: Christa Bertelsmeier-Kierst
: Kommunikation und Herrschaft Zum volkssprachlichen Verschriftlichungsprozeß des Rechts im 13. Jahrhundert
: S.Hirzel Verlag
: 9783777624242
: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur ? Beihefte
: 1
: CHF 46.30
:
: Geschichte
: German
: 250
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Der große Wandel in der mittelalterlichen Rechtskultur

Der Verschriftlichungsprozeß des Rechts gehört zu den tiefgreifendsten zivilisatorischen Veränderungen des europäischen Mittelalters. In einer über Jahrhunderte auf der Autorität des mündlichen Verfahrens ruhenden Rechtskultur signalisiert die Ausbildung schriftlicher Rechtstraditionen einen entscheidenden Wandel sozialer, politischer und kultureller Prozesse.
Diesen Umbruch im deutschsprachigen Raum zwischen 1200 und 1300 sichtbar zu machen, ist Gegenstand des vorliegenden E-Books. Nach einer Übersicht über die deutsche Rechtsprosa des 13. Jahrhunderts werden am Beispiel des urbarialen Schriftguts, also den Güter-, Zins- und Lehnsverzeichnissen, sowie den nieder- und oberdeutschen Rechtsspiegeln, dem 'Sachsenspiegel' Eikes von Repgow und dem sog. 'Schwabenspiegel' die Anfänge einer neuen schriftgestützten Rechtstradition im Kontext medien- wie sozialgeschichtlicher Fragestellungen untersucht.



Christa Bertelsmeier-Kierst studierte Germanistik, Anglistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Bonn. Neben ihrer Lehrtätigkeit in Köln war sie von 1999-2018 Professorin am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters in Marburg.
VORWORT6
INHALTSVERZEICHNIS8
I. EINLEITUNG12
1. DAS PROBLEM12
2. ZUM VERSCHRIFTLICHUNGSPROZESS DES RECHTS13
3. ÜBERBLICK ÜBER DIE DEUTSCHE RECHTSPROSA BIS 130014
4. SCHWERPUNKTE UND METHODISCHES VORGEHEN22
II. URBARE24
1. ZUR FORSCHUNGSLAGE24
2. VORLÄUFER: DAS TRADITIONSBUCH – DER CODEX FALKENSTEINENSIS26
3. DAS URBAR DER MARSCHÄLLE VON PAPPENHEIM32
4. DAS ÄLTESTE BAYERISCHE HERZOGSURBAR35
5. BAYERISCHE HERZOGSURBARE SEIT DER LANDESTEILUNG 125538
6. HABSBURGISCHE GÜTERVERZEICHNISSE VOR 130044
7. DIE URBARE DER GRAFEN VON GÖRZ-TIROL47
8. URBARE KLEINERER GRUNDHERRSCHAFTEN53
9. STIFTSURBARE56
10. ERGEBNISSE58
III. EIKE VON REPGOW: ‘SACHSENSPIEGEL’62
1. DAS AUFKOMMEN DER RECHTSBÜCHER IN DEUTSCHER SPRACHE62
2. ZUR FORSCHUNGSSITUATION64
3. BIOGRAPHISCHE ZEUGNISSE67
4. SCHRIFTLICHE VORLAGEN – MÜNDLICHE TRADITION?87
5. ZU DEN RECHTSTRADITIONEN DES ‘SACHSENSPIEGELS’93
6. DIE ÄLTESTE ÜBERLIEFERUNG95
7. ECKHARDTS TEXTKRITISCHES MODELL97
8. REZEPTIONSBEDINGUNGEN DES ‘SACHSENSPIEGELS’109
IV. ‘SCHWABENSPIEGEL’ ODER KVNIC KARLS REHT128
1. ZUR FORSCHUNGSLAGE128
2. ZUR ÜBERLIEFERUNGSSITUATION BIS 1300131
3. DAS ALTER DER FASSUNG E134
4. REGENSBURG: ENTSTEHUNGSORT DER ÄLTESTEN ÜBERLIEFERUNG136
5. DER TEXTBESTAND IN E139
6. E IM VERHÄLTNIS ZUM ‘DEUTSCHENSPIEGEL’141
7. FASSUNGSBILDUNG UND PROGRAMMATIK IM ‘SCHWABENSPIEGEL’159
8. ZUM ENTSTEHUNGSKONTEXT DER ÄLTESTEN HANDSCHRIFTEN165
9. ‘BUCH DER KÖNIGE’ ODER ‘BUCH DER KÖNIGE ALTER Ê UND NIUWER Ê’?172
V. ERGEBNISSE UND PERSPEKTIVEN176
1. HISTORISCHE UND SOZIOKULTURELLE ASPEKTE176
2. KONKURRIERENDE TEXTFASSUNGEN177
3. SCHRIFTLICHE UND MÜNDLICHE TRADITION178
4. ENTWICKLUNGSLINIEN179
ANHÄNGE182
I. DOKUMENTATION DER ÜBERLIEFERUNG BIS 1300184
1. VORBEMERKUNGEN184
2. VERZEICHNIS DER URBARE185
3. EIKE VON REPGOW: ‘SACHSENSPIEGEL’191
4. ‘SCHWABENSPIEGEL’ ODER KÜNIC KARLS REHT194
II. URKUNDENREGESTEN196
1. URKUNDLICHE ZEUGNISSE EIKES VON REPGOW196
2. URKUNDLICHE ZEUGNISSE DER GRAFEN VON FALKENSTEIN198
III. VERZEICHNISSE212
1. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS212
2. LITERATURVERZEICHNIS214
3. ABBILDUNGSVERZEICHNIS244
IV. REGISTER245
1. NAMEN UND WERKE245
2. HANDSCHRIFTEN UND ARCHIVALIEN251