: Nadine Metlitzky, Lutz Engelhardt
: Barrierefrei Städte bauen Orientierungssysteme im öffentlichen Raum
: Fraunhofer IRB Verlag
: 9783816792307
: 1
: CHF 31.00
:
: Bau- und Umwelttechnik
: German
: 167
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Eine barrierefreie Stadtplanung hat zum Ziel, sich auf »Kernstädte« mit kurzen Wegen (Erreichbarkeit), klaren Orientierungen, gemischten Nutzungen (Arbeiten und Wohnen), kulturellen Höhepunkten (Museen, Theater) und der Mischung unterschiedlicher Generationen zu konzentrieren. Die Verbesserung der individuellen Mobilität der Menschen ist dann eine positive Folge der barrierefreien Stadt. Gleichzeitig wird dadurch die Attraktivität der Stadt gesteigert und die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt verbessert. Nur wenn sich die Bevölkerung einer Stadt mit dieser identifiziert, kann der Abwanderung und somit dem Kontraktionsprozess der Stadt entgegengewirkt werden. Die barrierefreie Gestaltung der Infrastruktur ist folglich ein Mittel zur Prägung des Charakters einer Stadt und trägt so zur Konsolidierung der urbanen Struktur bei. Durch die Entwicklung von strukturellen Orientierungssystemen wird schon heute die individuelle Mobilität im urbanen Raum für die Zukunft gesichert. Ein strukturelles Orientierungssystem kann daher als Bindeglied zwischen der heutigen Bauleitplanung und der barrierefreien Stadtentwicklung von Morgen fungieren. Am Beispiel der Stadt Mühlhausen in Thüringen wird die Entwicklung von Orientierungssektoren und -punkten theoretisch dargestellt und lässt Ausprägung und Defizite erkennen. Weitgehend ausgereifte Leitsysteme haben den entscheidenden Nachteil, dass sie für die Benutzung durch Menschen ohne Behinderungen konzipiert sind. Taktile Leitsysteme hingegen sind ausschließlich für blinde Menschen konzipiert. Sie sind bisher zu wenig verknüpft. Grundsätzlich erwartet der Nutzer eines Leitsystems, dass ihm eine logische, einheitliche und durchgehende Orientierungshilfe zur Verfügung steht. Erst die Einheitlichkeit und die Geschlossenheit des Systems macht es anwendbar. Nicht immer sind Rillenplatten und kostspielige Sonderanfertigungen notwendig. Vorhandene Produkte sollten sinnvoll angewendet werden. Darstellung bodengebundener Leitsysteme, deren Ausgestaltung und Anwendung.

Das E-Book wurde 2014 um 2 zusätzliche Kapitel erweitert: DIN 32984 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum sowie Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum. Beim Kauf des Printproduktes ist ein Flyer beigelegt, auf welchem ein Link zum Download dieser Zusatzkapitel aufgedruckt ist.



