: Alastair Gunn
: Der Adventkiller Thriller
: Goldmann Verlag
: 9783641145590
: 1
: CHF 11.70
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Vorweihnachtsze t in London: DCI Antonia Hawkins von der Metropolitan Police leitet ihren ersten großen Fall. Zwei Frauen sind auf brutale Weise getötet worden. Es scheint keine Gemeinsamkeiten zu geben – bis auf die Tatzeit: Beide Morde geschahen um ein Uhr am Morgen eines Adventssonntags. Zunächst sieht es aus wie ein Zufall – doch dann bringt eine neue Woche eine neue Leiche. Während sich in London mehr und mehr Panik breitmacht, muss DCI Antonia Hawkins einen eiskalten Killer finden, bevor es ein weiteres Opfer gibt. Am Sonntag, wenn es ein Uhr schlägt ...

Alastair Gunn ist Journalist, er schreibt für Zeitschriften und Magazine. Mit"Der Adventkiller" begann seine Serie um DCI Antonia Hawkins. Gunn lebt mit seiner Verlobten Anna in Hertfordshire.

2

Detective Chief Inspector Antonia Hawkins schloss die Haustür, blieb unter dem Vordach stehen und suchte in ihrer Tasche nach dem Regenschirm. Bis zum Auto waren es nur knapp fünfzehn Meter über ein Fleckchen städtischer Grünfläche hinweg, aber es regnete fürchterlich.

Sie spannte den Schirm auf und eilte auf den dunkelblauen Vauxhall Insignia zu, der am Straßenrand parkte. Ein scharfer Wind wehte, und sie zog erleichtert die Beifahrertür auf.

»Danke, dass Sie mich abholen«, sagte sie und ließ sich auf den Sitz fallen. Den Schirm verstaute sie im Fußbereich und griff nach dem Sicherheitsgurt. »Sie wissen ja, wo wir hinmüssen, oder?«

»Ja, Ma’am.« Der angehende Detective Constable John Barclay gab Gas und fuhr mit durchdrehenden Reifen los. »Hampstead.«

»Vornehme Gegend.« Als sie auf die Hauptstraße einbogen, warf sie ihrem schmächtigen jungen Kollegen einen Blick zu und verkniff sich die Bitte, er möge langsamer fahren. Es herrschte kaum Verkehr, und sie mussten so schnell wie möglich dorthin.

Erleichtert stellte sie fest, dass auch Barclay leicht derangiert war: Sein Hemdkragen hing schief, und um seinen Mund bemerkte sie eine dünne weiße Linie.

Sie war also nicht die Einzige, die Hals über Kopf aufgebrochen war.

»John«, sagte sie und deutete auf ihre eigene Mundpartie. »Sie haben da noch etwas Zahnpasta … «

»Oh.« Er befeuchtete den Zeigefinger mit der Zunge und säuberte damit den Mund. »Weg?«

»Ja.« Sie rückte ein Stück zur Seite, als seine Hand ihr Bein berührte, während er die Gangschaltung betätigte. Wahrscheinlich war es keine Absicht gewesen.

Sie fuhren eine Weile schweigend weiter. Hawkins zog ihr Handy aus der Tasche. »Ich werde mal Frank und Amala anrufen.«

»Hab ich schon erledigt.« Barclay klopfte gegen seine Ohrhörer. »Wir treffen sie vor Ort.«

»Prima.« Hawkins ließ das Handy wieder in die Tasche gleiten. Dank seiner Voraussicht würde das komplette Team am Tatort sein. Das war wichtig, um möglichst viele Zeugen zu befragen. Sie holte einen Notizblock heraus, legte ihn auf die Knie und skizzierte einen Ablaufplan für die bevorstehenden Ermittlungen.

»So«, sagte sie aufatmend, um die positive Atmosphäre zu nutzen, während sie noch schrieb. »Wie ich hörte, haben Sie einen Anruf vom Chef bekommen.«

»Ja«, sagte Barclay. Sie hielten an einer roten Ampel, während di