: Tom Leon
: Katja und die Morgenlatte - On the Road Erotischer Roman
: Verlag Christine Janson
: 9783939229759
: 1
: CHF 6.20
:
: Erzählende Literatur
: German
: 270
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Abenteuer mit Hindernissen! Katja liebt es unkonventionell und überredet Dieter, sich auf einen aufregenden Camping-Urlaub einzulassen. Was sie am FKK-Strand alles erleben, darum geht es in diesem zweiten Teil des Erotik-Romans: 'Katja und die Morgenlatte'. Irre komisch, witzig und sehr sexy! 'Taten mir die ganze Zeit über nur die Handgelenke weh, so kam jetzt der rechte Oberarm vom vielen Wichsen noch dazu. Ich liebte diese Frau. Ich hoffte, nein, ich war mir sicher, dass wir früher oder später ein echtes Traumpaar abgeben würden. Bei diesem über alle Maße beruhigenden Gedanken kam es mir endlich. Richtig gut sogar. Was für eine Erlösung!' 'Gerade hatte ich endlich eine einigermaßen passable Stellung vor Katjas gespreizten Beinen eingenommen, als sie mir freundlicherweise ihre beiden Unterschenkel über meine Schultern anreichte. Mit der zusammengedrückten Klopapierrolle hinter ihrem Kopf, war es da unten sogar einigermaßen bequem für sie.'

On the road


Über ein Buch eines amerikanischen Autors und Philosophen hatte ich mich mal so sehr aufgeregt, dass ich es nicht zu Ende gelesen habe, was so gar nicht meine Art ist. Es handelte von Männern und ihren Beziehungsproblemen. Den Autor nenne ich hier bewusst nicht, da ich für so einen Mist nicht auch noch Reklame machen möchte. Na ja, jedenfalls war sein Tenor in besagtem Buch:»Alle Männer sind so und so.« Punkt. Die Aussage als solche spielt dabei eigentlich gar keine tragende Rolle. Nehmen wir der Einfachheit halber folgende, sehr weit verbreite Annahme näher unter die Lupe:»Alle Männer sind Schweine!« Mit starker Betonung aufalle. Ausnahmslos alle. Und jetzt sein Kommentar: Entweder sie [die Männer] geben es direkt zu oder sie belügen sich einfach selbst, indem sie es sich nur nicht eingestehen.

Ich durchdachte seine Kernaussage. Und ich kam zu dem Schluss:Ich war aber nicht so. Also, ich meine: Ich warwirklich nicht so. Es war jetzt nicht so, dass ich es mir nur nicht eingestanden hätte, dass ich nicht so wäre: Ich warwirklich nicht so! Und jetzt kommen Sie aus dieser Zwickmühle mal wieder’raus– denn ganz egal, wie man es auch dreht und wendet: Entweder man war ein Schwein oder man gab es einfach nur nicht zu, dass man eins war. Dabei ist doch eigentlich ganz offensichtlich, dass unsere schöne heile Welt nicht einfach nur schwarz und weiß ist. Nicht jeder Mann ist ein Schwein, nicht jeder tiefgläubige Muslim ein Terrorist, nicht jeder Richter ein gerechter Mann. Ich regte mich tierisch darüber auf, wie man sich die Welt da draußen so einfach zusammenlügen und es als Lebensweisheit auf Papier gedruckt auch noch zu Geld machen konnte. Aber andererseits hielt ich mich selbst auch für einen gerechten und rechtschaffenen Menschen. Und so kam ich nicht umhin, eine andere Passage aus diesem Buch hervorzuheben, die ich gottlob vorher gelesen hatte, bevor ich das Buch für immer zugeklappt habe. Und diese Textstelle erschien mir damals schon sehr durchdenkenswert.

Die Geschichte war wie in der Bibel als Metapher verfasst. Sie handelte von einem jungen Mann, der bei seinem Vater Rat suchte, weil es in der Beziehung mit einer Frau nicht so recht klappte. Der weise Vater hörte sich also alles sehr genau an und gab dann einen Rat, den ich hier gerne weitergeben möchte:

»Mein Sohn, zwei Fragen sind im Leben eines Mannes wirklich wichtig! Stell dich ihnen. Die erste Frage lautet:›Wo will ich hin?‹, die zweite:›Und wer geht mit mir?‹. Aber bevor du vorschnell antwortest, achte unbedingt ganz genau darauf, dass du die Fragen in der gestellten Reihenfolge beantwortest. Andernfalls kommst du in Teufels Küche!«

Wo wollte ich hin? Und wer würde mich auf meinem Weg da hin begleiten? Lief ich Katja die ganze Zeit nur hinterher oder hatte sie tatsächlich den gleichen Weg wie ich, und wir gingen ihn halt zusammen? In jeder Hinsicht. Ich wollte bei Weitem viel mehr als nur ein Abenteuer. Aber was wollte Katja?