Impressum5
Inhaltsverzeichnis6
Vorwort8
1Chancen des demographischen Wandels10
1.1Städtebau heute13
1.2Städtebau morgen16
1.3Lösungsansätze18
1.4Bauleitplanung für die barrierefreie Stadtentwicklung19
2Strukturelles Orientierungssystem22
2.1Vorhandene urbane Orientierungsstrukturen22
2.2Modell des strukturellen Orientierungssystems22
2.3Orientierungssektor – Orientierungspunkte24
3 Analyse des Orientierungssystems im Stadtzentrum der Stadt Mühlhausen./.Thüringen31
3.1Mühlhausen31
3.2Fazit38
3.3 Beispiel für einen Orientierungsablauf in dem historisch gewachsenen, vorhandenen Orientierungssystem40
4Entwicklung von Übergabebereichen47
4.1Bedeutung der Entfernung47
4.2Anforderung an Übergabebereiche47
4.3Anforderungen an Übergabepunkte48
5Bestehende Orientierungsstrukturen50
5.1Historisch gewachsene Leitsysteme50
5.2City-Block-Orientierung52
5.3Leitsystem nach Ritter54
5.3.1Laufzone55
5.3.2Respektzone55
5.3.3Hinweiszone55
5.4Modell eines bodenunabhängigen Leitsystems: »LEITpunkte«56
5.4.1Gestaltung von »LEITpunkten« 57
5.4.2Anordnung von »LEITpunkten«59
5.4.3Beispielhafte Anwendung des »LEITpunkte« Modells im Altstadtbereich von Erfurt60
6Bodengebundene Leitsysteme66
6.1Grundanforderungen71
6.1.1Grundelemente (Bausteine) 71
6.1.2Bodenindikatoren i. S. DIN 32984:2000-0574
6.2Anwendung101
6.2.1Nationale gebaute Beispiele102
6.2.2Europäische Beispiele123
7 Bodenindikatoren i. S. DIN 32984:2000-05131
7.1Entscheidungshilfen131
7.1.1 Grundsätzliche Gebrauchskriterien für Bodenindikatoren131
7.1.2Übersicht aktueller Bodenindikatoren132
7.2Standardschema und Regelzeichnungen149
7.2.1Beispiele für Straßenraumaufteilung 149
7.2.2Querungsstellen i. S. DIN 32984:2000-05152
7.2.3 Leitsysteme bei Niveauwechsel (Rampe) i..S. DIN 32984:2000-05154
7.2.4 Leitsysteme bei Niveauwechsel (Treppe) i..S. DIN 32984:2000-05155
7.2.5 Beispiele komplexer Leitsystem i..S. DIN 32984:2000-05158
7.2.6Teilaufpflasterung i..S. DIN 32984:2000-05161
Einleitung zum Ergänzungskapitel164
8DIN 32984:2011-10 Bodenindikatoren im öffentlichen Raum166
8.1Begriffsdefinitionen (i.S. Pkt. 3 DIN 32984:2011-10)168
8.2Anforderung Bodenindikatoren173
8.2.1Bodenindikatoren mit Rippenstruktur (gem. Pkt. 3.1.1.1 und 4.2.2 DIN 32984:2011-10)173
8.2.2Bodenindikatoren mit Noppenstruktur (gem. Pkt. 3.1.1.2 und 4.2.3 DIN 32984:2011-10)175
8.2.3Anforderung an Bodenindikatoren177
8.2.4Begleitstreifen (gem. Pkt. 3.1.3 und 4.6 ff. DIN 32984:2011-10)180
9Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum183
9.1Orientierung in Fußgängerbereichen und Mischverkehrsflächen (gem. Pkt. 5.2 DIN 32984:2011-10)184
9.1.1Leitstreifen (gem. Pkt. 3.1.2.1 / 5.2.1 ff DIN 32984:2011-10)184
9.1.2Abzweigefeld (gem. Pkt. 5.2.3.2 DIN 32984:2011-10)186
9.1.3Auffindestreifen (gem. Pkt. 3.1.2.4 DIN 32984:2011-10)188
9.2Anzeige von Querungsstellen193
9.3Querung von Bahnanlagen205
9.4Bus- und Straßenbahnhaltestellen (gem. Pkt. 5.4 DIN 32984:2011-10)209
9.5Bahn-, Straßenbahn- und Bussteige (i..S. Pkt. 5.5 DIN 32984:2011-10)214
9.6Komplexe Personenverkehrsanlagen (i..S. Pkt. 5.6 DIN 32984:2011-10)218
9.7 Niveauwechsel (i..S. Pkt. 5.7 DIN 32984:2011-10)220
9.8Anzeige von Hindernissen und Gefährdungen (i..S. Pkt. 5.8 DIN 32984:2011-10)224
9.9Sonstige Leitelemente (i..S. Pkt. 5.9 DIN 32984:2011-10)225
9.10Gestaltung der »Inneren Leitlinie« (i. S. Pkt. 5.9.4 DIN 32984:2011-10)227
Quellenverzeichnis233
Gesetze233
DIN Normen233
Verweisnormen der DIN 32984:2011-10234
Internationale Normen235
Vorschriften235
Merkblätter236
Literatur Kapitel 1–7236
Literatur Kapitel 8–9239