: Frank-Thomas Ott
: Die zweite Philippica als Flugschrift in der späten Republik
: Walter de Gruyter GmbH& Co.KG
: 9783110310986
: Beiträge zur AltertumskundeISSN
: 1
: CHF 177.40
:
: Klassische Sprachwissenschaft / Literaturwissenschaft
: German
: 628
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
In the Roman republic, pamphlets were pieces of fictional propaganda that had a considerable impact. This study argues that Cicero composed theSecond Philippicas a political pamphlet and followed specific genre criteria . TheSecond Philippicwas probably distributed as a pamphlet and may well have cost Cicero his life.



Frank-Thomas Ott, Trier.

1. Einleitung13
1.1. Thematische Voraussetzung13
1.2. Antike Flugschriften, Zuordnungsprobleme14
1.3. Leitlinien der vorliegenden Arbeit16
1.4. Römische Zeitgeschichte und medialer Wandel16
1.5. Konzeptionelle Gliederung17
2. Flugschriften in ciceronianischer Zeit20
2.1. Klärung eines Begriffs20
2.1.1. Forschungslage zu antiken Flugschriften20
2.1.2. Moderne Begrifflichkeit21
2.1.3. Neudefinition und Bestimmung23
2.2. Erscheinungsformen antiker Flugschriften in ciceronianischer Zeit29
2.2.1. Allgemeine Forschungslage29
2.2.2. Griechische und römische Vorläufer31
2.2.3. Deskriptive Analyse: Flugschriften in ciceronianischer Zeit35
2.2.4 Die Flugschriftenkontroverse um Cato als exemplum40
2.2.5. Resümee zur deskriptiven Beschreibung von Flugschriften45
2.3. Das ciceronianische Flugschriftenmodell47
2.3.1. Ausgangslage und Konzeption47
2.3.2. Methodischer Ansatz48
2.3.3. Analyse des Lucceiusbriefes50
2.3.4. Literaturtheoretische Erwägungen Ciceros54
2.3.5. De optimo genere oratorum62
2.3.6. Auszüge aus der Schrift de officiis64
2.4. Zusammenfassung67
2.4.1. Bisherige Ergebnisse67
2.4.2. Übertragung der gewonnenen Ergebnisse auf das moderne Interpretationsmodell72
3. Ciceros zweite philippische Rede als Beispiel für eine Flugschrift78
3.1. Bestimmung der zweiten philippischen Rede als Flugschrift78
3.1.1. Allgemeiner Flugschriftencharakter der zweiten philippischen Rede78
3.1.2. Anwendung des Flugschriftenmodells auf die zweite philippische Rede80
3.1.3. Die Mimesistheorie und die Programmbereiche der vertröstenden und bereichernden Rhetorik84
3.1.4. Funktionen der Programmbereiche91
3.2. Die Forschungslage zur zweiten philippischen Rede93
3.2.1. Die zweite philippischen Rede als Flugschrift93
3.2.2. Forschungsergebnisse zum ideologischen Weltbild98
3.2.3. Die Forschungslage zur literarischen Struktur103
3.2.4. Einordnung in die althistorische Forschung112
3.3. Die Publikation der zweiten philippischen Rede115
3.3.1. Methodik115
3.3.2. Zur Interpretation der ciceronianischen Briefe117
3.3.3. Analyse, Interpretation und Einordnung der varronischen Schrift Bimarcus in das Jahr 44 v. Chr120
3.3.4. Weitere Adressaten der zweiten philippischen Rede133
3.3.5. Quellenaussagen der Kaiserzeit140
4. Das Proömium: Die Selbstmythifzierung Ciceros142
4.1. Der Aufbau der Rahmenhandlung und die Eröffnung der Szenerie142
4.1.1. Ausgangslage und mimetischer Konflikt142
4.1.2. Flugschriftencharakteristika und methodisches Vorgehen: Mimesis und Mythifizierung144
4.1.3. Rhetorische, textuelle und fiktionale Besonderheiten149
4.1.4. Nullpunkt und Redesegmente152
