Das Herz ist eine unerkannte Schatztruhe
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Das neue Menschenbild
RADOMIL:Lieber Marko, die Arbeit an diesem Text beginnen wir in einer erwartungsvollen Zeit; es ist der 9. Dezember 2012, wir haben heute und gestern in der Stadtlandschaft von Prag gearbeitet. In wenigen Tagen ist der 12. 12. 2012, das Datum, an dem der große Wandel seinen Anfang nehmen und am 21. 12. seinen Höhepunkt erreichen soll. Viele Menschen, die wissen oder fühlen, dass es mit unserer Zivilisation so nicht weitergehen kann, erwarten ein Ende und einen Neubeginn. Wenn dieser Text in einigen Monaten erscheint, werden wir alle bereits mehr wissen– und es wird dann leicht sein zu sagen: Seht ihr, ich habe doch gesagt, dass es kommt– oder eben: dass nichts kommt…
Ob so oder so, eine Sache ist deutlich: Unsere Zivilisation befindet sich in einer Sackgasse; so wie sie derzeit aufgebaut ist, kann sie nicht weiter bestehen, denn sie wird weder dem Menschen noch anderen Reichen und Welten gerecht. Deswegen möchte ich mit dir an der Vision einer neuen Welt, einer neuen Zivilisation arbeiten und dabei einen Entwurf aufgreifen, den du bereits 2006 hier in Prag und ein Jahr später dann in deinem Buch Liebeserklärung an die Erde*kurz vorgestellt hast. Diesen Entwurf wollen wir hier vertiefen und ausarbeiten.
Vielleicht aber möchtest du, bevor wir beginnen, noch etwas zu den kommenden Tagen und den erhofften und befürchteten Ereignissen sagen oder womöglich auch auf die Sackgasse näher eingehen, in der wir uns als Gesellschaft und Zivilisation befinden?
MARKO: Lieber Radomil, es freut mich sehr, dass du dich für die Wandlung unserer planetaren Gesellschaft interessierst, da auch mein Interesse, besonders in dieser Zeit am Ende des Jahres 2012, den Veränderungen gilt, die unser Inneres und die Welt um uns herum erschüttern.
Vor kurzem wurde mir ein umfangreiches Agrarindustrieprojekt vorgestellt, bei dem bestimmte essbare Pflanzen massenweise so gezüchtet werden, dass sie gar nicht die Erde berühren dürfen. Alles, was sie für die Produktion ihrer Früchte brauchen, wird ihnen durch Computerüber das Wasser zugeführt. Sie werden nachts grell beleuchtet, damit sie ununterbrochen, Tag und Nacht, produzieren können.
Ich pflege zu sagen, dass unsere gegenwärtige Zivilisation immer noch Sklaven hält, obwohl die Sklaverei längst abgeschafft wurde. Zwar bleiben Menschen diese ethisch und moralisch unzulässigen Handhabungen weitgehend erspart, Sklaverei wird jedoch immer noch praktiziert, etwa in der Beziehung des Menschen zu den Pflanzen oder Tieren– wie das obige Beispiel zeigt.
Als nicht minder Leben gefährdend betrachte ich die Haltung unserer globalen Zivilisation gegenüber den geistig-seelischen Dimensionen unseres Planeten. Obwohl der gesamteÜberlieferungsschatz der indigenen Kulturen von der für das Leben grundlegenden Bedeutung des elementaren Bewusstseins der Erde zeugt, wird die Welt der Elementarwesen als Bewusstseinseinheiten der Natur weiterhin ignoriert. Unsere Kultur