: Angelika Monkberg
: DRACHE UND PHÖNIX - Band 5: Goldene Jagd Fünfter Roman
: dotbooks
: 9783955206246
: Drache und Phönix
: 1
: CHF 0.90
:
: Fantasy
: German
: 219
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'Jan stutzte. Der Gefangene mit der Nummer 163 lehnte am Gitter und grinste ihn an. Seine Augen schimmerten merkwürdig gelb. Doch bevor Jan reagieren konnte, bekam er vom Wärter einen brutalen Tritt, der ihn von der Pritsche hart auf den Boden warf.' Krieg, Vernichtung, neue Bündnisse - das 20. Jahrhundert beginnt! Jan Stolnik, der Drache in Menschengestalt, soll im Auftrag des neugegründeten 'Büros für Okkulte Angelegenheiten' gegen eine Bedrohung kämpfen, die seit den Schrecken des Ersten Weltkriegs ganze Landstriche beherrscht: Werwölfe. Doch sind wirklich alle von ihnen skrupellose Killer? Während Jan versucht, die Grenze zwischen Recht und Unrecht nicht zu überschreiten, wirft der Wahnsinn des Tausendjährigen Reiches seine blutroten Schatten über Europa. In dieser Zeit, die dunkler nicht sein könnte, gibt Jan nur eines Hoffnung: Das Wissen, dass irgendwo dort draußen seine große Liebe, die Phönixdame La Fiametta, zu neuem Leben erwacht ist - und er sie finden wird! Der fünfte Band der historischen Fantasysaga, die Jahrhunderte überspannt und von der unsterblichen Liebe des Drachensohnes Jan Stolnik erzählt: spannend, abenteuerlich, faszinierend. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'DRACHE UND PHÖNIX - Fünfter Roman: Goldene Jagd' von Angelika Monkberg. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. JETZT BILLIGER KAUFEN - überall, wo es gute eBooks gibt!

Angelika Monkberg, geboren 1955, lebt in Franken. Wenn Sie nicht in ihrem Garten arbeitet, zeichnet oder malt sie - und widmet sich dem Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen. Bei dotbooks erschien bereits Angelika Monkbergs Roman TORNADO sowie das Fantasy-Epos DRACHE UND PHÖNIX, den es unter diesem Titel als Sammelband gibt sowie in den folgenden Einzelbänden: Erster Roman: Goldene Federn Zweiter Roman: Goldene Kuppeln Dritter Roman: Goldene Spuren Vierter Roman: Goldene Asche Fünfter Roman: Goldene Jagd Sechster Roman: Goldene Lichter Siebter Roman: Goldene Ewigkeit Mehr Informationen über Angelika Monkberg im Internet: Die Website der Autorin: www.angelikamonkberg.de Die Autorin auf Instagram/Threads: https://www.instagram.com/ang lika.monkberg/ Die Autorin bei Facebook: www.facebook.com/1AngelikaMon berg

Kapitel 1


Caen, in der Ruine des Donjon auf der Nordseite der Festungsmauern des Château; irgendwann.

Die ersten Jahre waren die schlimmsten – bis er aufhörte, sie zu zählen. Es fiel ihm überraschend leicht, ja, er fragte sich sogar, warum er bisher fast manisch an Tag und Datum festgehalten hatte.

Eine leise Stimme flüsterte ihm zu:Die Zeit ist bedeutungslos.

Ganz verlor er ihr Vergehen natürlich trotzdem nicht aus den Augen, dafür sorgte schon der Wechsel der Jahreszeiten. Im Sommer erschien die schwache Helligkeit früher, die hoch über dem finsteren Loch seines Gefängnisses den Tag verkündete, und sie schwand später. Manchmal ahnte er sogar Sonnenschein. Aber dann folgten wieder graue Tage, die immer kürzer wurden; die unerträgliche Finsternis der Nächte dauerte länger, und zuletzt kroch manchmal Frost in die dicken Mauern des Donjon. Dann legte sich hoch über ihm Rauhreif auf den Steinkranz der Brunnenöffnung, durch die sie ihn in sein Verlies hinuntergestoßen hatten. Sechs, acht Meter in tiefe Dunkelheit, ein grauenhafter Sturz. Er konnte es noch hören, das Herunterkrachen des Eisengitters und seine panischen Flügelschläge. Der Platz reichte gerade zum Ausbreiten seiner Schwingen, sie hatten ihn gerettet; er hätte sich sonst damals bestimmt alle Knochen gebrochen.