4.2. Ideologische Basis: Die stoische Philosophie – Maskenspiel, honestas und turpitudo155
4.2.1. Allgemeine Einordnung155
4.2.2. Umsetzung im Proömium156
4.2.3. Maskentheorie und Proömium158
4.2.4. Die Selbststilisierung Ciceros159
4.2.5. Antonius160
4.2.6. Ideologie, Politik und Bildungsideal162
4.3. Der Programmbereich der vertröstenden Rhetorik164
4.3.1. Intentionen und Flugschriftencharakteristika164
4.3.2. Einordnung des ciceronianischen Ideals in den Attizistenstreit und die Auseinandersetzung mit Antonius165
4.3.3. Eine Flugschriftendarstellung im Stil eines „römischen Demosthenes“168
4.3.4. Resümee: Rhetorisches Ideal und mimetische Illusion177
4.4. Der Programmbereich der bereichernden Rhetorik180
4.4.1. Einleitung: Mimesis, Deixis und Kontrastierung180
4.4.2. Redegenus und Flugschrift-Mimesis181
4.4.3. Weltbezug, Fiktionsräume und propagandistische Auslegung182
4.4.4. Die Mimesis der Kontrahenten des Proömium194
4.5. Historische Dekonstruktion195
4.5.1. Ciceros Weltbild und Fiktionen195
4.5.2. Selbstmythifizierung und Ideal196
4.5.3. Historische Realität und Demythifizierung199
4.5.4. Intentionen und Möglichkeiten204
5. Die Rhetoriknachhilfestunde207
5.1. Einordnung in die Rede207
5.2. Die Ideologie211
5.2.1. Einordnung der Ideologie211
5.2.2. Der mimetische Konflikt215
5.2.3 Die Stoa als philosophisch-ethisches Bezugssystem222
5.3. Der Programmbereich der vertröstenden Rhetorik229
5.3.1. Einordnung und Funktion in den Fiktionsräumen229
5.3.2. Personen, Darstellung und Typisierung233
5.4. Der Programmbereich der bereichernden Rhetorik249
5.4.1. Zuordnung und Fiktionsräume249
5.4.2. Deixis und Mimesis der Texte – Diskurse, Kommentierungen und Fiktionsräume260
5.4.3. Personendeixis273
5.5. Historische Dekonstruktion der Rhetoriknachhilfestunde322
5.5.1. Einordnung und historische Voraussetzungen der ciceronianischen fabula322
5.5.2. Analyse der historischen Ausganglage: Historische Realität und ciceronianische Propaganda326
5.5.4. Die personale Mimesisillusion und das Gewicht der einzelnen Personen335
5.5.5. Ciceronianische Propaganda: Nachwirkungen in der kaiserzeitlichen Überlieferung347
6. Die Curio-Episode356
6.1. Einordnung der Episode in den Redeverlauf und methodisches Vorgehen356
6.1.1. Flugschriftencharakteristika und Einordnung der Episode356
6.1.2. Mimetischer Konflikt und Auflösung der Werte357
6.1.3. Ciceros Diglossiekonzept und dessen Gegenpole: Mimesis zwischen Asianismus und Tradition358
6.1.4. Historische Dekonstruktion362
6.2. Die Ideologie der Curio-Episode363
6.2.1. Die Stoa als ideologische Grundlage363
6.2.2. Personen, Rollen und Masken365
6.2.3. Der mimetische Konflikt: Zwischen Tradition und Asianismus373
6.3. Der Programmbereich der vertröstenden Rhetorik375
6.3.1. Einleitung: Unterhaltung durch Kontrast und Zuordnung der Stile375
6.3.2. Der Stil des Propagandisten: Diatopische und diastratische Zuordnung der Personen und Texte377
6.3.3. Die Bestätigung des Diglossiekonzepts durch Kontrastierung und Konturierung382
6.4. Der Programmbereich der bereichernde Rhetorik393
6.4.1. Mythifizierung über eine implizite Leserlenkung393
6.4.2. Textdeixis: Mimetische Illusionseffekte – Ein Spiel mit Fiktionsräumen und Masken396