: Usch Henze
: Die Merowinger Eine historische und spirituelle Spurensuche
: Neue Erde
: 9783890601557
: 1
: CHF 16.20
:
: Geschichte
: German
: 206
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die wahren Wurzeln des Abendlandes Fern im Dunkel der Geschichte harren die Merowinger-Könige ihrer Wiederentdeckung. Es geht nicht darum, an Vergangenem festzuhalten, sondern darum, die hochstehende geistige Kultur dieser frühen Epoche Europas wieder zugänglich und für uns lebbar zu machen! Es ist überfällig, ein verzerrtes Geschichtsbild zu revidieren, damit wir das Erbe unserer keltisch-germanischen Vorfahren antreten können und uns das geistige Vermächtnis unserer ureigenen Kultur wieder erschließen, das in der Merowingerzeit noch lebendig war. Usch Henze hat mit unermüdlichem Forscherdrang und einem ahnungsvollen Gespür für verborgene Zusammenhänge einen großen Schatz gehoben, der zwar immer noch aus Bruchstücken besteht, doch das wohl beste und grundlegendste Buch zu dieser Europa über Jahrhunderte prägenden Epoche darstellt.

Seit Jahren erforscht Usch Henze alte Kraftorte und heilige Stätten vergangener Kulturen und recherchierte in letzter Zeit insbesondere Fakten über die unbekannte, im Dunkel der Geschichte verborgene Vergangenheit und Geisteskultur der Merowinger. Usch Henze ist gelernte Bankkaufrau und war im Management verschiedener Unternehmen tätig. Nach einer existenziellen Lebenskrise schlug sie einen neuen Lebensweg ein. Neben ihrer Praxis für transpersonale Psychologie und Seminaren zur bewusstseinsfördernden Erwachsenenbildung leitete sie Seminar-Reisen an Kraftorte in Deutschland, Ägypten, Mexiko, Frankreich, Schweiz, Großbritannien, Griechenland, Türkei und Malta.

Eine mächtige Dynastie mit großer Vergangenheit


Die geheimnisvolle Herkunft der Merowinger

Meine Forschungenüber die Merowingerzeit wurden beim Schreiben meines Buchesüber das Heiligtum an den Externsteinen angestoßen. Gedankenüber den germanischen Volksstamm der Sugambrer, die mit dieser alten Mysterienstätte schon in vorchristlicher Zeit verbunden waren, ließen viele Fragen aufkommen.2

Was blieb erhalten von ihren Kenntnissen und von ihrer spirituellen Beziehung zu dem vorzeitlichen Heiligtum in Westfalen, bis sie vier Jahrhunderte später als Merowingerkönige im nordwestlichen Gallien wieder in die Geschichte eintraten? Was war Mystik, Legende oder Realität, wo lag der Ursprung dieses mutigen Stammes?

Die Herkunft der Sugambrer ist legendenhaft, ihre Lebensart wird als»germanisch« vorausgesetzt,über ihre spirituellen Bräuche gibt es keine Aufzeichnungen. Wo waren ihre heiligen Stätten und Einweihungszentren, nachdem sie sich in den linksrheinischen Gegenden angesiedelt hatten? Wie weit folgten sie in den Wirren der vierhundert Jahre andauernden römischen Herrschaft, der Völkerwanderungszeit und dem aufkommenden Christentum, die das alte Europa völlig verändert hatten, alten geistigen Traditionen? Was zeichnete diesen Stamm unter den keltischen Galliern Frankreichs und den verschiedenen germanischen Stämmen um das Rheingebiet aus?

Als Herrscher vermutet man sie bereits um 400 v. Chr. als Könige der Kimmerer im Gebiet nördlich und westlich des Schwarzen Meeres im Reich der Skythen. Nicht lange danach sollen sie an der Mündung des Rheins angekommen sein.

Um die Zeitenwende nennen sie sich, nach ihrem KönigFrancus (40 - 13 v. Chr.)»Franken«, was im Wortsinn als Synonym fürdie Freien steht. Francus verbündet die Stämme Germaniens gegen die Invasion der Römer, die unter Julius Caesarüber den Rhein vorgedrungen waren. Verschwommene Spuren der Franken führen in die Sagenkreise und Heldenlieder der germanischen Mythologie.

Rückseiten merowingischer Königsmünzen, 6./7. Jh.

Dies hätte meine Fragen nach der Herkunft der Merowinger befriedigen können, wenn in antiken Schriften und in Chroniken nicht behauptet würde, ihre Herkunft sei von dem alten Königsgeschlecht Trojas abzuleiten. Von Historikern seit Jahrhunderten diskutiert, befürwortet oder abgewiesen, wurde diese Abstammungstheorie für unwahrscheinlich gehalten und einzig dem Bedürfnis der Franken, Merowinger und späteren französischen Königen zugeschrieben, sich in einer mythischen Herkunft zu sonnen wie auch andere Königsgeschlechter.

Man sagte den Merowingern auch ein»arkadisches Erbe« nach. Der Name Arkadien leitet sich vonarcades ab und heißt soviel wie»Land oder Volk des Bären«. Der Bär bzw. eine Bärin war das schamanische Totemtier der Merowinger. Der Bärenkult verweist nach Arkadien ins antike Griechenland. Mehrere Gebiete wurden aber auch in Ländern Westeuropas Arkadien genannt, zum Beispiel in den Ardennen Frankreichs, wo sich deutliche Spuren der Merowinger finden.

Darüber hinaus begegnen wir in alten wie auch in aktuellen Berichten einer Abstammung der Merowinger von den»Fischerkönigen«, einem»messianischen Geschlecht«, das auf Jesus Christus zurückzuführen sei.