbum: Die Nachvoll‚seh‘barkeit „(…) wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist (…)“228
24 Reiseerzählung 9: Popularisierung „(…) Schrumpfungslandschaften und Problemregionen (…)“240
25 Konklusion IV250
Zusammenfassung262
Nachweise274