: William Shakespeare
: Best of Shakespeare - Von Experten ausgewählt (kommentiert): Deutschsprachige Jubiläumsausgabe zum 450. Geburtstag des Autors
: AuraBooks – eClassica
: 9783956900846
: 1
: CHF 1.30
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: Erzählende Literatur
: German
: 1800
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jubiläumsausgabe zum 450. Geburtstag des Autors
Best of Shakespeare ? Von Experten ausgewählt
Deutsche Ausgabe mit Übersetzungen von Christoph Martin Wieland, August Wilhelm Schlegel, Wolf Heinrich Graf Baudissin, Friedrich Schiller, Franz von Dingelstedt, Ferdinand Freiligrath und Karl Kraus
? Enthält die zwölf wichtigsten Stücke, sowie die Sonette und ?Venus und Adonis?
? Rund 1800 Seiten, für die eBook-Ausgabe neu editiert
? Voll verlinkt, und mit detailliertem Inhaltsverzeichnis
? Mit aktuellem Vorwort: ?Auf Shakespeares Spuren? (März/2014)

»Wir können zur Kenntnis nehmen, was aus seinem Werk spricht. Was hineingeflossen ist, können wir nur vermuten.« (Bill Bryson)

Ende April 2014 jährt sich William Shakespeares Geburtstag zum 450. Mal. Für viele ein Anlass, sich wieder mit dem vielleicht berühmtesten Sohn Englands auseinanderzusetzen. Shakespeares Stücke sind von der Anzahl her zwar nicht unüberschaubar, aber für Laien doch schwer taxierbar. Was ist bedeutend, was muss man gelesen (gesehen) haben? Was ist unverzichtbar, wenn man über Shakespeare spricht?

Das vorliegende eBook trifft eine, wie wir meinen, sehr gute Auswahl, unterstützt von Shakespeare-Kennern und den Websites shakespeare-online.com und listverse.com, die eigene Shakespeare-?Ranglisten? führen. Ausgewählt wurden letztlich zwölf Stücke, darunter Komödien, Tragödien und Historiendramen, und sie wurden in der ?Reihenfolge ihrer Bedeutsamkeit? angeordnet ? worüber sich natürlich trefflich streiten lässt.

Jede Auswahl kann nur eine subjektive sein, und manche Stücke werden sicher vermisst ? bitte liebe Shakespeare-Freunde, sehen Sie uns das nach.

Über den Autor:
Beinahe eine Million Wörter umfassen seine Stücke und Dramen, er prägte die Englische Sprache wie kein anderer, und ?Hamlet? sprüht geradezu vor Wort-Neuschöpfungen ? aber nur 14 handschriftliche Wörter hat uns William Shakespeare (1564?1616) hinterlassen. Damit beginnt das ganze Dilemma rund um diesen Autor. Er spricht zu uns durch seine Stücke, doch privat wissen wir so gut wie nichts über ihn. So ist William Shakespeare das vielleicht größte Mysterium der gesamten Literaturgeschichte. Gab es ihn überhaupt? Oder ist der Name womöglich nur das Pseudonym eines Unbekannten, der seine Identität verschleiern wollte? Auch dieser Frage geht das kompetente Vorwort dieses eBooks nach. (© eClassica)

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eCl ssica ? Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.

Vorwort: Auf Shakespeares Spuren

»Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind,

und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.«

aus: The Tempest (Der Sturm), Prospero, 4. Akt, 1. Szene

 

Shakespeares Tagebücher– sie sind soetwas wie das»Unobtainium«[1] der Literaturgeschichte. Der Stoff, hinter dem alle her sind, der Stoff der alles verändert, der Stoff, der ein ganz neues Zeitalter der (Literatur-) Wissenschaft begründen würde.Leider gibt es sie nicht. Beinahe eine Million Wörter umfassen seine Stücke und Dramen, aber nur 14 handschriftliche Wörter hat uns William Shakespeare hinterlassen. Damit beginnt das ganze Dilemma rund um diesen Autor. Er spricht zu uns durch seine Stücke, doch privat wissen wir so gut wie nichtsüber ihn.

William Shakespeare (1564–1616) ist das vielleicht größte Mysterium der gesamten Literatur. Gab es ihnüberhaupt? Oder ist der Name womöglich nur das Pseudonym eines Unbekannten, der seine Identität verschleiern wollte? Jedoch, falls es ihn gab, falls er authentisch war: Wie kam er, der kleine Schauspieler und Stückeschreiber, zu dem umfassenden Wissen, zu der Sprachgewalt und Sprachvielfalt, die nötig war, um seine Dramen und Lustspiele zu schreiben? 29.066 verschiedene Wörter zählten unermüdliche Shakespeare-Forscher in seinen Werken, rund 2000 Wörter schuf er neu, verwendete sie zum ersten Mal. Allein im›Hamlet‹ flogen dem staunenden Publikum an die 600 neue Wortschöpfungen um die Ohren. Und der Großteil davon war so elegant, sprachverkürzend und praktisch, dass sie in die englische Umgangssprache einflossen. Noch deutlicher bei den Phrasen und Sprichwörtern: Rund 10 Prozent der heute im Englischen meist-gebrauchten Wendungen sind Shakespeare-Erfindungen. Verblüffend auch die stilistische Vielfalt und der enorme Metaphernreichtum dieses Autors.

