: Mariana Hausleitner
: Die Donauschwaben 1868-1948 Ihre Rolle im rumänischen und serbischen Banat
: Franz Steiner Verlag
: 9783515107631
: Schriftenreihe des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
: 1
: CHF 66.60
:
: Geschichte
: German
: 417
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Im Zentrum der Studie stehen die Nachfahren deutscher Siedler des 18. Jahrhunderts in Südosteuropa - die Donauschwaben. Im Rahmen der Habsburgermonarchie prägte zunächst der ungarische Staat ihr Leben. Nach dem Ersten Weltkrieg durchlief ihre Geschichte unterschiedliche Entwicklungen: In dem Rumänien zugesprochenen Ostbanat wurde das deutsche Schulwesen ausgebaut. Dagegen konnten die Schwaben im kleineren Westbanat, das dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zugeschlagen worden war, ihre Institutionen nur mit Mühe aufrechterhalten. Seit den dreißiger Jahren vom Deutschen Reich zunehmend unterstützt, bestimmte schließlich die Volksdeutsche Mittelstelle von Berlin aus auch die Führungsebene der Donauschwaben. Der NS-Einfluss verschlechterte die Beziehungen der Donauschwaben zu ihren nichtdeutschen Nachbarn. Sie dienten in der SS-Division 'Prinz Eugen', die auch Titos Partisanenbewegung bekämpfte. Daher waren nach dessen Sieg 1944/45 die jugoslawischen Schwaben brutalen Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt. In Rumänien hingegen kam es zwar zu Deportationen, doch begann zügig die Integration aller Deutschen in das kommunistische System.

 



Mariana Hausleitner, habilitierte Historikerin, beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte multiethnischer Gebiete Südosteuropas in der Zeit vom 18. bis 20. Jahrhundert.
VORWORT6
INHALT8
1. INTERETHNISCHE BEZIEHUNGEN UND MINDERHEITENPOLITIK IM VERGLEICH10
2. DIE DONAUSCHWABEN UND IHRE NACHBARN VOR 191822
2.1 DIE ENTSTEHUNG DER MULTIETHNISCHEN GESELLSCHAFT IM BANAT22
2.2. INTERETHNISCHE BEZIEHUNGEN IM BANAT VOR 190835
2.3 SCHWABEN IN POLITISCHEN ORGANISATIONEN DES BANATS 1908–191845
3. BANATER SOZIALISTEN UND DIE MINDERHEITENPROBLEME 1918–193465
3.1 OPTIONEN VOR DER DREITEILUNG DES BANATS 1918/191965
3.2 DIE LAGE IM BANAT WÄHREND DER PARISER FRIEDENSKONFERENZ 191973
3.3 LINKER WIDERSTAND IN RUMÄNIEN GEGEN DIE STAATSPOLITIK 1920–193481
4. NATIONALORIENTIERTE SCHWABEN UND IHRE NACHBARN 1918–193794
4.1 DER KULTURELLE AUFSCHWUNG DER SCHWABEN IM RUMÄNISCHEN BANAT BIS 193394
4.2 NATIONALSOZIALISTISCHE ANGRIFFE AUF DEUTSCHE KATHOLIKEN IN RUMÄNIEN BIS 1937110
4.3 JUDEN UND ANTISEMITEN IM RUMÄNISCHEN BANAT 1918–1937132
4.4 AUFBAU DEUTSCHER ORGANISATIONEN IM SERBISCHEN WESTBANAT BIS 1928148
4.5 KONSERVATIVE UND NATIONALSOZIALISTEN IM JUGOSLAWISCHEN BANAT 1929–1937160
4.6 JUDEN, ANTISEMITISMUS UND BOLSCHEWISMUS IM WESTBANAT BIS 1940174
5. NATIONALSOZIALISMUS IM RUMÄNISCHEN UND SERBISCHEN BANAT 1938–1944179
5.1 GLEICHSCHALTUNG UND RESISTENZ IM RUMÄNISCHEN BANAT 1938–1940179
5.2 DER KRIEGSEINSATZ DER SCHWABEN IM RUMÄNISCHEN BANAT 1940–1944201
5.3 DIE VERFOLGUNG DER JUDEN IN RUMÄNIEN ZWISCHEN 1938 UND 1944218
5.4 JUGOSLAWIENS NEUTRALITÄTSKURS UND DIE GLEICHSCHALTUNG IM WESTBANAT 1938–1941241
5.5 BETEILIGUNG VON DONAUSCHWABEN AN KRIEGSVERBRECHEN IN JUGOSLAWIEN 1941–1944252
6. KOLLEKTIVE BESTRAFUNG DER DONAUSCHWABEN 1944–1948293
6.1 DIE GEWALTAKTIONEN GEGEN SCHWABEN IM SERBISCHEN BANAT293
6.2 DER UMSTURZ IN RUMÄNIEN UND DIE FOLGEN FÜR DIE SCHWABEN307
6.3 VERFOLGUNG VON OSTBANATER SOZIALDEMOKRATEN, KATHOLIKEN UND JUDEN NACH 1946335
6.4 RUMÄNIENS SERBISCHE MINDERHEIT UND JUGOSLAWIENS KOMINFORM-AUSSCHLUSS347
6.5 DIE UMDEUTUNG DER KRIEGSJAHRE ZU BEGINN DES OST-WEST-KONFLIKTS354
7. PARALLELEN UND UNTERSCHIEDE IM ENTWICKLUNGSWEG DER SCHWABEN BEIDER BANATER REGIONEN364
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS376
KARTEN377
BIBLIOGRAPHIE380
QUELLEN AUS ARCHIVBESTÄNDEN380
PERIODIKA381
BEITRÄGE UND BÜCHER382
PERSONENREGISTER410
ORTSREGISTER416