: Dennis Hormuth
: Livonia est omnis divisa in partes tres Studien zum mental mapping der livländischen Chronistik in der Frühen Neuzeit (1558-1721)
: Franz Steiner Verlag
: 9783515105132
: Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa
: 1
: CHF 45.30
:
: Geschichte
: German
: 248
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Die historische Region Livland, ungefähr das Gebiet der heutigen Staaten Estland und Lettland, erlebte in der Frühen Neuzeit mehrere Herrschaftswechsel, bei denen das Land unter verschiedene auswärtige Herrscher aufgeteilt, aber auch wieder zusammengeführt wurde. Solche Herrschaftswechsel hatten immer auch Einfluss auf das Selbstverständnis der betroffenen Menschen. Worauf bezog sich das Selbstverständnis der Livländer fortan: die neuen Herrscher, das eigene Teilgebiet Livlands oder blieb ein auf ganz Livland bezogenes Selbstverständnis bestehen?

Als Grundlage seiner Untersuchung dienen Dennis Hormuth die Chroniken Livlands als erzählende Quellen, die reichhaltige Einblicke in die Vorstellungen ihrer Autoren ermöglichen. Diemental maps der einzelnen Autoren werden jeweils in vier unterschiedlichen Maßstabsebenen analysiert und schließlich gemeinsam in einer umfassenden Synthese zusammengebracht. Dieses E-Book leistet damit einen Beitrag zur frühneuzeitlichen Mentalitätsgeschichte sowie zur politischen und Kulturgeschichte des Ostseeraums.



Dennis Hormuth ist Leiter des Universitätsarchivs Hamburg. Er forscht und veröffentlicht zur Geschichte der Universität Hamburg in ihren historischen Kontexten sowie zu archivwissenschaftlichen Themen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Geschichte des Baltikums.
INHALTSVERZEICHNIS6
DANKSAGUNG10
VORBEMERKUNG ZU EINEM TERMINOLOGISCHEN PROBLEM12
1. EINLEITUNG14
1.1. UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND14
1.2. SELBSTVERORTUNG ALS AUSDRUCK DES SELBSTVERSTÄNDNISSES: IDENTITÄTSREGIONEN19
1.3. ANALYTISCHE METHODE: MENTAL MAPPING22
1.4. QUELLENAUSWAHL25
1.5. LITERATURGRUNDLAGE29
1.6. KONKRETISIERUNG DER FRAGESTELLUNG UND VORGEHEN34
2. HISTORISCHER HINTERGRUND36
2.1. LIVLAND IM MITTELALTER36
2.2. DIE FRÜHE NEUZEIT – LIVLAND ALS SPIELBALL DER MACHTPOLITIK AN DER OSTSEE40
2.3. POLITISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE STRUKTUR LIVLANDS IN DER FRÜHEN NEUZEIT48
2.4. RELIGION UND GEISTESLEBEN51
3. DIE MENTAL MAPS DER LIVLÄNDISCHEN CHRONISTEN IM 16. UND 17. JAHRHUNDERT58
3.1. CHRONICA DER PROUINTZ LYFFLANDT VON BALTHASAR RÜSSOW58
3.2. LIFFLENDISCHE CHURLENDISCHE CHRONICA VON SALOMON HENNING77
3.3. 1STER THEIL LIEFFLÄNDISCHER GESCHICHTE VON MORITZ BRANDIS94
3.4. DENCKWÜRDIGE SACHEN UND GESCHICHTE VON FRANZ NYENSTEDE102
3.5. LIVONICAE HISTORIAE COMPENSIOSA SERIES´ VON DIONYSIUS FABRICIUS117
3.6. EHST-, LYF- UND LETTLAENDISCHE GESCHICHTE VON THOMAS HIÄRN124
3.7. LIEFLÄNDISCHE HISTORIA, ODER KURTZE BESCHREIBUNG DER DENCKWÜRDIGSTEN KRIEGS- UND FRIEDENS-GESCHICHTE ESTH- LIEF- UND LETTLANDES VON CHRISTIAN KELCH141
3.8. KURTZER EXTRACT DERER ÖST- UNDT LIEFLÄNDISCHEN GESCHICHTEN VON GUSTAV VON LODE UND OTTO FABIAN VON WRANGELL159
4. EXKURS: LANDESBESCHREIBUNGEN UND RAUMWAHRNEHMUNG IN DER LIVLÄNDISCHEN CHRONISTIK174
5. SYNTHESE: DIE MENTAL MAPS DER LIVLÄNDISCHEN CHRONISTIK IM 16. UND 17. JAHRHUNDERT182
5.1. LOKALE SELBSTVERORTUNG184
5.2. KLEINREGIONALE SELBSTVERORTUNG191
5.3. GROßREGIONALE, RELIGIÖSE UND KONFESSIONELLE SELBSTVERORTUNG198
5.4. POLITISCHE SELBSTVERORTUNG212
6. ERGEBNISSE UND FORSCHUNGSRELEVANZ218
6.1. MAßSTABSEBENEN UND RUSSISCHE PUPPEN218
6.2. SELBSTBEZOGENHEIT AUF LIVLAND UND COMPOSITE MONARCHIES219
6.3. IDENTITÄT, ALTERITÄT UND HYBRIDITÄT221
7. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS224
7.1. QUELLEN224
7.2. LITERATUR229