Über Shakespeares Wirkung weiß man also allerhand. Jedoch die Fakten, die manüber das Leben dieses Mann kennt, sind spärlich, sie lassen sich auf ein paar Papierblättern zusammenfassen. Die Sekundärliteraturüber Shakespeare umfasst hingegen einige zehntausend Bände in allen möglichen Sprachen. Angesichts kümmerlicher harter Fakten bleibt Shakespeare-Biographen neben dem verzweifelten und fast aussichtslosen Quellenstudium in alten Gerichtsakten [auf der Suche nach dem Namen Shakespeare], nur»draufloszuspekulieren oder sich einzureden, dass sie mehr wissen, als sie wissen.«[2]

Was man an Fakten kennt, lässt sich etwa so zusammenfassen:

Als William Shakespeares Geburtsdatum wird oft der 23. April 1564 genannt, doch dieses Datum ist nicht gesichert; bekannt ist laut Kirchenregister derHoly Trinity Church in Stratford-upon-Avon nur der Tag seiner Taufe, der 26. April. Shakespeares Vater war der Weißgerber und Handschuhmacher John Shakespeare, der ein zielstrebiger und karrierebewusster Mann gewesen sein muss, denn er brachte es schließlich bis zum Amt desHigh Bailiff, was dem Bürgermeister entspricht. Parallel taucht Johns Name aber auch immer wieder in Gerichtsakten in Zusammenhang mit Zinswucher und Schulden auf. Shakespeares Mutter Mary Arden entstammte der Nebenlinie einer bekannten und wohlhabenden Familie. William hatte sieben Geschwister, drei Jungen und vier Mädchen, von denen die meisten früh starben, und nur seine fünf Jahre jüngere Schwester Joan ihn um 30 Jahreüberlebte.

Vermutlich besuchte der junge William die Lateinschule[›Grammar School‹] in Stratford-upon-Avon, die damals ein verglichen mit anderen Städten hohes Niveau hatte. Die Kinder erhielten dort bis zum 15. Lebensjahr Unterricht in Latein, Griechisch, Geschichte, Morallehre und Dichtkunst. Auch Grundkenntnisse der Rhetorik und Poetik wurden vermutlich gelehrt– und das alles in einer Intensität und Stringenz, die mit heutigen Schulen kaum vergleichbar ist. Eine Universität hat Shakespeare, nach dem was man weiß, jedoch nicht besucht.

Bereits im Alter von 18 Jahren heiratet William Shakespeare die acht Jahreältere Bauerntochter Anne Hathaway, die zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger war. Das Aufgebot wurde am 27. November 1582 bestellt, das Datum der Hochzeit ist nicht bekannt. Etwa sechs Monate nach der Trauung wird Tochter Susanna geboren. Knapp zwei Jahre später kommen dann die Zwillinge, der Sohn Hamnet und die Tochter Judith, zur Welt. Hamnet starb noch im Kindesalter, im Alter von elf Jahren.Über das Verhältnis von Shakespeare zu seiner Frau Anne weiß man absolut nichts– bis auf die Tatsache, dass er ihr in seinem Testament das»zweitbeste Bett« vermachte.

Über die Jahre zwischen seinem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr, in denen sich Shakespeare vermutlich vorwiegend in Stratford-upon-Avon aufhielt, ist ebenfalls so gut wie nichts bekannt. Das erste schriftliche Dokument, das belegt, dass er in London aufgetaucht war, stammt vom Dichter Robert Greene, der ihn 1592 in einem Pamphlet als Emporkömmling diffamiert. Greene lästert, Shakespeare maße sich an zu dichten, obwohl er nicht wie die angesehenen Dichter seiner Zeit an einer Universität studiert habe:»Es gibt eine emporgekommene Krähe, die [...] in einem Schauspielergewand versteckt, meint, Blankverse ausschütten zu können wie die Besten von euch; und als ein absoluter Hans-Dampf-in-allen-Gassen kommt er sich als der einzige Theater-Erschütterer[3] im Lande vor.«

Shakespeare schreibt in London Schauspiele für seine Theatertruppe, an der er finanziell beteiligt ist, und spielt als Schauspieler in wechselnden Rollen mit. Welche Rollen er sich dabei aussucht, wissen wir nicht. Wie die Tagebuchaufzeichnungen des Theaterunternehmers Philip Hen