Doch er war unverletzt gelandet, zum Missvergnügen der Inquisitoren, die seine Einschließung verfügt hatten. Er wusste – schließlich kannte er ihre Gedanken –, dass ihnen seine sogenannte Begnadigung zu lebenslanger Haft einen bösen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Er war von ihnen zuerst nach Suresnes gebracht worden, aber die Festung auf dem Mont Valerien nahe Paris stand unter direkter Aufsicht des Justizministeriums, und deshalb hatte man ihn schon wenige Tage später schwer bewacht nach Caen weitertransportiert. Er erinnerte sich nur undeutlich an den nächtlichen Weg vom Bahnhof zum Château. Im Kastenwagen eingeschlossen, hatte er sich auf die Augen und Ohren seiner Wächter verlassen müssen und nur ungenau verfolgen können, wie sie die Orne auf einer Brücke überquert hatten, einen Quai entlanggefahren waren und über eine Rampe durch ein Torhaus hinauf in das Château. Dort erinnerte er sich an eine Vielzahl elender, niedriger Bauten, eine Kaserne, hastig errichtet im letzten deutsch-französischen Krieg. Aber sein Gefängnis befand sich nicht dort. Ganz am Ende des Mauerrings, an der Nordseite und in den Ruinen des Donjon, den jedermann für zerstört und aufgegeben hielt, schienen den Hunden Gottes die Voraussetzungen günstiger, dass ihn einfach die Haftbedingungen umbrachten.

Sein Verlies war vollständig leer, und wenn er sitzen oder liegen wollte, musste er mit dem festgestampften Erdboden vorliebnehmen. Doch die Leere besaß den einen Vorteil, dass seine Schreie hallten. Nach drei Tagen Durst und Hunger hatte er ein Heidenspektakel veranstaltet, so lange geflucht und getobt, bis die Wärter nach dem Abt des Klosters Saint Étienne unten in der Stadt geschickt hatten. Seitdem wusste er, dass seine Henker jegliche Aufmerksamkeit noch mehr fürchteten als ihn selbst.

„Brot und Wasser, einmal jede Woche“, hatte der Abt gesagt, ein Benediktiner, doch genauso erbarmungslos wie die Dominikaner. „Und es ist dir verboten, zu sprechen. Ein Wort zu den Wachmännern, und ich lasse den Schacht zumauern.“

Was blieb ihm anderes übrig?

Der Abt hatte mit dem Rücken zu dem Loch über ihm gestanden, sorgfältig darauf bedacht, dass er sein Gesicht nicht sehen konnte. Er hätte ihn natürlich trotzdem jederzeit wiedererkannt, am Muster seiner Gedanken. Jan wusste aber, dass er den Mann getrost vergessen konnte. Bis er aus seinem Loch wieder freikam, waren wahrscheinlich schon dessen Enkel gestorben. Er hatte einen Fehler begangen – den vielleicht größten seines Lebens –, dass er nicht schon in Paris versucht hatte zu fliehen. Aber er hatte zu lange gezögert. Was ihm seine Schwester vor hundert Jahren vorgeworfen hatte, stimmte: Er war zu weich. Sie, die Kandake von Meroë, hätte ihre Wärter in der gleichen Situation skrupellos getötet. Er fand nur immer noch, dass er schon zu viele Menschen auf dem Gewissen hatte.

Zuerst Nanni, dem er das Genick gebrochen hatte, damals auf seinem Schloss in Freital, dafür, dass der Venezianer seiner geliebten Hexe Barberina brutal das Ungeborene aus dem Leib getreten hatte. Mutter und Kind waren daran gestorben. Später, in Aserbeidschan, w