: Tobias Richling, Michael Klei
: TFS 2012 Jumpstart Per Express zum Application Lifecycle Management
: entwickler.press
: 9783868026153
: 1
: CHF 22.60
:
: Informatik
: German
: 246
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB/PDF
Frühere Versionen des TFS waren schwergewichtig in der Installation und die Lizenzkosten waren gerade für kleine Teams häufig abschreckend. Doch es gibt Abhilfe: sei es nun die kostenlose Express Edition oder ein TFS in den Wolken: der neue TFS kostet wenig Zeit und Geld, bietet aber das volle Spektrum des ALM. Das Buch erläutert anhand von Fallstudien aus der Praxis, wie sich diese Potentiale Schritt für Schritt entfalten lassen. Anfänger finden so einen schnellen Einstieg in die Nutzung des TFS. Es wird immer wieder auch das TFS API verwendet, um auch komplexe Anpassungen durchzuführen. Auf diese Weise kommen auch Nutzer auf Ihre Kosten, die den TFS bereits im Einsatz haben. Es zeigt, wo der TFS Express aufhört und welche weiteren Potentiale eine vollwertige TFS Installation in der Cloud oder On Premise hat.

1Überblick und Installation/Administration

Die Installation des TFS istüber die vergangenen Produktversionen immer einfacher geworden. Was früher wie ein epischer Marathon angemutet hat, stellt sich heute als einfache, assistentengeführte Installation dar. Es gibt aber immer noch beziehungsweise seit Neuestem verschiedene Installationsvarianten mit eigenen Vor- und Nachteilen.

In diesem Kapitel

  • werden die verschiedenen Installationsvarianten des TFS vorgestellt
  • gibt es einen kurzen Rundgang durch alle Themenbereiche des Buches
  • wird eine grobeÜbersichtüber die Konfigurationsmöglichkeiten des TFS gegeben

1.1 Der Weg zum TFS

1.1.1 TFS Express

Im Frühjahr 2012 hat Microsoft zum ersten Mal den TFS Express angekündigt, die aktuelle Version kann im Netz heruntergeladen werden.1 Und was steckt dahinter? Ganz im Sinne derübrigen Produkte der Express-Serie von Microsoft zunächst einmal, dass es kostenlos ist, dafür aber einigen Einschränkungen unterliegt. Der TFS Express ist von den Hardwareanforderungen so moderat, dass er sich problemlos auf einem Laptop oder einem normalen Desktop-PC installieren lässt. Er begnügt sich mit Windows 7 oder dem Windows 8 Preview, läuft aber natürlich auch auf den Serverbetriebssystemen Windows Server 2008 und 2012 RC.

Im Lieferumfang des TFS Express sind die wesentlichen Säulen des Application-Lifecycle-Management-Prozesses enthalten: die Erfassung und Verwaltung von Work Items zur Anforderungsanalyse und Fehlerverfolgung, die Versionskontrolle zur Verwaltung des Quellcodes und Team Builds zum automatischen Kompilieren und für Continous Integration. Bis zu fünf Benutzer können den Server nutzen. Sollte das Team größer werden, so besteht die Möglichkeit, weitere Lizenzen in Form von CALs (Client Access Licences) zu erwerben. Alternativ kann man, ohne Datenverlust befürchten zu müssen, auf eine größere Edition des TFS umsteigen. Der kleine Bruder des TFS arbeitet nur mit dem kleinen Bruder des SQL Server zusammen und ist bezüglich der Datenbank dessen Beschränkungen unterworfen.

Am Längsten dauern bei der Installation der Download und das anschließende Kopieren der Dateien. Das Setup selbst ist eine klassische„Weiter, Weiter, Fertigstellen“-Installation. Zunächst wird geprüft, ob alle Systemanforderungen erfüllt sind. So muss beispielsweise der IIS installiert sein und ein SQL Express zur Verfügung stehen (Abbildung 1.3, links). Sollte doch mal etwas schieflaufen, wartet der Installer mit erstaunlich präzisen Meldungen darüber auf, wie der Fehler zu beheben ist. Sind alle Tests bestanden, geht esüber den ButtonConfigure zur eigentlichen Installation (Abbildung 1.1).

Abbildung 1.1: Installation des TFS Express

Im Rahmen der Installation bietet es sich im Anschluss an, die TFS-Build-Dienste zu konfigurieren. Diese sind notwendig, wenn man die Team Builds nutzen möchte. Inhaltlich ist das genauso einfach wie bei dem TFS selbst. Einfach den Assistenten starten und für den ersten Anlauf ruhig blind durch die Masken klicken. Die Standardeinstellungen sind für kleinere Deployments allesamt vernünftig, und zum Reinschnuppern reichen sie allemal.

Alternativ kann das auch späterüber die Team-Foundation-Server-Management-Konsole nachholen. Diese dient auch der späteren Konfiguration des Servers, die jedoch zu Beginn eigentlich gar nicht notwendig ist (Abbildung 1.2).

Abbildung 1.2: Die TFS-Management-Konsole

1.1.2 Team Foundation Service

Wer gar keine Lust auf eine Installation hat, kann auch den Team Foundation Service verwenden. Dabei handelt es sich um einen TFS in der Cloud. Seit Ende des Jahres 2012 ist der Preview-Status offiziell beendet, zur Drucklegung des Buches steht das Preismodell jedoch noch nicht fest. Fest steht aber, dass auch ein kostenloser Dienst zur Verf